Richtig, und das sind eben auch keine 24 Monatspreise sondern dauerhafte Preise und das wollen viele Kunden selbst wenn sie dann den monatlich kündbaren Tarif nehmen und 6 Monate später bei einer Drillisch Aktion auf einen Tarif mit mehr Volumen wechseln.
Man merkt aber auch, dass Drillisch versucht den ARPU zu steigern indem z.b. schon länger keine kleinen Pakete im Bereich 2-3€ mehr angeboten werden aber dafür immer häufiger wechselnde Aktionen für 6-13€.
Am Ende wird 1&1 (hoffentlich) gut genug wissen, welche Zahlungsbereitschaft im Markt von welchen Kundengruppen da ist und mit welchem Angebot man die erreicht. Ich habe ganz ehrlich keine Ahnung von dem speziellen Geschäft, deshalb nur als Ideen:
Offenbar sinkt der ARPU der "Etablierten" seit Jahren. Das wird man nicht forcieren wollen, wenn auf der Produktionsseite hohe Investitionen getätigt wurden und man anschließend deutlich mehr Kapazität hat, die man für 0 € Grenzkosten in den Markt werfen kann. In einem beschränkten Markt würde ich erwarten, dass man bei gleich bleibenden/eher steigenden Preisen mehr Leistung (= Datenvolumen) drauflegt. So bleibt der Umsatz gleich, Grenzkosten sind gegen null, alles gut. Alternativ schaut man, sich über Innovationen vom Wettbewerb abzusetzen, ohne die Preise auf breiter Front kaputtzumachen, wie seinerzeit VIAG mit der Homezone.
19,90 € für ungedrosseltes 5G, wie von Henning eingeworfen, würde halt den maximalen Umsatz pro Kunde (ohne evtl. Zusatzgeschäfte!) hart auf 16,70 € netto/Monat deckeln. Das liegt deutlich über dem durchschnittlichen ARPU der Konkurrenz, die aber auch Mio. M2M-, Schubladen- und andere Niedrigumsatzkarten in der Kartei hat. Wenn man es schafft, deren Umsatzbringer abzuziehen, könnte sich das rechnen. Natürlich steht dahinter aber mehr als der pure Preis, und da beginnt's schwierig zu werden mit einem Kampfpreis allein. Zu besteht die Gefahr, dass die Etablierten im Gegenzug in den Segmenten, in denen 1&1 im Bestand stark ist, deutlich heftiger in den Wettbewerb gehen, mithin letztlich die ARPUs dort unter Druck geraten. Das möchte man ja auch nicht, wenn man gerade ein paar Milliarden investiert hat, deren Kapitaldienst bezahlt werden will.
Soweit das Wort zum Sonntag.