Die Frage nach der gesetzlichen Rechtfertigung für sein Fahrmanöver zeigt IMHO schon, dass er sich sehrwohl bewußt ist, dass er da eine provokative Fahrweise an den Tag legt. Ob dieses Manöver nun in allen Einzelheiten im gesetzlichen Rahmen liegt, ist, verzeiht mir die Wortwahl, scheißegal.
Im Straßenverkehr geht es nun einmal nicht darum, wer wie geschickt die gesetzlichen Grenzen auslotet, um möglichst sportlich am Samstag seine 6m²-Büro zu erreichen, sondern mir zumindest, darum, möglichst mit geringem Risiko für mein Leib und Leben und dessen anderer Verkehrsteilnehmer ans Fahrziel zu kommen. Das man dabei auch "Spaß" haben kann, ist unbeschritten, allerdings zweifelohne nur dann, wenn ein Gefährdung anderen nahezu ausgeschlossen ist.
Die Hinweise bzgl. der bisherigen hohen (naja) unfallfreien km-Leistung und der "schnelleren" Pendlerstrecke zeigen mir, dass hier jemand viel weniger "Lebenserfahrung und Gelassenheit" an den Tag legt, als er hier uns oft weiss machen möchte.
Und die Hinweise auf Samstag-Arbeit und der dringenden Notwendigkeit des Führerscheins für den Job interpretiere ich als nette Hinweise eines aufstrebenden Jung-Managers + erstem Dienstwagen, der sicher, wie wir alle hier, noch eine Menge im Leben lernen kann. 
Und nein, ich bin kein (Hobby-)Psychologe. 