ZitatOriginal geschrieben von snlaupa
So, das ist jetzt einfach eine Falschaussage. Dass du mit Bachelor/Diplom/Master/Dr. EVENTUELL in die gleiche ERA-Einstufung rutschst ist prinzipiell möglich, aber in der Realität sehr selten. Deshalb solltest du das auch nicht als Argument verwenden.
Das ist keinesfalls falsch! Wenn man sich auf eine bestimmte Stelle bewirbt, ist dort nach ERA eine Zielentgeltgruppe hinterlegt. Der Bewerber wird (nach der Einarbeitungsphase) entsprechend dieser Einstufung bezahlt.
ZitatOriginal geschrieben von snlaupa
Eine Abstufung gibt es auf jeden Fall, muss es auch geben, sonst könnte auch ein Techniker auf Doktorniveau eingestellt werden... und spätestens dann würde ich unser Bildungssystem hinterfragen.
Das ist doch Unsinn! Natürlich kann sich auf "höherwertige" Stellen nur mit einer gewissen Mindestqualifikation (=Studium) bewerben. Aber nochmal: ob man nun von der Berufsakademie kommt oder die Promotion in der Tasche hat, macht in dem Zusammenhang keinen Unterschied. Selbst die höchste Entgeltgruppe, die es in BW gibt (EG17) kann man problemlos mit BA-Abschluss erreichen. Es kommt eben sehr auf den Aufgabenbereich an. Eine Promotion bringt einem in bestimmten Bereichen weiter, aber je nach Aufgabe kann es auch einfach nur verschwendete Zeit sein, die man besser in Arbeitserfahrung oder ein Studium mit einem anderen Schwerpunkt (bspw. MBA für Ingenieure) investiert hätte.
ZitatOriginal geschrieben von 1160
Krasse Ansage, aber immerhin ehrlich. Dort wo ich tätig bin braucht man sich gar nicht bewerben, wenn man nicht vorher eine Ausbildung gemacht hat. Auf Leute, die nach dem Studium erstmals anfangen das Arbeiten zu lernen, hat da keiner Lust.
Da habe ich mich anscheinend nicht beworben ![]()
Außerdem muss man das etwas differenzierter sehen. Ich habe seit meinem 15. Lebensjahr durchgängig gearbeitet; mit 15 in den Sommerferien und nebenher Zeitungen ausgetragen, ab 16 dann ein "normaler" Nebenjob neben dem Abitur und neben dem Studium habe ich nebenher kleine Unternehmen im IT-Bereich aus der Steinzeit geholt.
Wenn ich heute mit der Schule fertig würde, wäre ein duales Studium meine erste Wahl, aber das war "damals" in meinem Bereich noch kaum verbreitet. Des Weiteren kann man gerade im Automobilbereich durch Begeisterung und "Bastelei" im privaten Bereich, Projekte an der Uni und Praktika viel lernen. Ich wüsste nicht, was mir die Kollegen mit Ausbildung voraus hätten?!
ZitatOriginal geschrieben von 1160
Aber egal, da ja schon "Führungskraft" angesprochen wurde will ich darauf hinweisen, dass man sich früher oder später entscheiden muss, ob man specialist ist oder ob man Führen will. Wenn man sich spezialisieren will, muss man sich irgendwie gezielt fortbilden, wobei das auch ein regelmäßiger Firmenwechsel sein kann, nicht unbedingt ein MBAStudium. Machen wir uns nichts vor, auch das beinhaltet massig Auswendiglernen.
Das meinte ich oben, als ich schrieb, daß eine Promotion nur bedingt sinnvoll ist. Einen Spezialisten bringt das natürlich auf seinem Gebiet hoffentlich weiter, aber als Führungskraft sind die Inhalte eines MBA sicherlich wertvoller, da es um "das große Verständnis" geht (das Ingenieuren häufig fehlt).
Beste Grüße,
Johnson