ZitatOriginal geschrieben von ganymed
1.) Ich wundere mich, warum o2 so antityklisch handelt. Zuerst bewirbt man großartig, dass man einen Einheitspreis in alle Netze hat und man nicht zwischen netzintern und extern unterscheiden muss --> Alle nehmen die Mobile Option.
Jetzt drängt man die Leute durch horrende Minutenpreise dazu die Inside option zu nehmen und möglichst viel intern zu telefonieren.
2.) Die neuen Homezonepreise kann ich ja irgendwie noch nachvollziehen.
Aber warum zum Teufel, macht man so ein Chaos mit zwei verschiedenen Taktungen in einem Tarif (absolut unnötig und widerspricht der Vereinfachung) bzw. warum ändert man die Mobile Option nachdem die jahrelang gut lief und o2 da sicher nicht draufgezahlt hat, da man den Preis ja völlig frei damals festsetzen konnte.
1) Wieso? die mobile option gibt's doch immer noch und ihr Einheitspreis in alle Netze ist verglichen mit den Fremdnetzpreisen der anderen NB immer noch günstig. Als man die mobile option einführte, war man dazu gezwungen, weil ein gewichtige Argument gegen o2 war, daß die meisten eine anderes Netz nutzen. Eben dieses Argument hat sich inzwischen relativiert. Besonders günstige Gespräche ins eigenen Netz waren kaum gut zu vermarkten, weil ja soviele nicht bei o2 waren. Inzwischen ist das anders: Wenn ich an bestimmte Klientel denke, da macht die inside-o2-option schon Sinn. Und wenn man an die Entwicklung von o2 in den letzten drei Jahren denkt, macht auch das "anti-zyklische" Sinn
2) Mir wäre ja lieber gewesen, sie hätten die Unterscheidung Ort/Ferngespräch wegfallen lassen, dafür tagsüber 7 cent, freizeit 3 cent generell. Nun gut, das wäre zumindest für mich besser gewesen. Letzendlich tragen sie mit diesen Preisen der Tatsache Rechnung, daß Genion in den allermeisten Fällen eben nicht als wirklicher Festnetzersatz eingesetzt wird und wenn, dann vor allem für eingehenden Anrufe, an denen o2 fast nichts verdient aber sehr viel Netzlast mit sich bringt. Es ist doch klar: Man ruft jemand im Festnetz an, bei Partnern, Freunden, Verwandten, der eigenen Firma muß o2 damit rechnen, daß der angerufene aus dem Festnetz zurückruft, wenn das Gespräch länger wird. Ergo längere Gespräche werden nicht allzu häufig über den Genion-Tarif geführt. Da macht die Minuten-Taktung schon Sinn, genau wie die Preiserhöhung Freizeit/Fern. Die Alternative wäre, die Preise so zu gestalten, daß die Festnetztelefonie preislich unterboten wird. Das wird zum Teil mit dem Weekend-Pack versucht. Hier wird also eine Doppelstrategie gefahren.
Über Deine beiden Punkte hinaus ist die "Botschaft" des neuen Genion doch klar: wer einfach nur billig telefonieren will braucht keinen Genion, wer eine Mobilfunktarif mit integrierter Festnetznummer will muß, halt ein bißchen höhere Minutenpreise in Kauf nehmen (von einzelen Leckerbisssen abgesehen, wie entweder supergünstige Netzinterne Gespräche - was mir ein bißchen untergeht in der ganzen Diskussion - oder für 19cent in alle Netze, wenn auch ncur in der Freizeit); wer vor allem mobil auch tagsüber telefoniert ist mit anderen Tarifen (Active) besser aufgehoben (wenn er auf jeden Pfennig achten muß - Stw. Kontocheck- eben auch bei anderen Anbieter oder Prepaid-Angeboten); wenn jemand Genion will und rund um die Uhr in allen Netze günstig auch außerhalb der homezone telefonieren will, dann muß er halt zwei Verträge nehmen (oder ein Prepaid-Produkt) und mit der Erreichbarkeit besteht ja auch kein Problem (Stw. netzinterne weiterLeitung). Dann läßt man das Genion-Handy halt zuhause... Ergo: zwei Kunden statt einer mit jeweils akzeptablen Umsätzen. Die Strategie von o2 ist also in gewisser andersherum als von vodafone. Statt einem Extra-handy für zuhause legt o2 den Unterwegs-Vieltelefonierern ein zweites Handy für unterwegs nahe...