Beiträge von Louvain

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    Original geschrieben von Sunny67
    Was sind denn stücknotierte Anleihen?


    "Stücknotierte Anleihen" gibt es nicht, Anleihen werden eben nicht in "Stücken", sondern in "Nennwerten" gehandelt. Der Kurs einer Anleihe ist stets prozentual auf den Nennwert zu verstehen, daher nennt man solche Papiere auch prozentnotierte Wertpapiere. Aktien, Fonds und viele Zertifikate sind dagegen stücknotierte Wertpapiere, da dort auch "Stücke" gehandelt werden.


    Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man bei Brokerjet nicht alle Wertpapierarten handeln kann, sondern eben nur diejenigen, die in "Stücken" gehandelt werden können. Somit gibt es über Brokerjet keine Chance, Anleihen zu kaufen.

    Re: Steuern auf österr. Zinseinkünfte


    Zitat

    Original geschrieben von Sunny67
    Da stellt sich dann noch die Frage nach der steuerlichen Behandlung der Zinseinkünfte in Österreich. Halten die von den Zinsen irgendwelche Steuern ein und wenn ja, kann man die in vollem Umfang in Deutschland anrechnen lassen?


    Da in 2009 mein Grenzsteuersatz unter 25% liegen wird, möchte ich auch nicht daß die Abgeltungssteuer zuschlägt und dann nicht in meiner deutschen Steuerklärung geltend gemacht werden kann und damit nicht (zumindest teilweise) erstattet wird.


    Die Regelungen zur Besteuerung von Ausländern in AUT sind nicht in zwei Sätzen zusammenzufassen, da es Wahlmöglichkeiten und daraus resultierend unterschiedliche Vorgehensweisen gibt. AUT-Broker haben dazu Infomaterial für ihre deutschen Kunden (oder Du googelst mal nach den Stichworten "EU-Zinsbesteuerungsrichtlinie", "Bescheinigung zur Ermöglichung der Abstandsnahme vom Quellensteuerabzug").


    P.S.: Glückwunsch, Du musst ja ein grandioser Steuertrickser sein. Grenzsteuersatz unter 25% hielt ich für jemanden, der Wertpapieranlage betreibt nicht für möglich.

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    Original geschrieben von baristacrema
    Naja, man kann ja auch eine Anleihe kaufen, die bis Januar 2009 läuft.
    => Mit Ende der Laufzeit fließt dann der Anlagebetrag aufs Konto, ein Verkauf ist nicht notwendig.
    In der Zeit entgehen einem dann keine Zinsen - Orders muss man ja tätigen.


    Vergesst die Idee schnell wieder. Bei brokerjet sind nur stück- und nicht prozentnotierte Wertpapiere handelbar. Ergo wird es niemandem gelingen, dort irgendeine der genannten Anleihen zu erwerben.

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    Original geschrieben von isvo

    -neue Mastercard von KQB


    Bargeldabhebungen mit der KQB Mastercard kosten 2,50 % des Auszahlungsbetrages, mindestens jedoch 7,11 EUR (pro Verfügung).

    Im Prinzip ja, doch bei Fonds ohne AA will Brokerjet dann die Handelsgebühren analog zum WP-Handel über Xetra Frankfurt (somit mindestens 16,45€). Du brauchst also einen Fonds mit geringem AA, der bei Brokerjet über die KAG handelbar ist und eine nicht zu hohe Mindestanlagesumme hat, sonst wird es teurer.


    (Zudem sind auch Geldmarktfonds aktuell nicht unbedingt so kursstabil, wie man es gerne hätte, kommt immer darauf an, wieviel ABS- und CDO-Schrott im jeweiligen Portfolio schlummert.)

    Brokerjet


    Als ich heute das Brokerjet-Angebot sah, dachte ich mir, dass dies doch sicherlich etwas für die ambitionierten Schnäppchenjäger im TT-Bankenthread und siehe da, ich liege goldrichtig. Wer mit den Usancen der AUT-Broker nicht vertraut ist, sollte das Konditionenverzeichnis allerdings genau lesen. In österreich ist die Bankenwelt noch in Ordnung, da herrschen in der Brokingwelt noch (?) keine deutschen Verhältnisse.


    Ein Tipp zur Reduktion der Transaktionskosten für die 15 verlangten Trades. Wenn man mit den VIP-Partnern von Brokerjet Trades im OTC-Handel realisiert, kostet es nur 6,95 Euro pro Trade. Handelt man z.B. einen EuroStOXX50-Discounter mit sehr tiefem Cap, so kann man sehr sicher sein, dass man bei Kauf und anschließendem Verkauf nur den Spread als zusätzlichen Verlust verbuchen muss (der beträgt allerdings bei den richtig ausgewähltem Papier genau 1 Cent). Folglich kann man die Kosten für 16 Trades (8x Kauf und 8x anschließendem Verkauf) auf 16 x 6,95 + 0,08 = 111,28 Euro reduzieren.

    Spekulation auf Kredit?


    Was man mit einem aufgenommenen Kreditbetrag letztlich macht, ist doch stets Sache des Betroffenen. Der Hinweis darauf, dass man bei spekulativer Nutzung eines Kredits für eine Wertpapieranlage ganz schön auf die Nase fallen kann, ist sicherlich richtig, doch wer weiß, welche Risiken er eingeht und bereit ist, diese Risiken einzugehen, der kann dies doch tun. Der Fragesteller macht durch seine Fragen allerdings klar, dass er nicht so ganz im Bilde ist (sonst wüsste er, wo er ein (Fonds-)Depot kostenlos führen kann, über welche Fondsvermittler er den AA sparen kann etc.). Daher sollte er zunächst seinen Kenntnisstand über Wertpapieranlage im Allgemeinen steigern, bevor er sich überlegt, kreditfinanziert zu investieren (vielleicht reift dann auch bei ihm die Erkenntnis, dass eine Frage nach der erzielbaren Rendite mit "Fonds" unsinnig ist). Allgemein würde ich so etwas schon deshlab nicht verteufeln, weil ich selbst oft - wenn sich die passende Gelegenheit bietet - meinen Lombard für die Wertpapieranlage nutze. Die KOnditionen des C&A-Kredits sind aktuell sogar günstiger als alle mir bekannten Konditionen für Lombardkredite.