ZitatOriginal geschrieben von DUSA-2772
Was dann die weiteren Unterbrechungen sollten, v.a. die Sache mit der Vergiftung respektive Wiederbelebung, weiß ich nicht so genau. Imho überflüssig.
Ich denke, das war nicht ganz so überflüssig... hat doch die Vergiftung den hohen Einsatz und die große Rivalität zwischen Bond und seinem Gegner vor Augen geführt. Damit wurde auf für den langsamsten klar, daß es hier nicht um abstraktes Geld geht, sondern um Leben. Abgesehen davon wurde damit weiter am toughen Charakter von Bond gebastelt... der nach seinem Beinahe-Tod wieder ohne Probleme an den Pokertisch zurückkehrt. (ob man dieses Image nun mag oder nicht, ist eine andere Frage).
ZitatAußerdem war da doch ein Bruch drin, oder? Nach der Giftattacke, sieht Bond die zwei Schergen von Chiffre, nimmt ein Messer vom Esstisch und läuft den beiden hinterher. Wo er dann von Felix Leiter, CIA aufgehalten wird - direkt danach sitzen sie wieder am Spieltisch. Hat Leiter da jetzt einen Angriff vereitelt, oder haben die das filmtechnisch versemmelt?
Kann es sein, daß du den Dialogen nicht ganz gelauscht hast?
Als Bond klar wurde, daß er kein Geld mehr hat und auch die 5 Millionen vom Schatzamt nicht bekommt, sah er keine andere Möglichkeit, als das drohende Terror-Problem mit Gewalt zu lösen - also Messer rein und feddich.
Just in dem Augenblick gibt sich dann Felix Leiter zu erkennen und macht Bond klar, daß es doch ohne Gewalt geht - nämlich mit amerikanischem Geld (die Kritik an den USA, die man hier hineininterpretieren kann, war wohl eher unbeabsichtigt ;)). D.h. Leiter hat zu viel Geld, kann aber nicht spielen... er stellt Bond das Geld zur Verfügung, denn dieser kann spielen. Deswegen hat Bond (vorerst) keinen Grund mehr, Gewalt anzuwenden, und kann die Lage am Pokertisch bereinigen.
ZitatAber als ihr algerisches Amulett erwähnt wurde, hätte es ja bei allen klingeln müssen....
Was hätte klingeln müssen?
ZitatWas ich ja auch etwas luschig fand: der fiese Oberbösewicht wird am Ende (naja, ~25min vor dem Ende) von einem anonymen reinstürmenden Kerl einfach mit ner Kugel in den Kopf verabschiedet. Ein wenig unspektakulär, oder?
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Und auch das letzte Ende vom Film hat mir für einen Bond-Film nicht gefallen: wer ist denn nu der ominöse Mr. White?!?!? An sich hab ich ja nichts gegen Cliffhanger - solange ich weiß, dass es einen Fortsetzungsfilm gibt, wo das aufgeklärt wird
Aber aus den Bond-Filmen sind wir doch bisher immer alle rausgekommen und wussten: die Welt ist gerettet, der Fall abgeschlossen. Auch wenn der dahintersteckende Oberbösewicht vielleicht noch lebt...
So wurde gegen Ende die Zeit knapp: "die Schlampe ist tot" (geiler Spruch :D), es gibt telefonisch noch drei Sätze zu ihrem gekidnappten Macker und Mr. White wird ins Bein geschossen. Film Ende. Klar, genial ist schon, dass diese (Terror-)Netzwerke verflochten und verwirrend sind wie in der Realität auch, aber es wäre befriedigender gewesen, aus dem Kino zu kommen und zu wissen: die Kohle ist wieder im Königreich auf dem Konto.
Ich muß zugeben, daß auch ich zuerst nicht begesitert war vom Ende und dem Pseudo-Cliffhanger... auf der anderen Seite hat Bond am Ende das Geld ja... indem er dem Typen den Koffer abnimmt (wenn ich mich recht erinnere).
Was aber die Cliffhanger-Problematik an sich angeht: Nach einigem Nachdenken muß ich zugeben, daß ich das nicht so schlecht wie noch im ersten Augenblick finde. Es gibt dem Film und damit der Bond-Reihe einen gewissermaßen modernen Touch... z.B. mit den Erwartungen der Zuschauer zu brechen (und der Zuschauer hat bei Bond-Filmen eine Menge Erwartungen). Finde ich gewagt und nicht ganz so schlecht.
P.S: Die ganze Spoilerei nervt etwas. ![]()