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Original geschrieben von mungojerrie
Also ich verstehe dich jetzt nicht ganz. Ohne eine gewisse steuerliche Förderrung wird sich im Bereich der Russfilter wohl kaum etwas tun.
Wobei das nichts daran ändert, dass wir uns das nicht Leisten können!
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Die alten Stinker (ganz offen, der Ausdruck ist das Allerletzte) kannst du allesamt mit Russfilter ausrüsten. Nur werden diese dann natürlich nicht plötzlich zum Euro4 Auto, weil man eben die anderen Werte (CO_2, NO_x etc) nicht vollkommen reduzieren kann.
Das nicht, aber zumindest verbessern...
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Allerdings kann man diese alten Autos auch nicht einfach stilllegen. Wer bezahlt die neuen und v.a., wen trifft das? Treffen tut es diejenigen, die sich ohnehin kein neues Auto leisten können. Klartext: also u.a. Familien oder eben die Kleinunternehmer, die momentan ohnehin nichts zu lachen haben. Als man die KATs eingeführt hat, hat man ja auch nicht gleich ganze Flotten stilllegen wollen.
Nein, man hat sie nicht stillgelegt aber man hat Autos ohne KAT extrem hoch besteurt, so dass es unrentabel wird noch so ein Fahrzeug zu halten.
Auch da kam auf einmal eine höhere Belastung im Namen der Umwelt besonders auf die zu, die auf ein Auto angewiesen sind.
Aber hier bin ich der Meinung: ein Auto kostet nun mal Geld. Seis in der Wartung, seis im Unterhalt, seis in der Anschaffung.
Wird jetzt der Partikelfilter plötzlich pflicht, dann is es halt so.
Wenn Du jetzt aufschreist: Das geht ja gar nicht, entmündigung, usw., dann will ich Dir sagen, dass das in anderen Bereichen normal ist. Ich hab hier in der Gegend noch ne Wohnung in nem kleinen Block. Jetzt kam die Verwaltung vor einiger Zeit auf die Idee, den Platz vor dem Haus umgestalten zu müssen. Ja, meinst Du, da hat mich einer gefragt, ob ich die gut 7000.-- EUR, die das jeden Eigentümer gekostet hat, habe?
War halt einfach eine zusätzliche Ausgabe, die geleistet werden musste. Ob ichs hatte oder nicht. Ob ichs wollte oder nicht. Einfach so.
Was machst Du, wenn eine SIcherheitsrelevante Reparatur an Deinem Auto ist? Och noe, die Bremsen für 600.-- lass ich jetzt nicht richten, ich kann auch mit der Handbremse bremsen? Wohl kaum!
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Wenn du also den Filter willst (was ich übrigens auch will, siehe mein Beitrag, eine Zeile nach deinem Zitat), dann würde ich folgendes Modell vorschlagen:
Einen Abschlag auf die bisherige Steuer, sodass die ca 600 Euro Einbaukosten über zwei, drei Jahre wieder "drin" wären. Dann könnte auch ein Euro1 Auto mit einem Filter ausgestattet werden und das Feinstaubproblem wäre reduziert (nicht gelöst). Damit hätte man indirekt auch mit einbezogen, dass die Autos heute einfach länger halten.
Zum ersten hat mein Hauptauto keinen Filter, is kein Diesel
und die Diesel, die ich in der Firmenflotte habe, haben entweder schon nen Filter drin oder werden demnächst nachgerüstet. Wie gesagt, ich bin wirklich kein Öko, aber das ist es mir einfach Wert.
Die Subventionierung im großen Stile wird IMHO zwar zu einem gewissen Grade kommen, aber, ich sags nochmal: Deutschland kann sich sowas NICHT LEISTEN! Da muss wieder ein anderes Loch aufgerissen werden, um dieses zu Stopfen.
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Das wäre wohl auch deutlich billiger als "Fahrverbote", die uns mit Sicherheit Milliarden kosten würden.
Fahrverboten sind keine Lösung sondern nur die Notbremse, um nicht Milliardenstrafen an die EU abdrücken zu müssen. Am Problem ändert das überhaupt nichts.
Grüße
Charlie