Zitat
Original geschrieben von solarkritik
2. Wo ist das Energieknappheitsproblem ???
Es gibt nämlich keine Energieknappheit !!!!
Gemäß Angaben der Internationalen Energieagentur und den Angaben in dem arte-TV-Bericht haben wir weltweite (Stein-)Kohlereserven für 200 Jahre und (Stein-)Kohleressourcen für mindestens 500 Jahre.
Und es ist heute bereits möglich, Steinkohle für 45 Euro je Barrel zu Erdöl zu verflüssigen...
Das ist ja super... dann brauchen wir ja keine Angst mehr vor der globalen Erwärmung mehr zu haben! *UmweltministerAnruf*

Selbst wenn diese besagten Vorräte noch lange reichen.. was hilft es uns, wenn wir in 50 Jahren keine Luft mehr haben zum Atmen (überspitzt gesagt, bitte nicht wörtlich oder sachlich nehmen).
Egal ob Kohle, Erdgas oder Öl, es wird überall CO2 freigesetzt. Bei Solar, Wind & Wärme nicht. Selbst bei Biomasse nur soviel, wie der verbrannte Stoff selbst kompensieren kann. Ich denke das alleine ist schon ein Grund um auf erneuerbare Energien zu setzen.
Übrigins gibt es heute Solare Photovoltaik Anlagen, wie quasi wie eine Art Plane über das Dach gespannt werden. Denen reicht das einfache Tageslicht, um soviel Energie zu gewinnen wie die 2 - 5 Jahre alten Photovoltaik Anlagen.
Man muss sich einfach damit auseinandersetzen, dass es für heutige Bauern (Neudeutsch: Argrarökologen) einfach rentabler sein wird, statt Kartoffeln, Mais & Getreide eben Solarpanels auf das Feld zu stellen und diese Energie dann zu vermarkten. Das wird kommen, und das ist auch wichtig (auch wenn ich Kartoffeln zu meinen Hauptgerichten zähle...
).
Und zu der Problematik mit der Nacht:
1. Nachts wird nur ein Bruchteil der Energie benötigt.
2. Es gibt heute schon Batterien, welche ein normales Einfamilienhaus mit allen technischen Geräten eine ganze Nacht lang versorgen könnten, nur vom Strom was tagsüber gewonnen wurde.
3. Feueranlagen für Biomasse und Windenergie kann auch Nachts gewonnen werden.
Es ist so wie diverse Vorschreiber schon erwähnten: Der Energiehunger von Asien, Indien & Co. wird wachsen. Und zwar rapide, wahrscheinlich auf das gleiche Niveau wie hier in den westlichen Nationen. Und dann? DANN haben wir Knappheit, wenn sich nichts daran ändert. Und DANN ist es zu spät.
Es müssen JETZT neue Wege geschaffen werden, dass wenn es in 10 oder 20 Jahren soweit ist, eine Neuausrichtung des Energiemixes ÜBERHAUPT stattfinden kann.
Ich für meinen Teil ziehe gerade mit meiner Freundin zusammen. Wir achten sehr wohl auf Energiesparende Komponenten (Waschmaschine, Geschirrspühler, Gefrierschrank, usw.). Auch bei den Lampen. Ich kann mit 50 Watt Energiesparleuchten heute die gleiche Lichtausbeute wie mit ca. 300 Watt erhalten. Natürlich sind diese teurer. Aber die Energiepreise werden weiter steigen, und irgendwann werden diese Birnen billiger. Und man darf manche Dinge einfach nicht verbohrt auf sich selbst, sondern einmal auf ein großes ganzes betrachtet sehen.
Anderes Beispiel?
Die Hälfte der in Deutschland neuzugelassenen KFZ sind Diesel. Es gibt insgesamt ca. 50 Mio Fahrzeuge. Sagen wir mal, 10 davon sind Diesel, bleiben 40 Mio Benzinfahrzeuge.
Ein Diesel verbraucht ca. 30 - 40% weniger Kraftstoff, als ein Benziner.
Das hieße, gäbe es NUR NOCH Diesel Fahrzeuge, würde unser bundesweiter Kraftstoffbedarf auch um ca. 30% runtergehen.
Nun bitte nicht kommen mit den typischen Schlagworten wie "Diesel lohnt nicht", "Feinstaub", "Steuern", "aufwändiger Herzustellen", etc. Es geht REIN um den EnergieBEDARF im KFZ Bereich. Was das in Zahlen bedeuten würde, kann sich jeder selbst ausrechnen.
Aber diese Beispiele (Energiesparende Leuchtmittel, KFZ Verbrauch, uvm.) global betrachtet ergeben in Summe das, worauf wir uns in Zukunft unter Umständen einstellen müssen.