Salut,
ich habe mit ... regelmäßig derartige Herausforderungen: Mittendrinn gestrichene Frei-SMS oder das plötzliche Streichen von MMS-Guthaben mit der Begründung, diese wären jetzt halt (angeblich) ausgelaufen (auch wenn ich diese MMS-Guthaben schon seit 6 Jahren dauerhaft habe). Derzeit muß ich meine Rechnung fast monatlich richtigstellen, weil ... regelmäßig fehlerhafte Rechnungen erstellt, die mit dem Ursprungsvertrag rein gar nichts mehr zu tun haben: Cityverbindungen werden als nationale abgerechnet, Homezone als National, SMS und MMS werden berechnet usw. Die Folge: Meistens ist die Rechnung zwischen 25 - 35 % höher als sie eigentlich sein sollte.
Mein Tipp:
0. Alle Prozesse, Telefonate und Vorgänge protokollieren. Beim Hotliner darauf bestehen, dass diese jeden Vorgang in das CRM-System ebenso protokollieren. Kein Brief an ... ohne Einschreiben mit Rücknahmeschein.
1. Stets auf die Eskalationsebene führen
2. konsequent hocheskalieren und hartnäckig bleiben
3. gegen sämtliche Fortfolgerechnungen Einwände mit Begründung schriftlich erheben und sie frech nicht genehmigen
4. Mit juristischem Nachspiel drohen
5. Mit Feedback an Teltarif, Connect etc. drohen
6. juristische Drohungen auf der anderen Seite mit einem arrogantem Lächeln begegnen, dass "man sich auf eine mögliche juristische Auseinandersetzung über alle Instanzen hinweg bereits jetzt vergnüglich freut" (bei einem Rechtschutz ohne Selbstbeteiligung macht das natürlich doppelt Vergnügen).
7. Im Nachgang über eigene Telefonaufzeichnungen der unfreundlichen Hotline-Mitarbeiter informieren mit der Androhung verbunden, diese zu veröffentlichen. Falls der vorher unfreundliche Hotliner dann sagt, dass man das nicht darf, einfach sagen, dass man sich couragiert darüber hinwegsetzen wird, wie ... sich selbst über Vertragsbestandteile hinweggesetzt hat.
8. Immer weiter eskalieren lassen.
9. Auf keinen Fall Tarifänderung akzeptieren (sonst verwirkt man sich möglicherweise ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht etc.)
Sollte der eine oder andere Mitarbeiter intellektuell nicht in der Lage sein, den Sachverhalt zu ergreifen und/oder sich weigern, zum nächsten Service-Level weiterzuverbinden: Name notieren, auflegen, neuen Mitarbeiter ausprobieren, Reklamationsprozeßkette schildern, Weiterleitung an Senior Agents bis zum Gruppenleiter bzw. die nächste Ebene etc. erwirken und weiter eskalieren lassen, bis es zum großen "außergerichtlichen" Vergleichsangebot von Seiten ... kommt.
10. Darauf bestehen, dass die Regulierung und die Kulanzgutschriften vor Lastschrifteinzug bereits zum aktuelle Rechnungseinzug und nicht erst beim nächsten berücksichtigt werden sollen (man will den Laden ja nicht zinslos dauerhaft mit Microkrediten finanzieren.).
Wer hartnäckig bleibt, bekommt nach dem Abkühlen einer Eskalationsstufe 10 aller hinterher schriftlich bestätigt und als Ausgleich einige Kulanz-Gutschriften für die Portokosten, den diverse Ärgernissen, für die Zeit und die Geduld, die man bei der Hotline-Odyssee investieren muß.
Bei mir ist das mittlerweile schon fast monatlich so und meine Rechnung auf Discountertarif-Niveau.
Nicht mein Problem: Wenn ... nicht in der Lage ist, erstens korrekte Rechnungen zu erstellen und zweitens, Verträge wie vereinbart einzuhalten, dann muß ... halt eine "Vertragsstrafe" zahlen und nicht ich als Kunde.
Und, man soll sich vor keinem Unternehmen mit "Basta-das-is-nun-mal-so" einschüchtern lassen.

Gruß, derAL