Beiträge von Charlie_D

    Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Da entlässt über Nacht ein Manager Telekom, Deutsche Bank, VW ect. 10.000 Leute und statt gegen das Problem vorzugehen, wird auf die eingeknüppelt die auf der Strasse dann sind und vor dem Nichts stehen.


    Mehrere Seiten der Medaille:


    Man muss sich mal das Wort "Arbeitsplatz" anschauen. Die eigentlich bedeutung begreifen.
    Damit ein Arbeitsplatz auf dauer bestand hat, muss dieser Arbeitsplatz, will somit auch heissen dieser Mensch, mehr Geld erwirtschaften als er selbst kostet. Tut er das nicht (der Arbeitsplatz) ist er schlicht und ergreifend wirtschaftlich überflüssig.
    So, nun zieht man in jedem Unternehmen manche Arbeitsplaätze mehr oder minder mit. Die einen erwirtschaften überdurchschnittlich viel, die anderen unterdurchschnittlich. Das ist dann wieder in richtung Sozialsystem zu sehen.
    So, jetzt nehmen wir mal an, die Wirtschaftslage wird härter. Dann kann man sich ein solch sozial korrektes Handeln nicht mehr leisten, weil sonst das Unternehmen selbst irgendwann kollabiert. Das man dann da beim schwächsten Glied anfängt zu sparen - wer würde das nicht. Man verkauft schliesslich auch vorher das Auto, bevor man die Heizung abdreht...


    Wie kann ein Unternehmen 10.000 Mitarbeit auf einmal freisetzen, und trotzdem weiterexistieren?
    Könnte es nicht vielleicht sein, dass diese 10.000 Arbeitsplätze eigentlich noch nie wirklich gebraucht wurden?
    Gut, das wäre dann Mißwirtschaft der Unternehmen. Sowas ist leider nicht unüblich und auch nicht schön. Man kann die Vergangenheit allerdings nicht ändern.
    Was ist also besser? 10.000 zu entlassen oder die Arbeitsplätze mit staatlicher HIlfe so lange zu stützen, bis ein, für die gesamte Volkswirtschaft wichtiges Unternehmen mit insgesamt 200.000 Arbeitsplätzen langsam aber sicher verreckt ist oder von einem Konsortium übernommen wird, die dann alles erst richtig ausschlachten und alle Arbeitsplätze grillen?


    Deswegen funktioniert weder ein Schimpfen auf diese bösen, bösen Unternehmer noch funktionieren solche tollen Regularien wie ABM oder ähnliches.


    Diese unsägliche Kampagne "Du bist Deutschland" war zwar ansich ein Schwachfug höchsten Grades, aber ich denke die Kernaussage war sehr, sehr richtig und hat leider nur diejenigen erreicht, die's eh schon wissen!


    Charlie

    Jep, gibt es.


    Wenn man zu nem etwas härteren Abend aufbricht, am besten Handy zuhause lassen.
    Als ich mein erstes 9210 im Suff verloren hatte, und das zweite ein paar Wochen später dann beim einsteigen ins Taxi aus der Tasche gefallen ist, nur, um danach vom nachfolgendem Hinterrad ermordet zu werden, hab ich mir diese goldene Regel ausgedacht.
    Kommt auf die Dauer jedenfalls merklich billiger! :D


    Wer jetzt mit Notfälle und ähnlichem argumentiert: Den möcht ich sehen, der nach drölfeinhalb Weißbier noch SINNVOLL nen Notruf absetzen kann...


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von IGGY
    Ja er brauch kein Auto, Telefon, Internet, Kabelfernsehen, Klamotten, Handy weggehen und und und...


    Danke liebe Gesellschaft das Ihr Ihnen noch ein Dach über dem Kopf und Essen gönnt. Wäre doch ein guter Ansatz für künftige Hartz5 oder Hartz6 Reglungen.


    Du wärst erstaunt, wieviele Leute, die "in Lohn und Brot" stehen, sich seid Jahren keinen Urlaub, kein Auto und/oder keinen Kabelanschluss (nur mal 3 aus Deiner Liste hergenommen) leisten können.


    Willkommen im richtigen Leben!
    Das, was die meisten hier bemängeln ist ein oftmals überzogenes Anspruchsdenken. Klar ist es nicht schön, wenn ich mir die "gesellschaftlichen Freuden des Lebens" nicht mehr leisten kann, aber wie gesagt, das ist kein alleiniges Problem von ALG II empfängern!


    Um es mal anderst darzustellen: Wenn man einem Fabrikarbeiter sagen kann: Tja, Pech, mit Deinem Gehalt kannste Dir halt keine 2 Wochen Mallorca leisten, weil Du vorher Deine 4 köpfige Familie ernähren musst, warum soll dann ein ALG II empfänger ein anrecht auf Urlaub haben?


    Oder, wie im Bekanntenkreis vorgekommen: Wäre es ok, wenn sich die Alleinerziehende Mutter die 3/4 Tags arbeiten geht, keinen PC mit Internetanschluss für Ihren Sohn leisten kann, ein ALG II Empfänger das ganze jedoch gestellt bekommen würde?


    Ich kenn das noch bei mir aus Studiumszeiten. Meine Eltern haben meine Grundsicherung, wie es so schön heisst, übernommen. Also ich habe kostenfrei zuhause gewohnt und habe Futter gehabt.
    Aber Auto, Ausgehen, damals die ersten Handys, Klamotten, Urlaub oder sonstiges gingen auf meine Kappe. Irgendwann bin ich dann ausgezogen -ratet mal warum ;)- , naja, dann ging halt alles auf meine Kappe, weil meine Eltern auf dem Standpunkt standen: Du kannst zuhause kostenfrei wohnen, wenn Du das nicht willst - SELBST SCHULD!


    Da hieß es halt: Recht so, fauler Student, wenn Du was mehr haben willst, dann arbeite dafür!
    Und jetzt, nicht mal 15 Jahre schreit jeder, dass es eine unzumutbare Frechheit ist, dass ein ALG II Empfänger noch nicht mal anrecht auf die angenehmen Seiten des Lebens hat, wo sie sich ein anderer doch auch selbst finanzieren muss?


    ...
    naja
    ...


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Da irrst Du. Es IST geregelt, und das sogar sehr genau.


    Gut, wo steht dann was? Meinungen ohne Beweise äußern kann ich auch, so ists ja nicht...

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Ich habe weiter oben schon geschrieben daß es sehr davon abhängt wie die Zusammenhänge sind, denn es ist etwas ganz anderes ob man z. B. wirklich Pause hat (aber selbst dann könnte der AG Regeln erlassen was in seinen Räumlichkeiten erlaubt und was verboten ist) oder ob man in einer von verschiedenen Bereitschaftsformen Dienst tut. Dann arbeitet man zwar nicht, aber man ist auch nicht in der Pause und der AG kann auch dafür Regeln erlassen.


    Ok, wenn der AG dich mehr oder minder zwingt deine Pausen in seinen Räumlichkeiten zu verbringen (was btw. wirklich verboten ist), kann er Dir nicht vorschreiben, was Du zu tun und zu lassen hast.
    Bereitschaftsdienst ist ja wieder was anderes, aber ISCH schrieb ja, dass es sich eindeutig um Pausen=kein wie auch immer gearteter Dienst oder bereitschaft, handelt.
    Ob es dafür Regelungen gibt was Du in Deiner Arbeitsfreien Zeit tun und lassen sollst, wage ich jetzt einfach mal zu bezweifeln.
    Allerdings bin ich kein Arbeitsrechtler.
    Aber ich werde morgen sicher wieder einen treffen :D Ich frag mal nach...


    Charlie

    ...Ein Schwein, wer böses dabei denkt ;)


    Im Ernst, das hört sich für mich eher nach "Ätsch, reingefallen, früher leergeräumt!" an, als nach nem wirklichen Grund.
    Wie heissts so schön: Nur wer schreibt, der bleibt. Deine Freundin dürfte wohl nix in der Hand haben. Käme es zum Streitfall, dürfte das besagte Gespräch wohl nie stattgefunden haben...


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von Mathias85
    Ohne Auto wird man erstrecht keine Arbeit finden. Jede Firma frägt doch heutzutage ob man ein Auto hat und wenn keins vorhanden ist dann bevorzugen die jemanden der eine bessere Mobilität vorweisen kann.


    Das ist nicht ganz falsch.
    Allerdings tu ich mich mit nem Hochschulstudium auch leichter nen Job zu finden als ohne Schulabschluß. Muss der Staat mir deswegen eine höhere Schule finanzieren?


    Jetzt wirds wieder a bisserl provokanter:


    Das gehört IMHO zum Thema "hocharbeiten". Man kann sich kein Auto leisten. Also nimmt man irgendnen Job an um Kohle zu verdienen. Irgendwann hat man dann die Kohle für ein Auto, man kann sich nen höherwertigen Job suchen. Dann hat man die Kohle um sich weiter zu bilden. Und wieder steigen die Chancen, einen besser bezahlten Job zu finden. usw., usw.


    Das ist ein sehr profanes Beispiel, ich gebs ja zu. Aber so ist das nun mal. Ich hab auch schon alles mögliche gemacht um an Kohle zu kommen. Managerposten war damals keiner frei - bin ich halt LKW gefahren. Arbeitszeiten jenseits von gut und böse, nie zuhause, aber mei, ich war jung und brauchte das Geld :D


    Ich hab jedenfalls keine Angst vor der Zukunft - nicht, weil mir als Unternehmer nix mehr passieren kann und ich "meine Schäflein schon im trockenen habe", nein, im Gegenteil, so ein Unternehmen ist auch sehr schnell gegen die Wand gefahren, sondern weil ich genau weiss: Geht das, was ich jetzt mache nicht mehr, mach ich halt was anderes. Wird schon.


    Charlie

    Zitat

    Original geschrieben von pallmall
    Ich frage mich immer, wie man ein "funktionierendes Miteinander" durch Demütigung und Schikane erreichen will und wo dann eigentlich das miteinander übrig bleibt?


    Fakt ist, daß menschliche Arbeitskraft nicht mehr zwingend benötigt wird und sich in absehbarer Zeit im einstelligen Prozentbereich bewegen wird-insofern über ein Gesellschaftsmodell nachzudenken, daß sich am Arbeitsmarkt orientiert, ist albern.
    ...
    Aber hier immer rumzueiern und sich diebisch freuen, daß der Arbeitslose in Sack und Asche laufen muss, weils ja schließlich schon immer so war, daß ist absurd. Arbeitslosigkeit ist zwingender Normalzustand für die Meisten in naher Zukunft-schon alleine wegen der technischen Entwicklung und der sinkenden Löhne.


    Es ist nunmal leichter auf diese Ausbeuterschweine und Menschenunterdrücker zu schimpfen, als selbst mal aus dem Sack zu kommen, und sich selbst zu fragen: Was kann ICH ändern?
    JEDER kann was ändern, es wird in unserem (relativ) freien Land niemand dran gehindert, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und für sich zu bestimmen!
    Wenn ich mit meinem Leben oder den Randbedingungen unzufrieden bin, muss ich was ändern. Entweder meine Einstellung (ich ertrags einfach und halte den Rand) oder die Bedingungen. Das mag nicht leicht sein, aber Leben bedeutet nun mal Veränderung.


    Und wenn Du daraufhin abzielst: Ja, zugegeben, ich würde mich diebisch darüber freuen, wenn Leute, die sich für Arbeit zu schade sind, sich nichts ausser Wasser & Brot leisten könnten.
    Wenn jemand Arbeitslos ist und sich EHRLICH um nen Job bemüht - kein Problem, solche Leute gehören auch unterstützt, keine Frage.
    Da kenn ich auch einige. Alleinerziehend, winzige Wohnung, Auto kennen die meist nur vom hörensagen und trotzdem nehmen sie ihr Leben in die eigene Hand - vor solchen Leuten habe ich respekt!


    Wer allerdings halbherzig bis gar nicht oder mit überzogenen Vorstellungen wartet, bis ihm der Wunschjob in den Schoß fällt der verdient in meinen Augen KEINERLEI Unterstützung.


    Ich werde nicht müde es zu sagen: Das Problem ist weder Deutschland, noch Europa oder sonst irgendwelche anderen Bedingungen.
    Das Problem sind wir selbst!
    Wir, respektive unser System ist jetzt 40 Jahre lang konsequent an die Wand gefahren worden. Für diese Tatsache gehts uns noch mehr als hervorragend!
    Wer sich mit unserer Geschichte ein wenig befasst, der soll mal in die Jahre 1945-1950 zurückschauen. Da wurde auch ein System wieder aufgebaut.
    Nur war damals der Unterschied, dass die, die auf der Strecke blieben nicht den Verlust von Luxus zu beklagen hatten, sondern den Verlust des Lebens!


    Ich denke mal, das sollte genug ansporn sein, die Hände eben nicht in den Schoß zu legen und aufs System zu schimpfen! Hätten unsere Vorfahren das auch gemacht, wären wir heute wo ganz anders...


    Charlie

    Beim Zweitwagen fängt man meist allerdings auch mit 120% oder ähnlichem an...


    120% ohne Vorvertrag ist IMHO schonmal gar ned so schlecht.


    Hast Du vielleicht einen Vertreter, mit dem Du mehr abwickelst? Wenn Du mehrere Versicherungen bei einer Gesellschaft hast, lassen die oft ganz gut mit sich Handeln...


    Charlie

    Unsere Eheringe sind aus Platin, da ich Gold nicht wirklich vertrage. Habe da recht heftige allergische Reaktionen. Und wenn man Gold so rein machen würde, dass ich es tragen könnte, ist es so weich wie Butter.


    Damals war Titan Schmuckmäßig leider noch nicht so verbreitet, deswegen haben wir damals Platin genommen. Würd ich mir allerdings heute Ringe kaufen, ich glaube ich würde auch eher zu Titan tendieren. Dieses matte Grau hat in meinen Augen einfach was extrem edles...
    Und haltbar ist das Zeug auch noch ! :D


    Grüße


    Charlie