ZitatOriginal geschrieben von mostwanted
Unternehmenswachstum und Standing von Apple haben nichts mit dem Börsenkurs zu tun. Der wird von Finanzjongleuren gemacht. Apple wird in diesem Leben ein sicherer Hafen bleiben, aber dank der geringen Dividende kann man seine Kohle nur vermehren bzw. erhalten, wenn der Kurst steigt. Das ist unbegrenzt nicht möglich, aber die Luft nach oben ist noch da. Jedes Jahr wandert mehr Cash in die Kasse und stärkt das Fundament. Innerhalb der nächsten 12 Monate wird Apple mindestens 10% zulegen, ich habe vor ca. 20 Minuten 40 Stück für 366 gekauft. Das Teil wird bei 399 verschachert.
(Oder die Kinder erben einen Pennystock der "...früher mal cool war")
- Zum Argument 'Cash/Bargeldbestände/Kassenbestand von Apple':
ZitatOriginal geschrieben von derAL am 10.11.2012 (gekürzt) bei einem Kurs von 432 EUR
(dabei Hoch am 27.08.2012 bei 545,40 EUR), heute gerade bei 378 EUR; Differenz/Entwicklung zum 10.11.2012 -12,5% Kursrückgang (eine Dividendenzahlung gab es danach noch nicht):
Dass Apple nicht mehr weiß, wie es die Bargeldbestände investieren soll, ist ein Zukunfts-Rendite-Problem.
Es wirkt auf Erwartungen -> diese auf Gewinnerwartungen -> diese auf die zukünftige Bewertung des Unternehmens. Wenn die Bewertung nur bedeuten würde, 100 Mrd. USD (Bargeld) / Aktienanzahl, wovon bezahlt Apple dann die Dividende? Hauptsächlich von den (niedrigen) Geldmarktzinsen, wenn die Bargeldbestände alles andere zunehmends dominieren? Die Relation zwischen der Rendite von Bargeldbeständen und der Rendite des Absatzes ist sehr wichtig für das Unternehmen. Dominiert die Bargeldrendite immer mehr, geht die Gesamtrendite auch immer mehr herunter. Und wenn das kein Problem für die zukünftige Apple-Aktienkurs-Entwicklung darstellen soll, dann weiß ich bei Dir auch nicht mehr weiter ...
Wenn Apple, wie das Handelsblatt schreibt, sich (irgendwann) von einem „Technologie-Titan“ zu einem (normalen) „Technologie-Dinosaurier“ wandelt, dann geht das zunächst nur über das Federn-Ablassen, denn 'normal' bedeutet in dem Sinne auch 'normale Bewertung' und erst recht 'normale (Gewinn-)Erwartungen'. Die aktuellen Gewinnerwartungen sind aber wie eh und je weiter euphorisch. Und diese definieren den aktuellen (nach wie vor existenten) Hype-Kurs, denn Gewinnerwartungen wirken auf die 'fair-oder-nicht-fair-Bewertungsfrage' eines Aktienkurses, auch bei Apple.
- zum Argument des '10%-Zulegens innerhalb von 12 Monaten':
Für mich wirklich kein echtes Argument, weil derartige Bewegungen relativ normal sind (wie hoch ist die historische Vola eines Aktienmarktes oder von Apple innerhalb eines Jahres?). Bei einem Rückgang von 30% ist ein Rebound bzw. eine Gegenbewegung doch nichts Ungewöhnliches, oder? Auch keine 10% in einer oder in zwei Wochen oder selbst innerhalb eines Tages; es ist ein Technologietitel, der nach Wachstumsaspekten (eigentlich ja das aktuelle Kern-Problem von Apple) (noch bzw. lange noch) bewertet wird. Auch nicht, dass z. B. das Gap (etwa bei 390,50 EUR) des letzten Rücksetzers (mach einen Candlestick-Chart, damit Du es sehen kannst) geschlossen wird. Man betrachte nur den mittlerweilen großen relativen Abstand zur 200er-Tageslinie (etwa bei 465 EUR), allein das macht eine Gegenbewegung mehr als wahrscheinlich. Dein Argument hat in dem Kontext in etwa den gleichen Stellenwert wie die Aussage, 'Morgen kann es 2 Grad wärmer oder kälter sein', um es mal auf einen Punkt zu bringen.
Und gerade weil die Wahrscheinlichkeit eines Rebounds relativ hoch ist, habe ich für den börsenversierten und risikoerfahrenen Anwender explizit die Transaktion 'Kasse-Short-Put-Switch' genannt, die in solchen Situationen eine alternative (eher sicherheitsorientierte, da Teilabsicherung) Wahl darstellen kann, wenn man ob der Marktsituation flexibel sein möchte. Am besten mal googlen, damit Du verstehst, was ich meine.
Die Masterfrage lautet jedoch, was passiert ausserhalb eines Trading-Zeithorizonts? Also nach dem Rebound? Damit wir das nicht nur charttechnisch betrachten, verweise ich nochmals auf das Cash-Dilemma (der oberen Argumentation).
Pinneapple's Situation stellt sich da anders dar, da:
a) verlierst Du 10%, musst Du mind. 11,11% gewinnen, um auf das gleiche (Einstands-)Niveau zu kommen, wenn Du nicht zusätzliches Geld zwecks Verbilligung hinterherwirfst,
b) verlierst Du 20%, musst Du min. 25% gewinnen, um auf das gleiche Niveau zu kommen und
c) verlierst Du 30%, musst Du schon 42,86% gewinnen, um das gleiche Niveau zu erreichen.
Ist es in der aktuellen Situaton realistisch bzw. wie wahrscheinlich ist es, dass Apple 25% oder gar 42,86% vom jetzigen Niveau kurzfristig zulegt, um Pinneapple's Verluste zügig auszugleichen? Das beantworte ein jeder für sich selbst. Meine Meinung kannst Du sicherlich erahnen ...
a) würde m. E. im Bereich des Möglichen liegen (siehe ein paar Zeilen weiter oben). ![]()
- zum Argument des 'Sicheren Hafens':
Verliebe Dich niemals in eine Aktie, denn die Liebe zu einer Aktie kann grausam enden. Und Kinder wollen garantiert keinen Pennystock, der "...früher mal cool war", he he. Denke immer daran, auch auf das als unmöglich Gedachte vorbereitet zu sein. Ein schwarzer Schwan kann Dir immer vor die Füße springen. Nutze daher immer ein Sicherheitsnetz, wenn Du in luftiger Höhe halsbrecherische Seiltänze wagst. ![]()
P.S.: Der Einfachkeit halber habe ich den FFM-Chart genutzt. Die echte Kurs- bzw. Chart-Referenz ist natürlich der USD-Kurs an der Nasdaq.