ZitatOriginal geschrieben von Cocho
Amerikaner
Und wenn vor 10 Jahren nicht durchgegriffen wurde heißt es längst nicht dass es jetzt auch so sein muss/soll.
Das war ja nicht nur auf den Fußball bezogen, der ist nur ein extrem krasses Beispiel für die immer stärker werdende Überwachungs- und Sanktionspolitik. Genau wie du der Ansicht zu sein scheinst, daß alle Polizeimaßnahmen widerstandslos hingenommen werden müssen, denken leider mittlerweile viel, viel zu viele in meinen Augen.
Aber zu deiner Frage: Weil es für alle Beteiligten in Ordnung war, Probleme wurden untereinander gelöst, auch mal mit der Faust bei den sog. Problemfans. Unbeteiligten ist normalerweise auch nichts passiert, wenn die sich nicht eingemischt haben.
Es war z.B. irgendwie ein gewisser Kick nach dem Spiel im alten Gelsenkirchener Parkstadion durch den Schalker Pöbel zu den Sonderbussen gehen/laufen zu müssen. Provokationen und Reaktionen beider Seiten gehörten natürlich dazu. Aber es war eine gute Zeit, die ich nicht missen möchte.
Bevor jetzt Fragen aufkommen: Nein, ich bin kein Hooligan, prügel mich nicht beim Fußball etc, ich bin einfach nur ein ultra-orientierter Bayer-Fan.
Bürger (Fußballfans im Speziellen) sind doch nur noch ein Spielball geworden. Rechtsstaatliche Prinzipien werden unter dem Deckmantel der sog. Gefahrenabwehr mit Füßen getreten. Oder wie kann es sein, daß UNSCHULDIGE mit Meldeauflagen (teilweise mehrmals täglich) belegt werden? Wie kann es sein, daß Polizisten, die sich daneben benehmen, nicht verfolgt werden können, da man sie hinter Ihren Sturmhauben nicht identifizieren kann? Warum wird nicht die Dienstnummer gut sichtbar auf die Uniform gestickt? Es muß ja nicht der Name sein, aber halt ein Identifizierungsmerkmal.
Und vor allem: Warum lassen sich mittlerweile so viele alles gefallen? Warum nehmen viele alles einfach nur noch hin, ob beim Fußball oder im Alltagsleben? Sind wir Deutschen nur noch eine Armee Spielzeugsoldaten?