-
In Großstädten wird natürlich flächendeckend LTE gebaut, weil es sich da am meisten rentiert von der Anzahl der Kunden pro Standort. Überall sonst kommt LTE bisher nur, wo es billig machbar ist. Bei mittleren Städten muss in der Regel auch erst mal die ganze kaskadierte Richtfunkstruktur beseitigt und Glasfaser verlegt werden. Das kostet.
Schön zu sehen in Baden-Württemberg: Die Städte unten im Remstal und im Filstal haben nur (häufig überlastetes) 3G, während die kleinen Dörfer auf den Anhöhen drumherum 4G + 3G haben. Dort oben versorgt man zwar nur ein paar Hansel, aber man sammelt billig dank Richtfunk-Direktlink (notfalls über 40 Kilometer
) seine Prozente für die Flächendeckung.
-
Ja, der Abriss war sicher schon seit Jahren geplant. Bis Sommer 2017 soll dort ein Neubau entstehen. Das erklärt auch, warum die Telekom damals im Zuge des LTE-Ausbaus von der VR-Bank auf das Gebäude Stuttgarter Straße 6 gewechselt ist. Nur Vodafone hat seither gepennt.
Jetzt können sie zusehen, wie dort die Kunden abwandern. Die tolle Imagekampagne ist für die Betroffenen doch der reinste Hohn. Mit den Angestellten des edlen Vodafone-Ladens in der Fußgängerzone möchte ich auch nicht tauschen wollen.
-
In Aalen wurde die letzten Tage die VR-Bank abgerissen. Auf dem Gebäude hatte Vodafone seine Antennen. Jetzt gibts im Zentrum einer 67.000-Einwohner-Stadt nur noch GPRS. :mad: :flop:
Aber die 50 fahrbaren Antennenträger sind wahrscheinlich alle schon im Einsatz... 
-
Zitat
Original geschrieben von sailing2capeside
Aber eigentlich kann ich über die Zuverlässigkeit (da wo Netz ist) absolut nicht meckern: In diesem Jahr musste ich mich nur ein mal für wenige Stunden auf 3G beschränken.
In den Zentren der Großstädte sind solche Experimente zum Glück kaum möglich. Was Stuttgart angeht, kann ich auch nur sagen: top! :top: Zahlreiche neue Standorte und die ersten Tunnels wurden auch schon mit LTE nachgerüstet. Seit ein paar Tagen versorgt Vodafone als einziger Anbieter die Ruhbank ordentlich. Die Antennen an einem Laternenmast, ringsherum Wald. Da müssen die per Glasfaser anbinden. 
Ändert aber nichts an den geschilderten Quick and Dirty-Lösungen auf dem Land. Auf der Schwäbischen Alb und im Schwarzwald, wo einige Dörfer gar keine Alternative zu LTE haben und bei Ausfall nicht mal eben die Node 500 Meter weiter übernehmen kann, sind die leider an der Tagesordnung.
Zitat
Original geschrieben von flamesoldier
ich kenne einige LTE800 Ausbauhinweise bei Vodafone, in Stuttgart an meiner Uni (obwohl der Sender direkt neben der Uni bereits 800+2600 hat...)
Meinst du Hohenheim? Da stimmt eh was mit der Karte nicht. Dort läuft schon ewig 800+2600, aber die Indoor-Karte zeigt rund um den Sender so gut wie keine Abdeckung. Man könnte fast meinen, das sei die reale Versorgungssituation der Telekom, die sich in Hohenheim/Plieningen ziemlich blamiert.
-
Zitat
Original geschrieben von sailing2capeside
Dort sind wohl Bäume in den Richtfunk gewachsen. Dort muss umgeplant werden.
Das ist leider kein Einzelfall, sondern mittlerweile echt ein großes Problem. Kenne selbst einen Standort, wo im Zuge der LTE-Aufrüstung die Richtfunkanbindung umgestellt wurde und es nun immer wieder zu kurzen Ausfällen kommt. Wenn ich mir das Höhenprofil anschaue, wird auch klar warum: Da werden 40 Kilometer haarscharf an den Baumwipfeln entlang überbrückt. Das beste ist aber: An dem Standort liegen schon seit Ewigkeiten Glasfasern von der Telekom und einem EVU. Aber es wird eben auf Teufel komm raus versucht, per Richtfunk anzubinden.
Wenn das so weitergeht, löst Vodafone bald O2 als neues Schönwetternetz ab...
-
5-6 Mbit/s?!? Da seh ich echt kein akuten Handlungsbedarf. Dafür gibt es noch viel zu viele Orte mit GPRS, EDGE oder dauerhaften UMTS-Datenraten von unter 1 Mbit/s. Gerade auch in Ballungsräumen gibt es jede Gemeinden und Kleinstädte, wo mobiles Internet eine einzige Gedultsprobe ist.
Das sind die Brennpunkte, an denen zügig was passieren sollte, wenn man weiteren Kundenverlust vermeiden will. Mit 3 Mbit/s wären über 90% der Betroffenen schon glücklich und kämen gar nicht auf die Idee, das Netz zu wechseln.
-
Zitat
Original geschrieben von edamer
Vielleicht werden ja die 4 Milliarden nicht richtig eingesetzt. Oder vielleicht ist das ja zu wenig Geld, um das Netz auf Vordermann zu bringen. Fragen über Fragen.
Durch den Zickzack-Kurs, den Vodafone seit Jahren fährt, wurde auf jeden Fall eine Menge Geld sinnlos verbraten. Den anfänglichen LTE-Ausbau auf dem Land wollte man möglichst billig haben und hat einfach neue LTE-Hardware neben die veralteten GPRS-Kisten gebaut. Kurz darauf dann die längst überfällige Entscheidung, das Netz komplett zu modernisieren und auf Single-RAN umzustellen. Somit mussten unzählige Standorte nach drei Jahren erneut umgebaut werden. Im Jahr 2013 wurden noch neue Standorte nur mit GSM/UMTS gebaut. Da können überall nochmal die Bautrupps anrücken. 2018 oder so.
Aber es ist ja leider auch für jeden Kunden offensichtlich, wie planlos das Unternehmen agiert. Erst die großspurig angekündigte flächendeckende LTE-Abdeckung bis Ende 2015, während jetzt auf einmal nur noch von 90% der Haushalte bis Sommer 2016 die Rede ist. Naja, mit etwas gutem Willen vielleicht, wenn 10% ihr Smartphone aus dem Dachfenster halten...
-
Zitat
Original geschrieben von flamesoldier
Ich glaub da verdrehst du was? Aktuell beispielsweise bei mir im S4 unter Android 5.0.1:
RSRP Signal: -93 dB
RSSI Signal: -66 dB
deiner Denkweise nach müsste die Balkenanzahl dann ja ständig bei voll sein...
Wie kommst du darauf? Wenn bei LTE die gleiche RSSI-basierte Zuordnung von dBm-Wertebereich zu Balkenanzahl angewandt wird wie bei GSM und UMTS, bedeutet das, dass bei einem RSRP von -93 dBm nur 2 oder 3 Balken angezeigt werden, obwohl das ein ganz guter Pegel ist und eigentlich mit 4 von 4 Balken dargestellt werden sollte.
-
Problem ist, dass die FSE den gelieferten Pegel als RSSI interpretiert, wie bei GSM und UMTS üblich. Bei LTE ist aber RSRP der Maßstab. Das macht einen Unterschied von 20 dB, daher die zu schlechte Balkenanzeige. Ist auch bei einigen LTE-Phones bis Android 4.3 der Fall.
-
Schon klar, aber in Grenznähe oder wenn man in ein paar Monaten mal ganz sorglos ins Ausland fahren sollte, wäre es schon besser, gezielt nur National Roaming freigeben zu können.