Beiträge von Amerikaner

    Ich schlag mich momentan mit den Pannemännern rum, weil die sich selbst nicht einig sind, ob meine Ortbezeichnung Leichlingen oder Leichlingen (Rheinland), wahlweise auch Leichlingen (Rheinl.) oder Leichlingen (Rhld.) lautet und daher bei allen möglichen Abfragen neue Adressen produziert werden und mein Scorewert munter sinkt, das die das ganze wohl jeweils als Umzug sehen.

    Zitat

    Original geschrieben von VFBler
    Nimm dir Zeit und Schau den Stream an. Sicher gibt es den irgendwo im Netz. Es ist so Komplex dass ich es vermutlich nicht schaffe hier komplett richtig wiederzugeben. Der Kernaussage war dass sich alle Personen einig waren dass am Anfang ein Bürgermitspracherecht nicht sinnvoll ist, sondern erst dann wenn das Projekt Formen annimmt. Mit Formen ist aber nicht der Start der Bauarbeiten gemeint.


    Man kann ja schlecht sagen: Bahn: "Wir bauen jetzt nen neuen Bahnhof" - Bürger: "Wie soll der Aussehen, was sind die Vorteile?" - Bahn: "Wissen wir noch nicht!". Auf so einer Basis kann keiner eine Entscheidung treffen. ;) Die Experten arbeiten alles aus, dann wird es dem Bürger vorgelegt.


    Genau das haben wir doch schon aktuell. Großprojekt werden öffentlich ausgestellt, jeder Bürger kann normalerweise vorher im Rathaus Einsichten nehmen und den Klageweg beschreiten, sofern er nicht einverstanden ist.


    Ich würde 6 von 10 geben, da der Film doch einige Längen hat und die paar Lacher dies nicht wieder gut machen.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Eben. Es ist völlig egal ob es 4,5+ oder 8 oder 100 Milliarden sind, in jedem Fall liegt es drüber und ist damit nicht mehr im legitimierten Kostenrahmen.


    Ansonsten verweise ich auf den hier schon mal verlinkten Artikel klick - verbunden mit der Frage: was lässt euch glauben, dass es im Falle S21 wahrscheinlich ist, dass die Baukosten unter 4,5 Milliarden bleiben?


    Und wenn sie nicht drunter bleiben: da brachen wir nicht lange diskutieren, dann ist das Projekt nicht genehmigt. Politisch vertretbar ist es ja eh nicht, wie die Bevölkerungsreaktionen deutlich zeigen...


    Wenn es wirklich danach ginge, müßten heute grob geschätzt 99% aller von der öffentlichen Hand ausgeschriebenen Bauprojekte begraben werden. Das Problem ist doch in D, daß über Jahre immer alles kaputt geredet wird, statt einfach mal zu handeln.
    Ein sehr passender Kommentar dazu aus airliners.de, wenngleich zum Thema Flughafen BBI, aber von der Sache her absolut vergleichbar:
    "In Deutschland wird alles, aber auch wirklich alles, was auch nur im entferntesten die Öffentlichkeit interessieren könnte, dieser Öffentlichkeit in Einwohnerversammlungen, gesetzlich vorgeschriebenen amtlichen Veröffentlichungen, Anhörungen Betroffener im Rahmen von Planfeststellungsverfahren, und, und, und zur Kenntnis gebracht. Ob dabei ein Baum gefällt, oder ein Großflughafen geplant wird, spielt dabei keine Rolle. Die Verfahren der Bürgerbeteiligung sind gesetzlich geregelt, und die Behörden müssen sich daran halten, und tun dies auch. So war es natürlich auch beim BBI. Ich bin seinerzeit aber auch immer wieder erstaunt gewesen, wie wenig von diesen Rechten der Bürgerbeteiligung Gebrauch gemacht wird. Die Realität sieht leider so aus, daß, wenn ein Planfeststellungsbeschluß gefaßt worden ist, die Betroffenen erst aufwachen, und dann als erstes behaupten, sie hätten von nichts gewußt, und sie wären auch nicht informiert worden. Das ist der galoppierende Schwachsinn, mit dem sich Behörden und Politik täglich auseinandersetzen müssen. Das ganze betrifft natürlich auch im Rahmen des Verfahrens notwendige Planänderungen oder Planergänzungen. In jeder Phase des Verfahrens steht es den Betroffenen frei, die Gerichte anzurufen, wenn ihren Wünschen und Forderungen nicht gefolgt wird. Das sind fast immer Verwaltungsgerichte, deren Kosten sehr überschaubar sind. Wenn dann letztendlich der Rechtsweg ausgeschöpft ist, dann ist aber auch das Ende der Fahnenstange erreicht, und jedermann muß sich damit abfinden. So Ist das in unserem Rechtsstaat, in Stuttgart wie auch in Berlin/Brandenburg. Basta. Heiner Geißler will etwas anderes und Herr Breidbach in Hinterposemuckel wohl auch; die Mehrheit der Bevölkerung will das aber nicht, weil die Mehrheit weiß, daß alles andere im Chaos endet. "

    Doch, der Mann ist in meinen Augen zu 100% selber schuld, daß er nun auf einem Auge blind ist. Mehr machen als ihn mehrfach aus der Gefahrenzone zu befördern, knapp 1,5 Stunden auf die Demonstranten einreden, (zunächst) auf die Gliedmaßen mit dem Wasserwerfer ballern kann man wirklich nicht tun.
    Das ist wie mit einem kleinen, dem man 10 mal sagen kann, daß der Herd heiß ist. Wenn er nicht hören will, muß er fühlen. So das klingt, so einfach ist das.

    Hat bei euch in den Schreiben eigentlich auch nichts von einem Wechsel von den alten AGB auf die neue Version gestanden? Somit dürften doch die alten noch weiter für mich gelten oder sehe ich das falsch?

    Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    wenn es das wäre, dann frag ich mich, warum die grünen so profitieren - gerade die sind häufig an der realität gescheitert, aber geschadet hat es nicht..
    also geht es um was anderes oder es kommt noch was anderes dazu, ich denke da an selbstdarstellung der partei, kommunikation, gute pr, etc - und vor allem die anderen parteien, bzw deren schlechtes auftreteten, selbstdarstellung, kommunikation, pr, etc...


    die grünen benutzen s21 und den protest und profitieren davon und gerade deswegen wird das


    noch ein interessantes thema werden


    Die Grünen profitieren als einzige von der aktuellen Situation, weil die Partei als einzige quasi nirgendwo einen Bock schießen kann. Sind in so gut wie keiner Landesregierung, vom Bund mal ganz zu schweigen. Aus der Opposition funktioniert die Stimmungspolitik nunmal am besten und außerdem vergisst der Bürger ziemlich schnell, welchen Mist wer in der Vergangenheit gemacht hat.
    Überleg mal, was am Ende auf Rot-Grün im Bund geschimpft wurde und warum Schwarz-Gelb so einen Einfluß gewinnen konnte.
    Außerdem werden von vielen Bürgern auch gern kommunal-, landes- und bundespolitische Themen vermischt und dann Rückschlüsse für die falschen Wahlen geschlossen.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau


    Zumindest eine symbolische Geste wäre zum gegenwärtigen Zeitpunkt das allermindeste, kann sich der Bürger dann wenigstens der Illusion hingeben, man betrachte ihn nicht nur als "Wahlpöbel".


    Frankie


    Hm, wie sieht denn das Entgegenkommen der Gegner aus? Es werden hier nur Forderungen gestellt, man selber ist aber nicht bereit, von der eigenen Position auch nur einen Millimeter abzuweichen. Insgesamt sind die Gegner ja noch nicht mal einig, welche der Interessengruppen sie überhaupt vertreten darf/soll.


    Und Politik entmündigt dich nach den Wahlen nicht, die gewählten Politiker sind die "Vertreter des Volkes", treffen also entsprechend Entscheidungen stellvertretend für sie. Es ist doch einfacher, einen Konsenz mit ~600 Abgeordneten als durch Befragung von ~80 Mio. Bürgern zu finden. Zumal, so zumindest die Theorie, jede Partei ihr Spezialisten für bestimmte Themen hat.