Moin @all
Meiner Meinung nach sollte es auch in Deutschland im begrenzten Rahmen öffentliche Sektionen/Obduktionen geben. Selbstverständlich soll sowas nicht zu einem Jahrmarktsklamauk verkommen und der Belustigung des Volks dienen, ebensowenig wie als Thrillersatz für irgendwelche Freaks.
Aber auch mich stört dieses Tabu, daß alles, was irgendwie mit dem Thema Tod zu tun hat, tabuisiert wird. Warum sollte man nicht einem begrenzten Kreis von interessierten Laien diese Möglichkeit geben? Ich selbst habe schon vor ein paar Jahren an einem Rechtsmedizin Kurs für Juristen in Heidelberg teilgenommen, habe aber (leider) die Obduktion am Semesterende aus persönlichen Gründen verpaßt.
Auch habe ich mir damals in Mannheim die Körperwelten-Ausstellung angesehen, und war in der Tat fasziniert: Besser habe ich den menschlichen Körper in keinem Buch der Welt gesehen, es war schlicht atemberaubend und höchst informativ. Und eine Verletzung der Würde sehe ich keineswegs, ein Mensch kann auf jeden Fall seine Würde veräußern, ihm dieses Recht abzusprechen halte ich da schon fast für den schlimmeren Eingriff in die menschlichen Persönlichkeitsrechte.
Somit unterstütze ich die Aktion in London von GvH, hätte ich Zeit und Möglichkeit gehabt, ich wäre hingegangen.
Übrigens: Es war ein 72 Jahre alter Deutscher, keine 32-jährige.
Meine Meinung....
Grüße Rabb ![]()