ZitatOriginal geschrieben von Erik Meijer
Jemand, der einen Schufa-Eintrag hat, ist für mich [...] jemand, der nicht mit Geld umgehen kann. Und es gibt auch viele Menschen, die ohne eigene Schuld in eine solche Situation geraten (Verlust des Arbeitsplatzes, Erwerbsunfähigkeit, Scheidung o.ä.)., ganz ohne Zweifel.
Aha, jemand ist unverschuldet in eine Situation gekommen ist die zu einem Schufa-Eintrag führt, daraus schließt du trotzdem, dass er nicht mit Geld umgehen kann... - ist das nicht ein wenig widersprüchlich? :confused:
ZitatAber diese Menschen haben dann i.d.R. nicht nur eine Handyrechnung als einziges Problem.
Es kann aber sein, dass zufällig dass der Punkt war wo es anfing, und der Sachbearbeiter eben nicht so nett wie du und Charlie war, sondern ein Armleuchter. Die Armleuchterquote dürfte über alle Berufszweige so ziemlich konstant sein. Ich habe auch schon gesehen wie leute nach 25+ Jahren Kunde sein bei einer Bank und einem verlängerten Auslandsaufenthalt von ein paar Monaten plötzlich wegen 10 Euro im Minus bei einem Guthabenkonto gekündigt und "geschufat" wurden (obwohl zwischenzeitlich nach Mahnung für ausreichend Deckung gesorgt und die Sache telefonisch abgeklärt worden war - und die einzigen Soll-Buchungen während der gesamten Abwesenheit die Kontoführungsgebühren waren).
ZitatDer weit überwiegende Teil allerdings [...] kann eben schlichtweg mit Geld nicht umgehen.
Wenn das nicht so wäre, wäre das Schufa-System ja auch eine totale Farce, für Kunden wie auch für Banken. Darum geht es aber nicht. Der Punkt um den es geht sind die zahlreichen falschen Positiven, und die Tatsache, dass ein fehlerbehaftetes System welches adäquat genug ist um über die Kreditvergabe zu entscheiden, eben nicht adäquat genug ist, um über Menschen zu urteilen - gerade wegen der systembedingt gewollten schiefen Fehlerlage (siehe meinen Beitrag oben).