Nun, da ich gerade meinen Nachtdienst im Schlaflabor rumbringe, gebe ich jetzt auch mal meinen Senf dazu!
Man "durchschläft" in einem Zeitraum von ca. 1,5 Stunden 5 Schlafphasen.
Phase 1-4 dienen der körperlichen Erholung (Phase 1 Leichtschlaf - Phase 4 Tiefschlaf)
Nach Phase 4 kommt der sogenannte REM Schlaf (Rapid Eye Movement) - in Ihm erholt sich die "Seele".
Von diesen Schlafblöcken a 1,5 Stunden braucht der Mensch zwischen 3 und 4 Stück. Ergo reicht ein Schlafpensum von 4,5 - 6 Stunden völlig aus.
Soweit die Theorie!
Da man nun aber leider nicht immer in die Phasen 3+4 hineinkommt - z.B. durch Störung im Schlaf, kann es natürlich sein, daß man etwas länger schlafen muss, damit man sich morgens einigermaßen fühlt.
Kommt man nicht (oder nie) in die REM-Phase, kann sich das anfangs in Unausgeglichenheit äußern und bis zu schweren psychischen Störungen anwachsen.
Nach den oben genannten 3-4 Blöcken, a 1,5 Stunden verbringt man die meiste Zeit im REM Schlaf - welches übrigens die Phase ist, in der man träumt.
Somit wisst Ihr jetzt auch, warum man meist morgens (nach ca. 6 Szunden Schlaf)aus seinen Träumen gerissen wird aber relativ fit ist! - wohingegen man, wenn man sich nachts um 4 nach vielleicht 3,5 Stunden Schlaf wecken lässt, nur sehr schwer in die Pötte kommt, also rein körperlich gesehen.
Das Schlaf natürlich sehr individuell ist und von tausenden von Faktoren abhängt ist denke ich klar. Daher sind das hier alles nur Richtlinien.
Ein Mensch der stark schnarcht, ist morgens z.B. meist unausgeruht, da er erstens mit Sauerstoffmangel zu kämpfen hatte während der Nacht und zweitens, sich selber durch sein Schnarchen immer wieder geweckt hat und so nicht in den Tiefschlaf gekommen ist!
Achja und noch nebenbei, daß man nur im Schlaf wächst, ist ein Märchen für kleine Kinder die ins Bett sollen - weil Sie doch schließlich groß und stark werden sollen!
Aber lustig zu sehen, wie sich solche "Gerüchte" halten:D
Alle Klarheiten beseitigt??
Grüße aus dem Dienst!
Sven