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Wele veränderungen sollen das sein? So ein Kraftwerk hat einen Durchmesser von 1-2 km. Auch große Stadte veränder allein durch Ihre Anwesendheit (Bebauung, Asphalt etc.) das Klima in Ihrer Umgebung.
Aber genau wie bei Städten ist die Veränderung zu gering, um wirklich schädliche Auswirkungen zu haben.
Ich weiß nicht so genau - das ganze Teil ist eine riesige (wie hoch weiß ich nicht) Röhre mit einem Durchmesser von bis zu 2 km - wenn man dann bedenkt, welche Luftmassen von unten reingesogen werden und oben wieder rauskommen, dann liegt doch Vermutung einer merkbaren Veränderung nahe, oder? Ich habe mich jetzt nicht so sehr damit befasst, das müsste ich mal machen weil ich das System an sich interessant finde.
Was die Sache mit dem Wasserstoff betrifft, so gab es früher bei uns in der Schule auch so Vermutungen: durch den Wasserdampf der Kühltürme würde sich auch das Mikroklime (hier: Neuwieder Becken, wo besagtes AKW steht) verändern; bevorzugt wegen des Kesseleffektes. Auf der einen Seite logisch, aber auf der anderen Seite erscheinen solche Effekte besonders krass bei großen Stauseen.
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Das ist zwar richtig, aber (anders als bei zB Mobilfunkstrahlung) ist die Gefahr bei AKWs real, und auch Wissenschaftlich nachgewiesen.
Das stimmt ja auch; aber man muss auch bedenken (für den Fall, dass wie hier von einem funktionierenden, "sicheren" AKW reden), dass man tagtäglich Strahlung ausgesetzt ist, die um einiges höher liegt als jene im Umkreis irgendwelcher AKWs. Als Beispiel wäre hier neben der kosmischen Strahlung (vermehrt im Flugzeug) vor allem die Bodenstrahlung in Teilen Bayerns zu nennen, wo sich Radiumhaltiges Gestein befindet und teilweise verbaut worden ist.
Ich meinte mit der Angst vor allem die Angst darüber, dass kaum jemand so richtig weiß, was in einem AKW so vorgeht und aufgrund dessen die berechtigte Angst vor einem Unglück erhöht ist.
Ich bin jetzt kein absoluter Verfechter der Kernenergie, aber alleine die Unterschiede in den Sicherheitssystemen zwischen dem Reaktortyp Tschernobyl (Graphit als Moderator; Stäbe mussten hochgefahren werden entgegen der Schwerkraft; Graphit fing aufgrund der steigenden Temperaturen an zu schmelzen) und den hiesigen Reaktortypen (Wasser als Moderator, Moderatorenstäbe fallen bei Ausfall des System aufgrund der Gravitation herab und stoppen die Spaltung) bestärken mich doch in der Meinung, solche Kraftwerke solange auch unterstützend zu nutzen, bis sich eine effizientere Lösung finden lässt.
Es gab auch schon einige gute Vorschläge für effizientere Kraftwerke, deren Abfälle sich angeblich besser wiederverwerten lassen - da wäre z.B. der geplante schnelle Brüter zu nennen (Projekt wurde fallen gelassen) oder besagter Reaktor, der mit kugelförmigen Brennelemten trichterartig aufgefüllt wird.
Leider muss man sagen, dass es, egal wie man es dreht und wendet, keine absolute ideale und zufriedenstellende Lösung für unser Energieproblem gibt
. Man muss einfach versuche, sämtliche Faktoren zu berücksichtigen und daraus eine Kombination verschiedener Energiegewinnungsmöglichkeiten zu erarbeiten.
Zum Beispiel wurde die Windenergie erst als das Non-plus-Ultra angepriesen, und mittlerweile gehen hier die Dorfbewohner auf die Straße, weil die einfach nicht mehr den "Lärm" und die Schlagschatten hinnehmen wollen; obwohl so ein kleiner Windpark durchaus die kleinen Dörfchen hier versorgt.
Ein anderes Beispiel ist doch auch Island: die Isländer nutzen bevorzugt die geothermische Energie. Aber würdet ihr für diese wirklich gute Art der Energiegewinnung Euren Platz hier tauschen und auf einer aktiven tektonischen Spalte mit all ihren Auswüchsen hocken wollen? Auch eine Art der Gefahr, oder nicht?
Grüßles Dani