Ich sehe es ähnlich wie Jochen, man kann mit einem Auto Glück oder eben Pech haben. Dazu kommt IMHO, dass die Erwartungshaltung an die Fahrzeuge in den letzten Jahren gestiegen ist. Ein Auto muss heute nicht nur fahren, sondern muss klapperfrei bei jedem Straßenbelang dahingleiten und bei jeder Witterung ohne Einschränkerungen einsatzbereit sein.
Wenn ich da an meinen Golf II denke, der hat andauernd irgendwelche Mucken gemacht und war keinesfalls klapperfrei, ebenso der Peugeot 205, aber beide bin ich gern gefahren und ich würde behaupten es waren gute Autos. Aus heutiger Sicht, mit heutigem Maßstab aber ganz furchtbar.
Zudem gibt es eine noch nicht dagewesene Modellvielfalt, dazu zig Motorvarianten und hunderte von Ausstattungsdetails. Die einen Fragen sich, brauch man das überhaupt, die anderen sind begeistert von jeder Neuerung und freuen sich über jede Innovation. In der Bewertung von Auto läßt sich nicht einmal annähernd eine Objektivität hereinbringen. Selbst Statistiken des ADAC haben eine geringe Aussagekraft über die Zuverlässigkeit eines Fahrzeuges, dazu spielen zu viele Faktoren eine Rolle, vorallem auch der Fahrstil.
Geht man nach diesen Statistiken, dürfte man sich keine Renaults und Autos der Fiat-Gruppe kaufen. Hingegen wäre die Chance, mit einem Toyota relativ unbeschadet von Ausfällen das Autoleben zu überstehen sehr groß. Fast jeder kann Beispiele nennen, die genau das Gegenteil zeigen.
Zum GTI:
Ich finde ein sehr schöner Golf. Nicht zu protzig, aber sportlich und alltagstauglich zu gleich. Ein top Fahrwerk, ein klasse Motor und eine super Handlichkeit. Der Preis ist ok. Sicher gibt es Alternativen. Nur deswegen, weil es diese gibt, wird der GTI nicht schlechter oder besser. Leider ist er für meine Zwecke zu Schade, da ich viel fahren muss, ansonsten würde ich ihn nehmen.
Gruß,
Martin