Ich hab mir lange überlegt, ob ich in diesem Thread schreiben will, aber das unten stehende Zitat hat mich auf den Plan gerufen:
Zitat
Original geschrieben von Mundi ja einige von euch werden sagen sie ist es selber schuld , sie soll studieren und andere witze, aber ich glaube wenn alle leute die nicht studiert haben dann anfangen von der sozialhilfe zu leben wird den studierten oder vielverdienern das lachen vergehen
Ich sage Dir: Ja, sie ist selber schuld !
Meine kleine Geschichte:
Ich habe zwar Informatik studiert, aber die Geschichte betrifft mich nur am Rande. Nach dem Studium hatte ich auch weder Job noch Kohle (war zwar mittlerweile verheiratet und hatte ne Wohnung, aber egal). Bevor ich nichts getan habe, hab ich mich halt als LKW Fahrer verdingt. Zugegeben, da hab ich richtig satt verdient. Aber für nen Informatiker is das auf die dauer auch ein wenig, sagen wir öde. Der Gedanke mich im IT Bereich selbstständig zu machen lag somit immer irgendwie in der Luft. Interessanterweise lernte ich beim fahren nen Kollegen kennen, genauso alt wie ich, Schulbildung Hauptschulabschluss(!) aber Rechnermässig bestimmt nicht weniger fit als ich.
Ende vom Lied war, dass wir uns zusammengetan haben, und uns gemeinsam selbstständig gemacht haben. Wir sind gleichberechtigte Partner von ner Firma, die sich IMHO mittlerweile schon sehen lassen kann (z.Zt. 7 Angestellte).
Es ist also im Endeffekt ziemlich wurscht was Du für ne Schulbildung hast, oder aus welchem Umfeld du stammst (Das lustige ist noch, dass ich aus ner "normalen Arbeiterfamilie" stamme und die Eltern meines Kollegen beides Ärzte waren...).
@all:
Zudem, wenn ich mitbekomme, wenn einer gegen "besserverdienende" Wettert, bekomm ich nen Hals !
Ich habe als LKW Fahrer, wie schon geschrieben, wirklich satt verdient. Gehörte also schon da zu den bösen Besserverdienenden. Aber warum ? Weil ich z.B. 6 Tage die Woche im Schnitt 15 Stunden gebuckelt habe. Und das war nicht immer die angenehmste Arbeit !
Jetzt isses nicht viel anders. Die Arbeit hat sich zwar geändert, allerdings bin ich jetzt selten weniger als 14-18 Std. im Büro, und das auch an meist 6, manchmal 7 Tagen die Woche. Das Risiko und die Verantwortung als Unternehmer mal nicht mitgerechnet.
Zugegeben, mir macht das ganze Spass, und ich wills eigentlich gar nicht anders haben, aber wie gesagt, mein Beispiel zeigt wie ich finde, das es weder auf die Schulbildung oder/und das Umfeld ankommt, sondern vielmehr auf jeden einzelnen selber.
Ein guter Kumpel von mir schlägt sich da anders durchs Leben. Jobt mal hier mal da, liegt im Sommer lieber den ganzen Tag im Freibad. Dem ist seine Freizeit wichtiger als Kohle/Karriere.
Na und ? Is dem halt lieber so. Der schimpft aber auch nicht, wenn ich mir mal wieder nen neuen oldie gegönnt habe, oder sonst irgend einen sinnlosen Schmarrn, den er sich halt nicht leisten kann (weil er es nicht will).
Ich bleib dabei:
Jeder ist seines Glückes selber Schmied !
Grüsse
Charlie