Beiträge von oleR

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    Mit nur noch 2,05 Mrd. EUR Marktkapitalisierung wäre 1&1 ein Ziel für Übernahmen.


    Dir ist schon klar, dass man für eine Übernahme verkaufswillige Eigentümer braucht?


    1&1 gehört zu knapp 80 % der United Internet.

    Bei der United Internet hält Ralph Dommermuth 51 % der Aktien


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    Wenn er es hinbiegen könnte das Drillisch dann zu VirginMobile wird, in den Grossstädten eigenes 5G Netz aufbaut, aber via MOCN grosse Teile des Vodafone Netzes mitnutzen könnte, wäre das schon ein Knaller.


    Warum sollte man das tun?

    Die 1&1 hat einen National-Roaming-Vertrag mit TEF.

    1&1 hat als Lizenzauflage die Versorgung von 50 % der Bevölkerung bis 2030. In den Großstädten leben nur 30 %.

    Das Problem ist halt, dass Drillisch 1,07 Milliarden auf den Tisch gelegt hat und die Nutzung der Frequenzen nur bis 2040 möglich ist. Wenn man jetzt ewig braucht, um ein Netz aufzubauen und den ersten Euro zu verdienen, dann rutsch die ganze Kalkulation mit jedem Tag Verzögerung immer tiefer in die roten Zahlen. Denn 2040 rückt näher - und dann sind die Frequenzen nichts mehr wert.


    Die 1,07 Milliarden € schreibst du über die Nutzungsdauer ab. Über die Nutzungsdauer linear verteilt verliert die Lizenz bilanziell um die 60 Millionen €/Jahr an Wert. Kapitalkosten bei 3 % p.A. Zins sind 30 Mio. EUR. Das ist alles nicht so teuer, dass man sich ein Jahr Verzögerung deswegen nicht leisten könnte. Lass ein Jahr "Lizenz" 100 Mio. EUR kosten, denen jetzt für 2022 ca. 0 EUR und für 2023 absehbar auch nicht wahnsinnig viel mehr Ertrag entgegen stehen. Ist nicht geil, kann sich die 1&1 aber sicherlich leisten.


    Musst ja auch sehen, was noch nicht ausgegeben wurde: Miete für Standorte, Anschaffung der Technik, Aufbaukosten, Akquisekosten, etc..


    Dumm wäre nur, wenn du dich entscheidest, das Abenteuer abzubrechen und die Lizenz nicht mehr genutzt werden kann. Dann müsstest du vermutlich den Restwert sofort voll abschreiben, was nicht gut aussieht.

    Wilhelm Tel hat schon super Konditionen, die mir bisher nicht bekannt waren, da es die Firma in Thüringen nicht gibt. Und auch bei meinem Kumpel in Nürnberg nicht. Die bieten sogar 10 MBit/s für 19.90€ an.


    Ne, die Wilhelm.tel gibt's nur in der Metropolregion Hamburg. Übrigens, wenn 10 MBit/s schon reichen - teilweise gibt's n Mini-Anschluss sogar gratis bzw. im (Zwangs-)Kabelentgelt enthalten. Mein Vermieter (Baugenossenschaft mit einigen tausend Wohneinheiten) hat mit der Willy.tel einen Kabel-Sammelvertrag. Jeder Mieter kann einen 4-Mbit/s-Anschluss inkl. Fritzbox gratis bekommen. Für den Kabelanschluss zahlen wir 2,88 EUR/Monat und Wohnung über die NK.


    Bei VF KDG gibt's doch sonst auch n Discount-Angebot: https://eazy.de/home


    19 €/Monat für 20 MBit/s inkl. WLAN-Router.


    Ich würde vermuten, dass in Großstädten ein Großteil der Haushalte Breitband-Anschlüsse für unter 25 €/Monat bekommen kann.

    Leute die Telekom-Tarife starten offiziell bei 34,95 € für den S mit 16 Mbit

    24,95 €/Monat (https://www.telekom.de/zuhause…net/magenta-zuhause-start) (exkl. AG, exkl. Router).


    "Es spricht alles dafür, dass das Netz derzeit nicht wirklich aufgebaut wird, weil es massive technische Probleme gibt."


    Jedenfalls liegt's kaum an fehlenden Standorten, wenn sie insgesamt nur die kolportierten 4 Stück in Betrieb haben. 1&1 dürfte im Konzern ja wohl mehr potentielle Standorte auf eigenen Liegenschaften haben als die paar Sites. Oder zumindest einen guten Draht zum Eigentümer der Immobilie, die sie für Büros, Rechenzentren,... angemietet haben. Und das ist noch ohne 1 Minute externe Akquise.

    Ein Angebot für 19,99€ zieht die ganzen Sparfüchse an, dann ist das Netz schnell überlastet. Ein Freund hat jetzt einen junge Leute Tarif von der Telekom mit Rabatten und Auszahlung von CHECK24 kommt er auf 22€ je Monat, das ist für DSL (100 Mbit) schon sehr günstig. Zum Bedauern der Telekom gibt's keine automatische VVL um 12 Monate mehr, so dass die Möglichkeit nicht mehr so stark besteht den Kunden dann zum entsprechenden "Normalpreis" zu versorgen.


    Was ich sagen wollte, DSL gibt's in der Regel nicht unter 25€ je Monat und wenn dann an Volumen limitiert.


    Wir reden von Großstädten, oder?


    Allein in Hamburg hängen mehrere hunderttausend Wohnungen bei Wilhelm.tel/Willy.tel. In der Regel VDSL, teilweise DOCSIS, Migration zu FTTH läuft aber auf Hochtouren.


    Bei Wilhelm.tel bekommst du für 24,90 €/Monat einen 100 Mbit down/40 Mbit Up Anschluss ohne Drossel.

    Für 29,90 €/Monat gibt's 250/50 MBit/s.

    Und für 49,90 €/Monat 1 GBit/s down und 250 Mbit/s up.


    https://www.wilhelm-tel.de/festnetz-und-internet


    Keine Anschlussgebühr, jederzeit mit Monatsfrist kündbar. Telefonie dabei. Der Router (Fritzbox) ist als Leihgerät inklusive.


    1&1 bietet dir 500 Mbit/s in allen Tarifen,

    nimmt aber inkl. "Home Server" als Endgerät schon für die 50 GB/Monat 28,60 €/Monat im Schnitt über 24 Monate.

    Mit dem ernsthaften 250-GB-Tarif sind's 48,60 €/Monat (inkl. Endgerät, Schnitt über 24 M).


    Welcher "Sparfuchs" sollte sich sowas gönnen, wenn ein echter 1-GBit/s-Glasfaser-Anschluss ohne Drossel nur 1 €/Monat mehr kostet?

    So wenige Kunden zu haben das der Durchschnittserlös nicht aussagekräftig ist, ist eben die Trick um Investoren die nicht mit dem deutschen Markt vertraut sind zu "blenden".


    Ich habe kurz geschaut, wie viele potentielle Kunden die 1&1 überhaupt gewinnen kann mit ihrem Angebot. Bei https://atlas.zensus2011.de/ kann man sich (mit etwas Ungenauigkeit wegen 11 Jahre alter Zahlen und Umrechnung von Raster) anzeigen lassen, wie viele Einwohner im Umkreis von x Metern um einen beliebigen Standort gemeldet waren. Das ist ein Angebot der Statistischen Ämter.


    Dann habe ich mir diese 3 Standorte, die laufen sollen, von Cellmapper genommen und anhand der Zensus-Daten geschaut, wie viele Einwohner bei angenommenen 500 m Versorgungsradius (für n78 m.E. sinnvoll) potentiell erreicht werden könnten:


    Karlsruhe: 1.100 Einwohner

    Frankfurt, Mainzer Landstr.: 4.500 Einwohner

    Frankfurt, Ostendstr.: 9.100 Einwohner


    Macht in Summe 14.700 Einwohner im Versorgungsgebiet (500 m Radius) der drei laufenden und vermarkteten Stationen (laut Teltarif). Bei üblichen 2 Einwohner/Haushalt in Großstädten als Schnitt hat das Angebot etwa 7.400 potentielle Kunden unter der Annahme, dass ein Haushalt nur einen Breitband-Fixed-Anschluss braucht.


    Das sind aber mit den Innenstädten von Großstädten drei Gebiete, in denen es einen Nahezu-Vollausbau mit schnellen Breitbandanschlüssen per Festnetz geben dürfte. Preislich ist 1&1 mit ~ 41 €/Monat (im Schnitt über 24 Monate) für einen Breitbandanschluss mit Drosselung im Bereich des durchschnittlichen Verbrauchs eines Breitbandanschlusses m.E. wenig attraktiv.


    Mithin: Wo sollen da mehr als eine geringe Zahl Kunden herkommen?


    Mit einem "Durchschnitt" über die hier zu erwartende Kundenzahl kannst du doch nicht ernsthaft zu Investoren gehen.

    "Kurzer Gedankenblitz: Kann es vielleicht sein das 1&1 vorallem deshalb Wucherpreise verlangt und nur in zwei Städten startet weil man garkeine Kunden gewinnen will, sondern nur ein paar einzelne teure Verträge abschliessen will, weil man einem potentiellen Intressenten der den Deutschen Markt nicht kennt eine möglichst hohe ARPU und damit einen hohen Marktwert vorgauckeln will?"


    Wie viele Kunden willst du rund um die wenigen vermarkteten (laut Teltarif: ganze 3 Stück) 1&1-Sites gewinnen, um einen aussagekräftigen "Durchschnittserlös" nennen zu können?


    Was 1&1 da auffährt, ist aus meiner Sicht ein klassisches Abwehrangebot. Adressat der Offerte dürften weniger potentielle Kunden sein als vielmehr Investoren, Presse und BNetzA, denen man den Vollzug des versprochenen Marktstarts 2022 melden kann.


    "Gibt es hier jemanden, der im passenden Gebiet wohnt und aus "Spaß und Neugier" mal so einen Tarif bestellt hat?"


    Wenn ich das richtig verstehe, würde dieser Spaß/Neugier.Versuch minimal 519,50 € kosten, oder?

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    Solche extremen Geizhälse kenne ich in meinem Umfeld garnicht, sondern ich hab eher die Erfahrung gemacht das bei Preisen unter 8€ die Leute garnicht mehr auf den genauen Preis schauen, sondern dann lieber etwas mehr Datenvolumen.


    Wenn du mobile Daten kaum benutzt, nimmst halt einfach den günstigsten normalen Tarif. Der reicht eh dreimal aus. Meiner Mutter z.B. habe ich einen 3,99-Tarif geholt. Das reicht ihr fünfmal. Sie verbrät im Monat vielleicht 400 MB mit ihrem WhatsApp, wenn mal viel los ist und sie WLAN versehentlich aus hatte.


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    So ein 9GB Tarif von winSIM für 7,99€ macht durchaus Sinn selbst wenn man nur so 1,5 bis 4GB im Monat verbraucht.


    Wozu? Wären 50 €/Jahr mehr für mögliche Fälle, die so in den letzten fünf Jahren nicht eingetreten sind und deren Eintritt auch keinen Weltuntergang bedeuten. Bei Festnetzausfall habe ich einen Freifunk-Knoten in Reichweite und sonst einen guten Draht zum Nachbarn, der mit seinem WLAN aushelfen würde. Wenn's im Hotel nicht gehen sollte, ist das halt so. Wir sind im Privatkundenbereich. Wir müssen ganz ehrlich sein: viele kleine Tarife sind halt schon "good enough".


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    Wenn man bei Basistarif um ein paar Euro geizt aber dann gelegentlich Datensnacks und Tagesflats zubuchen muss wird es unterm Strich meist teurer.


    Ja, aber wozu "gelegentlich" zubuchen, wenn du mit den 2-3 GB einfach auskommst? Wenn du zu 99 % nur Messaging und n bisschen Web machst, zuhause und im Büro und unterwegs (Zug!) WLAN mit automatischer Einbuchung hast, brauchst du häufig einfach nicht mehr. Der kleinste Tarif ist "good enough". Ich häng 2h/Tag am Smartphone und selbst das muss keinen großen Verbrauch bedeuten. Ich habe letzten Monat 4,1 GB mobile Daten verbraucht.

    Ist das sinnvoll? Die Leute die ein 2-3€-Paket wollen, werden wohl kaum ein 6-13€-Paket buchen, sondern auf ein passendes Angebot warten, oder woanders unterschreiben. Die Kunden ist man dann los. Beim Klarmobil-Ableger Crash gibt es die solche Angebote ab und an noch.


    Wenn du nicht davon ausgehst, dass die Kunden in größerer Zahl mehr als den Billo-Tarif haben wollen, verlierst damit einen Postpaid-Kunden mit 20 bis 30 EUR jährlichem Nettoumsatz und einem safe sehr niedrigen Deckungsbeitrag. Da gibt's Schlimmeres.