Ich sehe bei Fidor Licht und Schatten, rechne somit weder der Fraktion der Fidor-Fans noch der kritischen Sparfux-Fraktion zu. Ich bin seit rd. ein Jahr Fidor-Kunde und nutze die Fidor Smart Card seitdem es sie gibt (August 2015).
Positiv und 'innovativ' finde ich die Tatsache, dass mir eine Bank jeden Monat rd. 4€ auf mein Konto bucht, ohne dass mich dieser 'Bonus' viel Aufwand kostet. Positiv finde auch, dass ich das Konto bekam und nutze, ohne dass dies in meiner Schufa steht. Positiv finde ich den Verzicht auf Fremdwährungsgebühren beim Einsatz der Karte. Positiv - aber nicht weltbewegend - finde ich die bedingungslose Kostenfreiheit von Kontoführung und (Dreifachfunktions-)Karte.
Negativ finde ich das gewöhnungsbedürftige Online-Banking, das mir Terminüberweisungen nur per Trick (Dauerauftrag mit einmaliger Auisführung) erlaubt. Negativ finde ich die Unmöglichkeit der Scheckeinreichung und die Nicht-Kostenfreiheit von Bargeldeinzahlungen.
Richtig ärgerlich finde ich die mangelnde Zuverlässigkeit der technischen Abwicklung von Standardvorgängen. In den letzten vier Monaten gab es zweimal Theater mit der Nicht-Ausführung von Daueraufträgen aller Fidor-Kunden (ich war einmal betroffen) am Monatsanfang. Zudem kommt es um den Monatswechsel ziemlich regelmäßig (wenn auch nicht in jedem Monat) zu 'Buchungstaus', so dass ein- und ausgehende Buchungen nicht zügig umgesetzt werden (außerhalb dieser Stoßzeiten um den Monatswechsel ist Fidor dagegen sehr flott).
P.S.: Die Nutzung der Fidor Smart Card mit ihrer Mehrfachfunktionalität ist aus meiner Perspektive eher ein lustiges Feature. Die Irritationen in den Geschäften halten sich in Grenzen. Bei mir hat es da noch nie Probleme gegeben. Manche Kassierer sind natürlich etwas irritiert, wenn ich auf den Touchscreen des Kartenterminals tippe, aber in die Klapse wollte mich noch niemand einweisen 