Beiträge von Louvain

    P-Konto


    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Nicht anwenden "können"?
    Aber wieso denn nicht!?


    Habe extra nochmal die Zivilprozessordnung dazu überflogen, und wenn ich §850k richtig verstehe, besagt der doch, dass jeder die Führung eines Pfändungsschutzkontos mit seiner Bank vereinbaren kann. So beschreibt's auch die Fidor Bank in der Community. Und an der Pfändung sollte es auch nicht scheitern.


    Falls du also Interesse hast, gilt: Einfach anmelden und mitmachen ;)


    Ein P-Konto bietet einen gewissen Schutz vor Pfändungen, in dem ein monatlicher Grundbetrag auf dem Konto von Pfändungen freigestellt wird und dem Kontoinhaber für das Bestreiten seines Lebensunterhalt auch beim Vorliegen von Pfändungstiteln zur Verfügung steht. Pfändungen werden von Gläubigern erwirkt, die keine andere Möglichkeit sehen, ihre Forderungen gegenüber einem Schuldner, der seinen Rückzahlungsverpflichtungen nicht (mehr) nachkommt, durchzusetzen. Voraussetzung für ein P-Konto ist somit immer, dass der P-Kontoinhaber zu einem früheren Zeitpunkt Schulden gemacht hat, Kredite aufgenommen hat etc.


    Jeder Mensch hat seine individuellen Vorstellungen, wie er sein Leben gestalten will. Bei mir gehörte stets das konsequente Vermeiden von Schulden dazu. Ich habe schon zu Studienzeiten trotz 'Anspruchsberechtigung' kein Bafög bezogen und mir lieber Nebenjobs zur Bestreitung meines Lebensunterhalts gesucht, da dies zu meiner Zeit ein Volldarlehen war (ok, rückblickend betrachtet, war dies aufgrund des späteren Teilerlasses von Schulden eine meiner ökonomisch unsinnigsten Entscheidungen). Ich habe mir nie Konsunkredite besorgt, mir ein Auto dann gekauft, wenn ich es bezahlen konnte und auch den Wohnungskauf erst zu dem Zeitpunkt realisiert, als ich das Geld dafür hatte. Bei einem solchen Verhalten wird es mir in den verbleibenden Jahren meines schon fortgeschrittenen Lebens kaum noch gelingen, die Voraussetzungen für ein P-Konto zu 'schaffen'.


    P.S.: Die einzige Ausnahme von der 'no credit policy' mache ich seit gut zehn Jahren im Bereich der Lombardkredite. Das war am Anfang schon eine Überwindung für mich, Wertpapiere auf Kredit zu erwerben, doch man gewöhnt sich bekanntlich an vieles. Auch in diesem Bereich belasse ich es strikt bei einem Leverage von maximal 0.5, gehe also nicht wirklich ins volle Risiko, sondern komme selbst im Crash-Fall zwar 'gerupft' aus einer solchen Krise heraus, aber ganz sicher ohne Schulden (CFD und ähnliches Zeug mit Nachschusspflicht kommen mir nicht ins Depot).

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    Original geschrieben von muck1503
    ok, das könnte sein, bin schon lange bei Fidor


    Und immer noch nicht auf P-Konto umgestellt? Du gehörst nicht zur Fidor-Zielgruppe ;)


    P.S.: Wenn man in der dortigen Community mitliest, bekommt man tatsächlich den Eindruck, ein P-Konto ist der Normalzustand für dortige Kunden. Was ich dort schon über die gesetzlichen Regelungen bei P-Konten für Freibeträge bei Pfändungen, Übertragungsmöglichkeiten in den nächsten Monat etc. lernen konnte, das war mir zuvor völlig unbekannt. Allerdings befürchte ich, dass ich erlernte Wissen nie werde anwenden können....

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    Original geschrieben von BartS1975


    Übrigens finde ich eine solche Inaktivitätsgebühr bei Depots auch sehr ungewöhnlich - bis vor wenigen Wochen wusste ich gar nicht, dass es so was bei Benk gibt.


    Die Depotgebühr beim Sbroker, die durch einen (kostenpflichtigen) Trade pro Quartal oder die Einrichtung eines Sparplans vermieden werden kann, ist doch letztlich nichts anderes.

    Re: benk Inaktivitätsgebühr


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    Original geschrieben von sparfux
    Die Frage, die sich mir bzgl. der benk Inaktivitätsgebühr noch stellt ist: Gilt eigentlich ein Trade innerhalb von 6 Monaten oder 1 Trade pro Halbjahr.


    Solange die Inaktivitätsgebühr nicht nach sechs Stunden, sondern erst nach sechs Monaten erhoben wird, ist mir die genaue Berechnungsmethode völlig wurscht ;)


    P.S.: Da das P&L von sechs Monaten Inaktivität spricht (und nicht von einem Trade pro Halbjahr), kann ich nicht nachvollziehen, wie Du auf Deine Interpretation von einem notwendigen Trade pro Halbjahr kommst.

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    Original geschrieben von BartS1975
    Na das sehe ich aber völlig anders. Es gibt Zeiten, wo ich in einer Woche gleich mehrere Derivate mit gutem Chance/Risiko-Verhältnis finde - und dann wieder monatelang gar keines. :)


    Wenn Dir ein Depot bei Benk den 'Aufwand' eines kostenfreien GM-Fondskauf in beliebig niedrigem Umfang mit anschließendem Verkauf nach Einbuchung ins Depot (Liquiditätsbindungsfrist 1-2 Tage) nicht wert ist und Du wegen der derart leicht - selbst für Fast-Nie-Trader - umgehbaren Inaktivitätsgebühr Dein Depot wieder schließen willst, kann das doch nur bedeuten, dass Du von den preislichen Vorteilen nicht profitierst. Wer nahezu nie handelt, kann sein Depot auch bei Consors führen, ohne arm zu werden.

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    Original geschrieben von blacksun
    eine Frage an euch Kombi-Karten-Besitzer hätte ich noch:
    sieht man in den Umsätzen und/oder im Auszug bei Fidor ob es eine MC oder Maestro-Zahlung war?


    Ja, ist in den Kontoumsätzen eindeutig gekennzeichnet (einen Kontoauszug mit den Buchungen der Smart (Kombi) Card gibt es noch, die Auszüge werden kalendermonatsweise erstellt, die Smart Card gibt es erst seit Anfang August).

    Benk


    Mir ist nicht ganz klar, worauf Ihr Euch bezieht, aber ich beschreibe 'mal die normalen Abläufe bei Benk.


    Benk zeigt auf der 'Cockpit-Seite' den (Konto-)Saldo und den 'verfügbaren Betrag' in zwei separaten Zeilen an. Entscheidend für die Ausführung einer Überweisung oder einer WP-Order ist ausschließlich der 'verfügbare Betrag'. Zusätzlich zur Cockpit-Seite gibt es die Umsatzseite der einzelnen Kontoumsätze. Nur auf dieser Seite werden ganz unten zusätzlich zum 'Saldo' (=Saldo der Cockpit-Seite) noch ein 'Anfangssaldo' und ein 'Vormerksaldo' angegeben. Der hier angegebene Vormerksaldo ist in 98% der Fälle mit dem 'Saldo' identisch. Nur dann, wenn es zu Verzögerungen bei einer kontowirksamen Verbuchung von Umätzen kommt, dann zeigen 'Vormerksaldo' und 'Saldo' unterschiedliche Werte an. Heute Vormittag gehörte zu den 2%, wo es einen solchen ärgerlichen Stau gab. Bei mir betraf es Tilgungsbuchungen von fälligen Wertpapieren, die zwar in den Umsätzen zu sehen und in den 'Vormerksaldo' eingerechnet waren, die aber nicht kontowirksam in den (echten) Saldo und den verfügbaren Betrag eingerechnet wurden. Vor einer Dreiviertelstunde wurde der Stau dann aufgelöst, jetzt stimmen Vormerksaldo und Saldo wieder überein und ich kann über das in den Umsätzen schon seit Stunden zu sehende Geld endlich verfügen.


    P.S.: Ich weiß nicht, ob es bei Benk/biw häufiger als bei anderen Banken 'technische Probleme' wie heute Vormittag gibt. Meiner Erfahrung nach hakt es häufiger bei den kontowirksamen Verbuchungen von bereits sichtbaren Kontoumsätze, doch in den allermeisten Fällen handelt es sich um Verzögerungen von < 5 Min. Alle paar Monate kommt es allerdings zu einem 'großen Stau' wie heute. Durch das Benk/Biw-System der zu einem frühen Zeitpunkt sichtbaren Kontoumsätze bemerkt man solche kleinen und großen Staus natürlich leichter als bei anderen Banken, bei denen man nur kontowirksam gebuchte Umsätze auch sieht.

    Re: Re: Tagesgeld-Fremdeinzahlung


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    Original geschrieben von cestec
    PSA dagegen macht ab und an Probleme, da die "nicht am SEPA teilnehmen"?! Kann zB ein PSA-Konto nicht als Referenzkonto bei der ING einrichten, mit o.g. Begruendung...


    Das geschilderte Problem ist kein Problem der PSA, sondern der ING DiBa, die sich bei etlichen Bankverbindungen weigert, diese als Referenzkonto einzurichten. Die Fehlermeldung, die dann seitens ING DiBa ausgegeben (dass die Bank nicht am SEPA-Verfahren teilnimmt), ist natürlich Unfug (alle Banken in der EU nehmen am SEPA-Verfahren teil). Die ING DiBA erlaubt laut AGB nur Girokonten in Deutschland als Referenzkonto für ihr TG-Konto. Sie lehnen alle Bankverbindungen als Referenzkonto ab, bei denen durch den BIC erkennbar ist, dass es sich um eine Bank handelt, die in D keine Girokonten anbietet. Dort führt man offenbar eine 'Blacklist' für BIC-Codes. Deshalb funktionieren Konten bei PSA, Moneyou, Onvista etc. nicht als Referenzkonto.

    Zitat

    Original geschrieben von mulda
    Ich finde es ziemlich cool, für den "Fall der Fälle" größere Beträge per sofort in alle Welt raushauen zu können, da es ja kein Referenzkontozwang gibt.


    Für den "Fall der Fälle" sollte man allerdings beachten, dass nur Überweisungen < 100k sofort gebucht und ausgeführt werden. Höhere Beträge werden nicht sofort ausgeführt, sondern erst im nächtlichen Buchungslauf (müssen manuell von der Biw freigegeben werden, die machen das nur einmal pro Tag am Abend). Wenn der 'Fall der Fälle' eintritt und man einen sechsstelligen Betrag sofort transferieren will, dann kann man allerdings problemlos in beliebig viele fünfstellige Häppchen splitten, die alle sofort ausgeführt werden (man muss es halt nur wissen).


    Zitat

    Original geschrieben von mulda
    Hmm.. braucht man da noch ein normales Girokonto? :D


    (Jaja, Schecks z. B. wird man vermutlich nicht einlösen können.)


    Bareinzahlungen sind mangels Filialen und Verträgen mit Partnerbanken auch nicht möglich.