Beiträge von Louvain

    Postbank


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    Original geschrieben von stanglwirt


    - taggleiche überweisung auf fremde bank schaffen die wenigsten banken. einzig die Commerzbank ist bankenübergreifend fix. so ziemlich alle anderen banken sind auf den gleichen zahlungsverbund angewiesen um eine taggleiche gutschrift zu erreichen, also beispielsweise sparkasse hamburg an sparkasse münchen. von daher ist kritik speziell an die postbank unangebracht, bei den meisten anderen ist es auch nicht besser.



    Vor der Sepa-Umstellung war das so, jetzt hat sich dies positiv verändert. Nicht nur CoBa, sondern auch andere Banken (eigene Erfahrungen habe ich z.B. mit Netbank, Cortalconsors, Ing-Diba, Aktionärsbank, BIW-Bank, Sparda-Bank, Merkur Bank, PSD-Banken, NIBC) bekommen mittlerweile taggleiche Umbuchungen über die Verbundgrenze zuverlässig hin. Dabei muss es nicht einmal eine frühzeitig angelegte Terminüberweisung sein, es kann auch morgens bis vormittags (z.B. IngDiBa funktioniert zuverlässig bis 11 Uhr) direkt überwiesen werden und es kommt taggleich an.


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    Original geschrieben von stanglwirt
    - mit "echtzeit" war im übrigen postbank an postbank gemeint, auch ausserhalb der regulären buchungszeiten. auch wenn echtzeit nicht heisst, dass auch zeitgleich gebucht wird und der betrag zur verfügung steht. dennoch gibt es hierdurch einen informationsvorsprung, den es bei vielen banken schlicht so nicht gibt.


    Dieses Feature bin ich bei Umbuchungen innerhalb der Netbank, Cortalconsors, Sparda-Bank seit Jahren gewohnt und hätte es nicht der Erwähnung für Wert befunden, aber mein moderner High-Tech-PKW hat ja auch eine Servolenkung ;)


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    Original geschrieben von stanglwirt
    - auch andere banken überweisen nicht einfach ohne entsprechende kontodeckung. diese manuellen prüfungen bei der postbank gibt es nur, wenn man nicht genug kohle auf dem konto hat. einfach besser disponieren und es gibt kein problem ;)


    Da hast Du mein 'Problem' mit der Postbank missverstanden. Ich kenne meinen Kontostand und überweise nie mehr, als auf meinem Konto verfügbar ist. Die Postbank schaltet auch dann in den Modus 'manuelle Überprüfung', wenn Deckung vorhanden ist. Ich habe dies dreimal (sehr unterschiedliche Überweisungssummen) erleben müssen und habe daraus die Konsequenz gezogen, dass ich mir dieses Lottospiel 'Heute macht sie, was ich will, heute macht sie nicht, was ich will' nicht mehr antue. Zuverlässige Abwicklung des Zahlungsverkehrs sieht für mich anders aus.


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    Original geschrieben von stanglwirt
    - frühe cutt-off-zeiten gibt es auch bei anderen banken. gehe doch darauf mal ein. zumal bei der postbank durchaus auch danach noch gebucht wird, aber eben nicht mehr garantiert.


    Ich übe auch durchaus an anderen Banken mit frühen cut-off-Zeiten Kritik, doch hier ging es um die Postbank. Dass es auch deutlich spätere Cut-off-Zeiten gibt, zeigt ein Blick in den P&L-Verzeichnisse der o.a. Banken (ich habe jetzt keine Lust, alle konkreten Zeiten heraus zu suchen, aber 14.00 Uhr ist definitiv 'unterdurchschnittlich')

    Postbank


    Bislang dachte ich, dass nur Fußballvereine 'echte Fans' haben, doch scheint es der Vertriebskanal der Deutschen Bank für jedermann, der unter dem Brandnamen 'Postbank' auf Kundenfang geht, ebenfalls geschafft zu haben, eine Fangemeinde hinter sich zu scharen, die das hohe Lied auf die Vorzüge dieser Bank singen.


    Besonders erheiternd fand ich dabei, dass selbst die Kundenschikane der Nicht-Ausführung von Überweisungen als Vorteil apostrophiert wird, da es zeigen würde, dass die Postbank die Vorschriften des Geldwäschegesetzes ernst nimmt und diese nicht - wie viele der bösen Konkurrenten - ignoriert und dem Kunden einfach erlaubt, über sein eigenes Geld zu verfügen. Der Kritikpunkt des frühen cutt-off für Überweisungen (14.00 Uhr im P&L) bleibt unkommentiert, dafür wird auf die besonderen Vorzüge des 'realtime'-Buchungssystems hingewiesen, die mir nachmittags dann auch nichts nutzen, wenn ich nach cutt-off eine Überweisung beauftrage, die zwar 'realtime' gebucht, aber erst am nächsten Tag ausgeführt wird. (P.S.: Gibt es eigentlich heute wirklich noch Banken, die nur einen Buchungslauf pro Tag haben oder ist der Hinweis auf das tolle 'realtime'-Buchungssystem vergleichbar mit den Anpreisungen eines Autoverkäufers, dass sein moderner Hight-Tech-PKW eine Servolenkung besitze?)


    Egal, ich habe oben meine Kritikpunkte an der Postbank genannt. Inhaltlich blieben diese mit einer Ausnahme (s.u..) unwidersprochen, doch echte Fans der Postbank sehen darin kein Problem und warten z.B. gerne ein paar Tage auf die Ausführung von Überweisungen, wenn ihre geliebte Bank meint, es müsse eine manuelle Prüfung erfolgen. Ich mag die Postbank auch sehr, allerdings nur einmal im Jahr, wenn die Prämienbuchung der Depotübertragungsprämie, bislang 500€ und in diesem Jahr 1000€, auf dem Konto eintrifft. An diesem Tag bin ich auch ein richtiger Postbank-Fan :)


    P.S.: In einem Punkt wurde meiner Kritik inhaltlich widersprochen. Ich habe noch keine taggleiche Eingangsbuchung einer von der Postbank ausgehenden Überweisung erleben dürfen (trotz 'realtime'-Buchungssystem ;) ). Auch wenn ich die Postbank kaum noch für den Zahlungsverkehr nutze, würde es mich dennoch interessieren, welcher Überweisungsweg von der Postbank ausgehend taggleich verlässlich klappt und ob dies nur für Terminüberweisungen oder auch für direkt aufgegebene Überweisungen (bis wann?) funktioniert.

    Postbank


    Bei so viel Enthusiasmus über die Postbank, den ich so gar nicht teilen kann, hier 'mal meine Kritikpunkte an dieser Bank, die ich nur wegen der (Depot-)Prämien nutze:


    - Extrem frühe Cut-off-Zeit (14.00 Uhr) für Überweisungen (auch online)


    - Taggleiche Überweisungen nur bankintern möglich (oder anders ausgedrückt: Ich habe es auch nach der SEPA-Umstellung noch nie erlebt, dass eine taggleiche Umbuchung mit Beteiligung eines Postbank-Kontos und eines externen Kontos funktioniert hat)


    - Absurdes 'Sicherheitskonzept', das mich schon einige Nerven und mehrfach Geld gekostet hat, da Überweisungen nicht ausgeführt werden, da eine 'manuelle Sicherheitsüberprüfung' durchgeführt wird (die nicht sofortige Ausführung aufgrund der Notwendigkeit einer 'manuellen Überprüfung' wird mir bei Aufgabe der Überweisung zwar mitgeteilt, es gibt jedoch auch durch Anrufe bei der Hotline nicht die Möglichkeit, diesen zwei Tage dauernden Prozess zu beschleunigen). Mir ist dieser Mist schon dreimal passiert (auch bei Überweisungen von meinem Postbank-Konto auf ein anderes *meiner* Konten bei einer anderer Bank, man hatte somit Angst, ich könnte mich selbst bestehlen).


    - Keine Möglichkeit, Bargeld (oder Schecks) am Automaten einzuzahlen, man darf sich immer schön in die Schlange einreihen.


    - Das eigentlich nette Feature der SMS-Benachrichtigung bei bestimmten Kontovorgängen verliert an Attraktivität, da ich keine Möglichkeit gefunden habe, mir mitzuteilen, was auf dem Konto passiert ist (ich erhalte eine SMS, dass ein 'Signal' (z.B. Überweisungseigang) ausgelöst worden sei, weiß aber dadurch immer noch nicht, wie hoch der Geldeingang war (vielleicht bin ich auch nur zu blöd, die 'Signaleinstellungen' richtig zu konfigurieren.


    Für mich ist die Postbank eine nette 'Prämienbank', aber für die Abwicklung meines Zahlungsverkehrs ungeeignet.

    Re: Re: ausländische Banken


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    Original geschrieben von Applied Am ehesten würde ich es vielleicht in Belgien oder den Niederlanden probieren.


    Dort sind mir keine Angebote bekannt, dafür gibt es in AUT bei den 'üblichen Verdächtigen' (Direktanlage, Brokerjet, Bankdirekt etc.) regelmäßig welche. In der Vergangenheit hatte auch der Schweizer Broker Swissquote durchaus lukrative Neukundenangebote mit dreistelligen Prämien im Angebot. Ob dies immer noch gemacht wird, weiß ich nicht, da ich die Schweizer Landschaft nicht mehr beobachte (ich würde dort eh kein Konto/Depot mehr eröffnen, da ich keine Lust auf Stress mit meinem FA habe).

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    Original geschrieben von BartS1975
    War bei Nordnet auch nicht der Fall. :)


    Nordnet hat Ihren Kundenstamm - sicherlich nicht ohne Zahlung einer gewissen Summe - an Onvista übertragen, so dass Onvista in die Rechtsnachfolge eintreten konnte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die BIW dem Konkurrenten FinTech Group die bei ihr legitimierten Kunden überträgt. Eher denkbar wäre für mich die Übertragung an Benk. Wie es in der Praxis tatsächlich laufen wird, hängt von den Vertragsmodalitäten im Kündigungsfall ab. Die kenne ich nicht, also ist alles reine Mutmaßung.

    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975


    Wie "kommst" du zu dieser Stadt, Heimatstadt?


    OFFTOPIC ON:


    Nö, ich bin schon ein gebürtiger Deutscher. Doch ich war (zu) lange beruflich in Göttingen ( ;) ), da musste ich dann endlich 'mal 'raus und habe eine zeitlang - beruflich bedingt - in Louvain-la-Neuve gearbeitet und gelebt (waren meine beruflichen ''Wanderjahre', jetzt bin ich sesshaft geworden).


    OFFTOPIC OFF

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    Original geschrieben von BartS1975
    Allerdings dürfte es sicher sein, dass im Fall einer Beendigung der Kooperation keine Kündigung erfolgen wird. Entweder werden einfach die AGB geändert (das Unternehmen hat ja mittlerweile eine Bankenlizenz) oder die Kunden werden zur Aktionärsbank "rübergekarrt", ähnlich wie es damals auch bei der Nordnet-Schließing war (alle Kunden sind an die Onvista Bank transferiert worden) - vermutlich in beiden Fällen zu für einige Monate verbesserten Konditionen.


    So einfach ist das diesmal allerdings nicht. Es gibt schon jetzt mit Benk und Aktionärsbank zwei Nachfolge-Broker für Flatex. Der Weg Flatex -> Aktionärsbank ist wird garantiert nicht ohne Neueröffnung mit neuer Legitimation funktionieren. Der Transfer Flatex -> Benk ist rechtlich einfacher, da in beiden Fällen BIW die abwickelnde Bank ist.

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    Original geschrieben von Lasse
    Danke für die Ausführlichkeit! Gibt es zu der Flatex-Schließung auch schon etwas offizielles? Diese Info (das Gerücht) höre ich jetzt bereits zum 2. Mal.


    Lies einfach die Geschäftsberichte der Flatex Holding (gerade umbenannt in FinTech Group AG), dann wird Dir klar, dass dies nicht einfach 'Gerüchte' sind.


    Wenn Du mit 'offiziell' meinst, dass es bereits eine rechtsverbindliche Aussage der FinTech Group AG gibt, von der zum 31.03.2015 bestehenden Kündigungsmöglichkeit mit ihrer Abwicklerbank BIW (mit der sie seit einigen Monaten vor Gericht prozessieren; FinTech hat BIW verklagt, BIW hat parallel FinTech verklagt, es laufen somit zwei Verfahren) auch Gebrauch zu machen, dann lautet die Antwort: Nein. Es gibt meines Wissens auch noch keine rechtsverbindlich-offizielle Aussage, dass es morgen nicht schneien wird, dennoch werde ich mir heute keine Winterreifen aufziehen ;)

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    Original geschrieben von Lasse


    Genau den Punkt stellt Lynx allerdings als äußerst positiv dar, da die nur 1x jährlich abgerechnet wird und das Geld/der Gewinn im Laufe des Jahres re-investiert werden kann (Zinseszins-Effekt, etc.) - siehe http://www.lynxbroker.de/frage…lynx-die-abgeltungssteuer


    Der Effekt ist auf das erste Jahr beschränkt. Dann wird Dein FA Dich Vorauszahlungen als 'Abgeltungssteuern auf erwartete Kapitalerträge' entrichten lassen (keine Theorie, x-fach berichtete Praxis der Finanzämter bei deutschen Anlegern, die ihr Depot bei ausländischen Brokern wie IB und den ganzen IB-Resellern wie Lynx führen).