Von dieser alles andere als objektiven linksradikalen Hetzschrift mal abgesehen, frage ich mich auch, wie viele eigentlich wirklich noch die Märchen von der massenhaft vorhandenden Arbeit und der faulen Arbeitslosen glauben?
Was soll die Politik machen? Ihr parteienübergreifendes vollkommenes Versagen in dieser Problematik einzugestehen und den Mut zu wirklichen Reformen zu haben?
Nein, man sucht sich einfach die Gruppe in der Bevölkerung aus, die gesellschaftlich und politisch die mit Abstand geringste Lobby hat, sich teilweise auch mangels einer guten Bildung am wenigsten politisch wehren kann, herrliche Einzelexemplare hervor bringt, die sich vorzüglich als Kamm, über den man den Rest der Gruppe scheren kann, eignen und schön lässt es sich weiter leben in Berlin.
Das wirklich verachtenswerte an den Hartz-Gesetzen ist IMO, dass es den Leuten nicht von Anfang an als das verkauft wurde, was es ist, nämlich nichts anderes ein drastisches Kostensenkungsprogramm mit teilweise tiefsten finanziellen und persönlichen Einschnitten in die Leben der Betroffenen. Dass dieses Kostensenkungsprogramm selbst in seinem wahren Kern völlig versagt und aus dem Ruder gelaufen ist, sagt alles über die fachliche Qualität derjenigen, die dieses Gesetz verbrochen haben.
Ob Peter Hartz wohl an seine brasilianischen VW-Muschis dachte, als er meinte, "es ist ein guter Tag für die Arbeitslosen". Und dann wagt sich jetzt noch ein Kauder aus der Deckung, der die quasi Einführung der kostenlosen Zwangsarbeit für HartzIV-Empfänger fordert.
Ich bin für Sanktionierung von Arbeitslosen, die zumutbare tatsächlich vorhandende Tätigkeiten (kein 1€-Bullshit oder Kauder-Zwangsarbeit), die zumindest ein spartanisches Leben auf eigenen Füßen ermöglicht, ablehnen, aber für alles andere bin ich definitiv nicht mehr.