Beiträge von Louvain

    Re: Zwischengewinne


    Zitat

    Original geschrieben von robbierob
    Ich hätte eine Frage zu Zwischengewinnen von Fonds und hoffe, dass es nicht allzu themenfremd ist. Ich hatte jetzt bei der Aktion "Alle Fonds zu Cortal Consors" mitgemacht und den hier besprochenen LBBW Rentenkurzläufer genutzt. Jetzt habe ich die Anteile (700 Stück) verkauft und muss auf den Zwischengewinn in Höhe von ca. 250 Euro entsprechend Steuern zahlen. Da blieb vom realen Gewinn nicht mehr viel übrig (ca. 20 Euro). Über die Steuererklärung (negative Einnahmen) kann man sich das Geld doch wiederholen, oder?


    Ich möchte auch noch die Depot-Aktion bei der Targobank in den nächsten Tagen angehen. Gibt es vielleicht auch andere Fonds oder sonstwas, die keine Zwischengewinnne haben, bei denen keine Gebühren anfallen und die zudem schwankungsarm sind? ETFs zum Beispiel?


    Besteuerung von Fonds bei Kauf und Verkauf ist leider etwas komplizierter als bei anderen Wertpapieren wie Aktien, Zertifikaten etc.. Jeder Fonds einer KAG muss tagesaktuell einen 'Zwischengewinn' ausweisen, der die im Kurs enthaltenen Fondserträge seit der letzten Ausschüttung beinhaltet. Es kommt nun beim Kauf des Fonds zu einer steuerlichen Gutschrift auf den gesamten Zwischengewinn zum Kaufzeitpunkt. Beim Verkauf des Fonds wird dagegen auf den gesamten Zwischengewinn zum Verkaufszeitpunkt Abgeltungssteuer erhoben. Wenn Kauf und Verkauf bei derselben Bank erfolgen, wird die steuerliche Gutschrift beim Kauf mit der Besteuerung beim Verkauf "verrechnet". Wenn Kauf und Verkauf bei verschiedenen Banken erfolgen, so funktioniert das "Verrechnen" nur, wenn nicht nur der Fonds von Bank A zu Bank B übertragen wurde, sondern auch die steuerlichen Verrechnungstöpfe (was aber nur geht, wenn man beim Depotübertrag das Depot bei Bank A schließt und explizit die Übertragung der Verrechnungstöpfe 'anfordert').


    Klar?


    Zitat

    Original geschrieben von robbierob
    Ich möchte auch noch die Depot-Aktion bei der Targobank in den nächsten Tagen angehen. Gibt es vielleicht auch andere Fonds oder sonstwas, die keine Zwischengewinnne haben, bei denen keine Gebühren anfallen und die zudem schwankungsarm sind? ETFs zum Beispiel?


    Nur Fonds von KAG haben dieses "Zwischengewinnproblem", andere Wertpapiere nicht. Bei Anleihen hast Du allerdings ein ganz ähnliches Problem durch die beim Kauf zu entrichtenden 'Stückzinsen'.


    Für die Targobank-Aktion kannst Du beliebige Wertpapiere übertragen lassen.

    Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    Ja an die Poker- oder Wettseiten dachte ich auch schon, hatte mir dann aber genau das überlegt, was Du schreibst: Die werden nicht zulassen, dass man dauerhaft einfach ein- und auszahlt ohne zu wetten. Schon wegen der Gefahr der Geldwäsche und so.


    Wobei noch erschwerend hinzu kommt, dass bei etlichen KKs Abbuchungen von Poker/Casion/Wettbetreiberfirmen nicht mehr als cashbackfähiger KK-Umsatz gewertet werden, sondern wie 'Barverfügungen' aus dem KK-Umsatz heraus gerechnet werden. Die Vorgehensweise scheint (zu) intensiv (aus)genutzt worden zu sein.

    Zitat

    Original geschrieben von sparfux
    ja die VW-Bank habe ich auch mitgenommen - insgesamt 224€. Danke! Aber warum haben die Dich denn gesperrt? Doch sicher nicht wegen des Tipps. Darum geht es ja gerade hier in den beiden Banken-Threads.


    Sollten wir vielleicht nicht aufwärmen. Du bist ja nicht immer so konstant hier wie aktuell. Da gab es im vergangenen Jahr ein richtiges Katz-und-Maus-Spiel über das sich weitere Nachfragen besser per PN an den Betroffenen anböten ;)

    Zitat

    Original geschrieben von DarioM
    ... solltet ihr aber nicht versuchen zu tricksen.


    Manche Banken reagieren allergisch auf vermeintliche Tricksereien, die überhaupt keine sind. Ich hatte in der Vergangenheit schon einige Mal Ärger mit Banken und wusste erst gar nicht, was die von mir wollten. Neulich bin ich nur zufällig einer Verdachtsanzeige auf Geldwäsche entronnen, weil ich mich selber bei der Bank gemeldet hatte und dadurch davon erfuhr, dass die Bank eine Verdachtsmeldung machen wollte.


    Wenn die Bank die Verpflichtungen nach den seit dem letzten Jahr gültigen Bestimmungen zur Optimierung der Geldwäscheprävention ernst nimmt, dann befinden sich die meisten hier auf einem schmalen Grat und dürften sich - wie ich - oft an der Schwelle zur Abgabe einer Verdachtsmeldung befinden.


    P.S.: Mein Antwort bezieht sich jetzt nicht auf Paypal, sondern ganz 'normale' Banken. Ich habe mir nur als Anknüpfungspunkt die obige Aussage herausgegriffen.

    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975
    Nun ja, welche Valutierung der Betrag dann haben wird, ist ja noch eine ganz andere Frage... Das teile ich hier natürlich auch mit.


    Die Valutierung ist die (einzig) entscheidende Frage, denn genau das wird durch die gesetzgeberische Vorgabe geregelt. Wann Dir eine Buchung 'angezeigt' wird, ist zweitrangig.


    Ich habe den Fall 'mal mit der Onvista-Bank 'durchexerziert'. Die Bank hat eine grottige Zahlungsverkehrsabwicklung (Annahmeschluss für taggleich auszuführende Überweisungen ist dort z.B. 11.00 Uhr). Eingehende Überweisungen auf das Onvista-Verrechnungskonto werden *nie* am nächsten Tag dort gebucht, sondern immer am übernächsten (Bankarbeits-)Tag, was ziemlich nervig ist, wenn man dort Geld hinüberweist, um es zum WP-Kauf zu verwenden. Als ich der Onvista Bank dann systematischen Verstoß gegen die gesetzgeberischen Vorgaben vorwarf, wurde ich entsprechend belehrt, dass allein die Valutastellung entscheidend sei, ich dürfte mich gern bei der Bafin beschweren. Die Onvista datiert die Valutastellung auch artig immer einen Tag zurück.


    Der ganze Aufstand hat dennoch etwas erbracht: Seitdem weiß ich, dass man telefonisch am Tag nach der Überweisungsaufgabe bei der Onvista-Kundenbetreuung anrufen kann und die 'Freischaltung' des Überweisungseingangs beauftragen kann, dann steht einem der Betrag ein paar Minuten später für Handelsaktivitäten zur Verfügung (ist zwar mühsam und einer 'Online-Bank' unwürdig, aber da ich das auch nicht jeden Tag brauche, kann man sich damit arrangieren).

    mTAN bei der Targobank


    Auch ich habe 'mal eine Frage zur Targobank:


    Die Bank bietet mittlerweile ja auch das mTAN-System ("bis auf weiteres kostenfrei") an. Wird durch die mTAN-Aktivierung die iTAN-Karte deaktiviert (wie HVB) oder kann man beide Systeme parallel nutzen?


    P.S.: Das Lesen der Infos auf der Webseite hat mich da jetzt auch nicht schlauer gemacht....

    Zitat

    Original geschrieben von BartS1975


    Nun, da meistens aber vormittags gebucht wird, sind es mittlerweile schon fast zwei Tage Verspätung.


    Targo hat mehrere Buchungsläufe pro Tag (nicht nur vormittags). In der Targobuchungsübersicht gibt es - anders als bei CC - nur eine Datumsspalte. Falls jedoch an einem anderen Tag valutiert als gebucht wird, so ist dies am Ende des jeweiligen Buchungstextes mit "Wertstellung xx.xx.20xx" kenntlich gemacht (ansonsten ist Valutatag = Datum der Datumsspalte).


    Eintägige Verzögerungen hatte ich schon bei allen möglichen Banken, ich konnte da bislang kein System erkennen.


    Bei größeren Beträgen gibt es tatsächlich bei manchen Banken 'manuelle Prüfungen', so dass solche Buchungen zunächst nicht automatisch verarbeitet werden, sondern auf einer Liste landen, die manuell bearbeitet wird. Banken begründen dies mit ihrer Sorgfaltspflicht im Rahmen der Maßnahmen zur Geldwäscheprävention. Was ein 'größerer Betrag' bedeutet, ist zwischen den Banken unterschiedlich.


    Konkretes Beispiel:
    Bei der biw-bank (abwickelnde Bank von Flatex) ist diese Grenze beispielsweise 100.000 Euro. Weist man einen höheren Betrag zur Überweisung auf sein Referenzkonto an, so kann man sicher sein, dass der am nächsten Tag nicht ankommt. Splittet man den Betrag in Häppchen < 100k, so kommen alle Überweisungen am nächsten Tag. Manche Banken kumulieren jedoch auch pro Konto, so dass das Splitten nichts bringt.

    Bart


    Schau 'mal in Deinem CC-Account nach. Da Du nach CC-Annahmeschluss die Überweisung aufgegeben hast, bucht CC zwar sofort, leitet aber erst am nächsten Bankarbeitstag (Mo) weiter. Du siehest dies bei CC direkt daran, dass sich die Angaben der Daten bei "Buchung" (linke Spalte) und "Valuta" (rechte Spalte) unterscheiden. Wenn Du vom TG-KOnto bei CC überwiesen hast, so gab es wenigstens über's Wochenende noch Zinsen ;)


    Dennoch hätte die Überweisung gestern bei der Targobank gebucht werden müssen. Verzögerungen von einem Tag (i.d.R. mit rückdatierter Valuta am Folgetag gebucht) gibt es immer 'mal wieder und sind kein Grund für besondere Besorgnis.


    Bei der Überprüfung der Überweisungsverkehrs auf Deinen Konten bringt es nichts, jetzt noch die letzten Jahre durchzugehen. Wenn Du nach dem meist quartalsweise erfolgenden Kontoabschluss nicht innerhalb der Widerspruchsfrist (6 Wochen) Einwände gegen die Richtigkeit des Kontoabschluss erhebst, so erkennst Du die Richtigkeit an und kannst etwaige Ansprüche nur noch gerichtlich durchsetzen, die Bank wird sich mit Deinem Einwand nicht mehr auseinandersetzen. Es reicht also, wenn Du Dir die Buchungen dieses Jahres anschaust ;)

    Re: ING-DiBa


    Zitat

    Original geschrieben von ferris.b
    "Aktion
    10 Euro Gutschrift sichern: Eröffnen Sie bis zum 01.05.2013 Ihren ersten Extra-Konto Sparplan und wir bedanken uns mit einer Gutschrift!


    Teilnahmebedingungen
    Für den ersten Extra-Konto Sparplan, den Sie bis zum 01.05.2013 mit einer monatlichen Sparrate von mindestens 200 Euro eröffnen, bedanken wir uns am 15.07.2013 mit 10 Euro Gutschrift – vorausgesetzt, der Sparplan besteht weiterhin und es wurden mindestens zwei Sparraten gezahlt."


    Quelle: https://www.ing-diba.de/sparen/tagesgeld/sparplan/


    Bei der letzten derartigen Aktion Ende Oktober 2012 betrug die geforderte Sparrate noch 100 Euro, oder?

    Mann, das war ja jetzt fast eine Lebensbeichte ;)


    Jeder von uns hat andere Kriterien, nach denen er Banken in die Kategorien 'unverzichtbar', 'mittelprächtig', 'nur bei guten Angeboten denkbar', 'nochmalige Kontoeröffnung nur unter Ausübung physischer Gewalt vorstellbar' einordnet. Wir nutzen Banken unterschiedlich und jeder legt auf andere Aspekte besonderen Wert. Zudem gibt es dann noch die 'emotionale Komponente', die uns unterschiedliche Banken als 'sympathisch' oder 'unsympathisch' empfinden lässt.


    Beispiele:


    (1)
    Die Citi-/Targobank scheint für viele der Prototyp der 'unsympathischen Bank' zu sein. Ich habe das nie so gesehen (vielleicht weil ich nie einen Kredit dort aufgenommen oder irgendwelche 'Beratungsgespräche' in der Filiale geführt habe). Ich habe dort vor > 15 Jahren ein Girokonto eröffnet, um günstig an Bargeld bei beruflichen Reisen nach Japan und in die USA zu kommen. In den Zeiten vor DKB und Co. war eine günstige Bargeldversorgung im Ausland ein echtes Problem und die Citibank bot die Möglichkeit, bei jeder Filiale weltweit an Geld zu kommen (mit fairem FX-Kurs). In meiner britischen Phase war zudem die Überweisungsmöglichkeit zwischen britischem und deutschem Citikonto ebenfalls ideal, um Gebühren für Auslandsüberweisungen zu sparen, da die Citibanken untereinander kostenfreie Überweisungen anboten. Für die damalige Zeit war die Bank eine gute Wahl bei meinen - sicherlich sehr speziellen - Anforderungen. Dann kam die Phase der 9,99 € Flat Fee für jede Online-Wertpapierorder bei der Citibank (unabhängig von der Ordergröße), ein geniales Angebot für mich, da ich zuvor bei CC oder Comdirect stets 69 bzw 59€ pro Order zahlte und so einiges Geld sparen konnte. Mittlerweile sieht dies in den Targozeiten alles etwas anders aus und auch mein Nutzungsverhalten hat sich geändert (ich bin kaum noch auf Reisen), so dass die Targobank mittlerweile nicht mehr zur Kategorie 'unverzichtbar' für mich gehört, doch erinnere ich mich gern an die "gute alte Zeit", in der mir mein Citi-Konto viel Geld gespart hat.


    (2)
    Genau entgegengesetzt ist meine Einschätzung der Postbank, die sich hier - wie ich immer wieder erstaunt feststelle - hoher Beliebtheit erfreut. Ich habe keine Ahnung warum. Ich nutze die Postbank nur aus Prämiengründen bei den 500€- Depotübertragsaktionen. Das Broking ist übel, die Wertpapierabwicklung hat Optimierungspotenzial. Das Banking ist nichts Besonderes (der frühe Annahmeschluss für Überweisungen ist nervig), ständig muss die EC-Karte wegen Leseproblemen ausgetauscht werden (obwohl sie konsequent in einer Plastikschutzhülle aufbewahrt wird, passiert mir bei keiner anderen EC-Karte), die Warterei in den Schlangen meiner Postfiliale ist auch nix für mich (Einzahlungsautomaten kennt die Bank nicht). Ich habe keine Ahnung, warum die Postbank hier immer so gelobt wird, ich mag sie nicht.