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Es müßten wohl gerade solche Leute wie Du sein, die als allererstes den Laden wechseln, nur weil "ihr" ach so tolles, ach so günstiges 19-cent-Wasser, die 49-cent-Milch oder das 1,44 Euro Hackfleisch in dem bisherigen "Stammladen" mangels Rentabilität nicht mehr angeboten wird.
Ich persönlich würde den Laden natürlich verlassen, wenn für ein identisches Produkt auf einmal ein höherer Preis anfällt. Und wenn ein Laden etwas anbietet, was sich nicht rentiert, dann gehört der Filialleiter gefeuert, aber hochkant. Ausserdem ist alleine wichtig, was am Ende auf der Gesamtrechnung steht-und da hat der deutsche Einzelhandel wirklich absolut garnix zu jammern.
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Im Übrigen bleibe ich bei meiner Meinung, daß Lebensmittel (in jeglichem Sinne) zu billig sind. Leider werden diejenigen, die zu dieser Aussage stehen, zu gerne falsch verstanden. Das Gejammer ist erst dann wieder groß, wenn der nächste Fleischskandal auf den Tellern liegt, weil "die böse Industrie" sich ja auf Kosten der armen, armen Verbraucher dumm und dämlich verdienen will. Hauptsache nicht mal für eine Sekunde die (Mit-)Schuld bei sich selber suchen wollen.
Das ist doch Käse. Am Preis liegts sicher nicht. Lässt sich alleine dadurch entkräften, daß es ein Merzedes Testfahrer war, der eine Mutter mit Kind zu Tode genötigt hat und kein Lada-Testfahrer...
Dazu haben wir eine gnadenlose Überproduktion an Fleisch, es gibt rein quantitativ keinen Grund für Fleischskandale. Diese liegen in der Politik begründet, denn es muss ja alles ein "freier Markt" sein. Warum man bei Lebensmitteln trotz gnadenlosem Überangebot jedem erlauben muss, beliebige Mengen an Fleisch zu produzieren und somit die Preise und die Qualität ins Bodenlose fallen zu lassen, ist nur damit zu erklären, daß ja alles, was irgendwie vernünftig ist, wohl "Kommunismus" sein müsse.
Ich meine, daß die momentanen Preise völlig gerechtfertigt sind. Unlängst gabs ne Studie, daß das heutige Fleisch nur noch ein Drittel seiner ursprünglichen Nährwerte besitzt (deshalb ist die Ernährungspyramide auch überholt). Warum ich dann mehr zahlen soll, wenn ich nachweislich weniger (qualitativ, egal, wo man kauft) in der Pfanne habe, leuchtet nicht ein. Zumal die Qualität nicht besser wird.
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Weitere Kommentare zu dem Thema, wie billig oder teuer Lebensmittel sein "dürfen", werde ich nun versuchen, mir zu ersparen. Den hardcore Aldi-Fans scheint es ohnehin egal zu sein, welchen Mist sie in sich hineinstopfen - hauptsache nochmal einen cent gespart (aber bis dahin zwei Euro Benzin verfahren). Wem es der eigene Körper nicht wert ist, der ist letztendlich auch selber schuld...
Was die Grundnahrungsmittel anbelangt, hat Aldi nix anderes im Regal, als jeder Markendiscounter auch.
Und bei den Fertiggerichten reicht ein Blick auf die Zutatenliste der Produkte, um zu wissen, daß teuer kaum besser ist. Bei Aldiprodukten/Discounterprodukten ist die nämlich meist kürzer, während tolle Markenware vom "Doc O." alles drin hat, nur keine Lebensmittel.