Beiträge von Louvain

    Re: 1,6% bei Varengold


    Zitat

    Original geschrieben von clio
    http://www.varengold.de/de/


    Durch die Einlagensicherung kann man doch bei diesem recht unbekannten Anbieter, der "immerhin" 1,6% für 6 Monate garantiert, nicht so viel falsch machen, oder?


    Es gibt bei modern-banking einen recht kritischen Artikel zu Varengold. Für 1,6%-TG-Verzinsung würde ich mir das nach dem Lesen des Beitrags nicht antun.


    Zitat


    CFD-Broker Varengold: Mit 1,60% Tagesgeldzinsen an Neukunden


    Die Varengold Bank AG ist der jüngste Neuzugang auf dem Tagesgeldmarkt. Für die ersten sechs Monate nach Abschluss wird aktuell ein Sonderzins von 1,60% p. a. für Guthabenteile bis EUR 100.000 geboten. In der derzeitigen Wettbewerbslage ist das als sehr gut zu bewerten, Neukunden können sich anderswo - etwa bei der Südtiroler Sparkasse - nur 1,30% p. a. sichern. Bei der Volkswagen Bank sind es 1,40% p. a., aber für einen geringeren Betrag und für eine kürzere Zeit. Die Zinsen schreibt die Varengold Bank monatlich gut. Die Mindesteinlage beträgt EUR 2.500. Der variable Standardzins ist mit 1,00% für Guthabenteile bis EUR 100.000 angegeben. Da es noch keine Bestandskunden bei den Tagesgeldkonten gibt, dient dieser Zinssatz eher der Orientierung, welches Zinsniveau nach Ablauf der Garantiezeit zu erwarten ist. Die Varengold Bank hat den Bereich "Commercial Banking" als weiteres Geschäftsfeld aufgebaut, sie will zusätzliche Erträge aus Einlagen und Krediten erwirtschaften. Um das darin enthaltene Einlagengeschäft betreiben zu können, beantragte sie bei der BaFin eine Lizenz als Einlagekreditinstitut und erhielt diese im Juni 2013. In der nächsten Ausbaustufe sind auch Festzinsangebote geplant.


    Das 1995 gegründete Unternehmen hat seinen Sitz in Hamburg und ansonsten eine risikofreudige Kundschaft, die mit gehebelten Finanzprodukten (CFDs) und Währungen über die Plattform Varengold Bank FX spekuliert. Zudem konzipiert die Gesellschaft alternative Finanzprodukte, insbesondere Hedgefonds-Strategien. Die Varengold Bank ist somit ein Spezialist für genau die Produkte, die Tagesgeldanleger gewöhnlich meiden, weil sie komplex und hochriskant sind. Die Anbieter bzw. Kurssteller rechnen im Allgemeinen meist üppige Gewinnmargen bei solchen Geschäften ein. Der Handel mit gehebelten Produkten kommt einem Kasinobesuch gleich, bei dem tendenziell der Kasinobetreiber gewinnt. Im Antragsprozess zum Tagesgeld wird eine Erlaubnis eingeholt für Werbung über die weiteren Angebote der Varengold Bank. Die Einwilligung kann der Antragssteller zwar nachträglich widerrufen, zunächst muss er sie aber erteilen, da es sonst im Antragsprozess nicht weitergeht (Update: seit 26.3.14 ist die Einwilligung im Antrag tatsächlich optional, die Bank reagierte damit auf die Kritik bzw. das Kundenfeedback). Das ist unüblich und lässt darauf schließen, dass Varengold die Einlagenkunden zu Geschäften auf der FX-Plattform verführen will, was anstößig wäre. Ähnliches praktizierte das Wertpapierhandelshaus Driver & Bengsch bzw. das mittlerweile insolvente Nachfolgeunternehmen Accessio, den über Zinsangebote akquirierten Kunden wurden damals vehement Beteiligungen sowie Anleihen an fragwürdigen Unternehmen angepriesen. Die Aufwendungen für die etwas über dem Markt liegenden Zinsen sind vergleichsweise gering, animiert die Varengold Bank doch ansonsten zum Ausprobieren der FX-Plattform über Startkapital und einen hohen prozentualen Bonus auf die erste Einzahlung von Trading-Kapital. Die Varengold Bank ist börsennotiert, ein Großteil der Anteile befindet sich im Besitz der Gründer und heutigen Vorstände. Den Aufwendungen zum Ausbau der Geschäftstätigkeit stehen kurzfristig keine entsprechenden Erträge gegenüber. Die Investitionen belasten daher das Geschäftsergebnis deutlich. Für das Geschäftsjahr 2013 liegen bislang lediglich die Zahlen für die erste Jahreshälfte vor, der Vorsteuerverlust betrug demnach EUR 529.000, im Vorjahreszeitraum war es ein Minus von EUR 56.000. Mit einer Bilanzsumme von 11,5 Millionen Euro und 57 Mitarbeitern ist die Varengold Bank sehr klein. Den Ansturm auf das außergewöhnliche Zinsangebot wird sie vermutlich nicht lange zeitnah bedienen können. Sie ist der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) angeschlossen, Einlagen auf den Tagesgeldkonten sind dadurch bis zu einer Höhe von EUR 100.000 je Kunde gesichert.

    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Apropos Dispo: Sinnvoll bei allen Brokern wäre m.E. ein kostenloser "3-Tage-Dispo", dann aber in höherem Umfang (z.B. 5000 Euro). Denn ich habe immer das Problem, dass das angeschlossene Verrechnungs- oder Tagesgeldkonto meistens schlecht verzinst wird, ich also eigentlich kein ungenutztes Geld bei derselben Bank lagern will. Dadurch aber verliere ich wiederum die Flexibilität (es kommt durchaus ab und zu vor, dass ich plötzlich etwas kaufen will, was vorher noch nicht absehbar war und zeitlich kritisch ist).


    Einen klassischen 'Dispo', dessen Gewährung von Deiner Einkommenssituation und Schufa-Auskunft abhängt, gibt es bei den meisten Brokern nicht (Benk und Ing-DiBa sind da Ausnahmen). Üblich sind Lombardkredite, die genau das leisten, was Dir vorschwebt. Ich habe bei mehreren Brokern mit günstigen Konditionen für den WP-Handel, aber unverzinsten Verrechnungskonten (wie z.B. Flatex und Benk) , Lombardkreditrahmen eingerichtet, um die von Dir beschriebene 'Flexibilität' zu haben.

    Re: Re: Benk


    Zitat

    Original geschrieben von full moon
    Wer permanent 1000 EUR im Dispo laufen hat, hat IMO ganz andere Probleme.


    Du hast schon mitbekommen, dass es sich bei Benk um einen Wertpapierbroker handelt und dieser 'Dispo' kein klassischer Dispo auf einem Girokonto zur Bestreitung der Ausgaben der normalen Lebensführung handelt?

    Benk



    Ich haue auch 'mal ganz gern auf Banken drauf, aber diese kritische Darstellung ist schon tendenziös und schief.


    Benk ist ein relativ neuer Broker, der seit Februar auf dem Markt offen um Kunden wirbt (seit September 2013 gab es bereits eine sog. 'Family & Friends'-Phase bei dem zu diesem Zeitpunkt noch namenlosen Broker, in der man zu etwas anderen Konditionen bereits ein Depot dort eröffnen konnte, wenn man mitbekommen hatte, dass es diesen Broker gibt). Benk spricht eine tradingaffine Kundschaft an und nicht den klassischen Sparkunden. Die normalen Handelskonditionen sind schon sehr attraktiv, doch bietet Benk zusätzlich vier optional buchbare Pakete an, die bestimmte Verbesserungen des normalen P&L-Angebots bei Benk zu einem Paketpreis pro Monat (mit einer Mindestlaufzeit von einem Jahr für die Buchung eines solchen Pakets) beinhalten.


    Du beschreibst (unvollständig) das Benk-ZInspaket, dessen Leistungen mit 3,99€ pro Monat zu bezahlen sind und das gegenüber den Benk-Normalkonditionen folgende Features enthält:


    - 1.000 Euro zinsloser Dispo
    - Dispo > 1.000€ mit Kreditzinsen 4,99%p.a. statt 6.99%p.a.
    - Lombardkreditzinssatz von 4.55%p.a. statt 6.99%p.a.
    - Guthabenverzinsung von 0.2%p.a. auf dem sonst unverzinsten Verrechnungskonto (ab 2.500€ bis max. 50.000€)
    - Festgeldmöglichkeiten wie oben beschrieben


    Niemand wird wegen der Festgeldkonditionen das Zinspaket abschließen, die Senkung der Kreditzinsen und der zinslose 1.000 Euro-Dispo sind dagegen durchaus ein Argument für den Abschluss des Pakets.

    Zitat

    Original geschrieben von schnuppel
    Was ist denn bei der Commerzbank los?
    Depotübertrag mit vielen verschiedenen Fonds und für jeden Fonds knapp 5 eur Gebühr?! Was soll dieser Schwachsinn denn?


    Das Thema hatten wir hier doch nun wirklich schon oft. Alle Banken der CoBa-Gruppe (Comdirect, Commerzbank) reichen die 'fremden Gebühren', die durch Clearstream LUX in Rechnung gestellt werden, bei Depotüberträgen an den Kunden weiter. Diese Gebühren werden ncht pro Übertrag, sondern pro Wertpapierposition des Übertrags fällig. Ausländische KAG-Fonds, die über Clearstream LUX verwahrt werden, sind davon betroffen, inländische Fonds sind es nicht.

    Auch nach meiner Erinnerung ist die 50€-Netbank-Depoteröffnungsaktion ein 'Evergreen', den die Bank mehr oder weniger dauerhaft im Angebot hat. Es ist bei der Bank allerdings problematisch auf die 24 Monate Nicht-Kunde zu kommen, da es bei der Bank stets mehrerer 'Erinnerungen' bedarf, das Depot auch zu schließen. Einfach einen Depotübertrag zu einem anderen Institut zu machen und gleichzeitig den Auftrag zur Schließung des Depots nach Übertrag zu erteilen, funktioniert nicht (stellt man am nächsten Jahresanfang fest, wenn man einen 'leeren' Depotauszug postalisch erhält).

    Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    Und das führt nicht zu einem Chaos - Depotübertrag beim Sender UND beim Empfänger beauftragen?


    Zumindest nicht so, dass ich etwas davon mitbekomme.


    Wenn ich an der Aktion teilnehmen will, schicke ich das Formular an die 'Aktionsbank' und kaufe gleichzeitig (oder am nächsten Tag, wenn ich das Geld erst noch 'dahindirigieren' muss) bei DAB/DiBa die notwendigen WPs. Sind die am folgenden Tag eingebucht, übertrage ich sie online zur 'Aktionsbank' (wo mittlerweile mein Formular vorliegen sollte, auf dem ich ein Postit angebracht habe, dass ich die WPs selber online übertrage). Egal, ob die 'Aktionsbank' mein Postit beachtet oder ignoriert, die WPs treffen bei der Aktionsbank am nächsten Tag ein und ich habe die Bedingungen für die Depotübertragungsprämie erfüllt. Sollte die 'Aktionsbank' versuchen, die bereits übertragenen WPs noch einmal übertragen zu lassen, so wird sie feststellen, dass dies nicht funktioniert, doch kümmert mich das? Bei mir gemeldet/beschwert hat sich noch niemand, die Prämie wurde bislang stets - ohne weiteres Nachhaken - gebucht.

    Zitat

    Original geschrieben von mulda
    Ich habe aber keine Wertpapiere, muss daher künstlich aufbauen. Das lohnt sich bei Aktionen wie von CC (1% Prämie) oder der Coba. Wenn die Papiere im schlechtesten Fall 4 Wochen unterwegs sind, entgehen mir bei angenommenen 3% p.a. 123 EUR - 377 EUR Gewinn also. Meine Erfahrungswerte für Kauf, Übertrag und Verkauf liegen bei 2-3 Wochen.


    Wer aktionsbedingt WPs kauft, überträgt und wieder verkauft, muss die Zeitspanne der Liquiditätsbindung in niedrig rentierenden WPs so kurz wie möglich halten und sollte sich aus diesem Grund ein Depot bei DAB oder Ing-DiBa zulegen, da diese beiden Banken meines Wissens nach die einzigen sind, bei denen man die Depotüberträge selbst online in Auftrag geben kann. Ein solcher Übertrag dauert nur einen Tag (einmal klappte es sogar innerhalb eines Tages: morgens bei der DiBa in Auftrag gegeben, waren die Papiere am Nachmittag bereits bei CC eingebucht). Mit einem solchen Vorgehen (natürlich muss man dennoch die Formulare für den Depotübertrag offline an die Bank schicken, die die Aktion ausgelobt hat, damit das Tracking für die Aktion funktioniert) kann man die Zeitspanne der LIquiditätsbindung minimieren.


    P.S.: Auch ich kaufe bei manchen Depotübertragungsaktionen speziell Wertpapiere aus Aktionsgründen (bei allen Fondsaktionen von CC und Comdirect, da ich sonst keine Fonds zu Investitionszwecken verwende) und nutze dann diese Vorgehensweise.

    Re: Re: Wüstenrot - Depotübertragungsaktion


    Zitat

    Original geschrieben von lola13
    Also sollte einem Verkauf vor Gewährung der Prämie nichts im Wege stehen und kostenfreie Geldmarktfonds sollten genügen. Wie seht Ihr das?
    Ich habe es mit 25 k durchgerechnet, da lohnt es sich nur, wenn man gleich wieder verkaufen kann, rechnet man die Gebühren und den Zinsausfall.


    Weder die Wüstenrot-Aktion (noch die NIBC-Aktion, zu der ich im Schwesterthread eine entsprechende Antwort auf Dein Posting hätte schreiben können, es mit aber spare) schränken die Art der Wertpapiere, die bei der Depotübertragung prämiert werden, auf eine spezielle Gattung ein. Warum sollte ich also eigens für die Teilnahme an der Aktion wenig bis gar nicht rentierende Geldmarktfonds ohne AA speziell erwerben, übertragen und dann wieder sofort verkaufen? Das macht in meinen Augen keinen Sinn. Bei diesen Aktionen kann man ohnehin in einem Depot verwahrte Aktien, Anleihen, Zertifikate (oder was immer der Depotinhaber zur sinnvollen Vermögensbildung sich ins Depot gepackt hat) übertragen und erfüllt damit die Prämienbedingungen. Vielleicht sollte man mit Wertpapierbeständen aus der Vor-Abgeltungssteuerzeit zurückhaltend sein, wenn man große Befürchtungen hat, dass die Bank Fehler bei der Übetragung der Einstandsdaten produziert (bei mir trotz zahlreicher Depotübertäge noch in keinem Fall vorgekommen), doch das ist die einzige Einschränkung, die ich nachvollziehen kann.

    Wüstenrot - Depotübertragungsaktion


    Da aktuell ein extremer Mangel an Depotübertragungsaktionen existiert, hat sich Wüstenrot überlegt, eine solch innovative Marketingidee in die Praxis umzusetzen. So bewirbt Wüstenrot eine Aktion, bei der man für einen Depotübertrag bis zum 30.05. 50 bzw. 100 Euro erhält. Der Sternchentext:


    Gilt nur für Depotüberträge von einer Fremdbank zur Wüstenrot Bank. Jeder Kunde ist prämienberechtigt. Die Höhe der Gutschrift richtet sich nach dem Wert des übertragenen Depots bei Eingang der Depotwerte. Ab 5.000 EUR Depotwert beträgt die Prämie 50 EUR, ab 25.000 EUR beträgt die Prämie 100 EUR. Die Gutschrift erfolgt innerhalb von 6 Wochen nach erfolgten Depotübertrag auf dem Verrechnungskonto des Top Depot direct.