Beiträge von D-Love

    Zitat

    Original geschrieben von supersiggi
    Afaik sollen die Studiengebühren in Form eines Kredits erhoben werden, sprich die eigentliche Zahlung erfolgt nach Abschluss des Studiums.
    Nichtdestrotz - ein Einstieg ins Berufsleben mit einem Schuldenberg ist nicht besonders toll...


    Jetzt aber BTT ;)


    Sicher ist das nicht toll, aber auch Nicht-Studierende müssen zu Beginn ihres Berufslebens oftmals Schulden machen, um Auto, eigene Wohnung etc. zu finanzieren. Ist es nicht fair, dass Akademiker, die vom Staat eine bessere Ausbildung erhalten und damit auch bessere Berufschancen haben, dann auch etwas dafür bezahlen. Niemand redet von den fünfstelligen Beträgen, die ein Studium in den USA kostet, aber ich denke, einen langfristig abzutragenden Betrag von 5.000-15.000 € halte ich für manche Studienfächer, die auch hinterher ein entsprechendes Einkommen generieren, durchaus für angemessen. Natürlich muss man für ein Medizinstudium weitaus mehr verlangen als für ein BWL-Studium. Zudem bietet es den Vorteil für den Studenten, dass er damit auch zum Kunden seiner Universität wird und sich mehr Wettbewerb zwischen den Hochschulen entwickelt kann.

    Um Studiengebühren wird man wohl nicht drum herum kommen, weil schliesslich möchten die Studenten ja auch in modernen und gut ausgestatteten Unis studieren und zudem bin ich mir auch sicher, dass sich die Zahl der Hobbystudenten, die sich ohnehin relativ sicher sind, dass sie ihr Studium nicht oder nicht so schnell vollenden werden, verringern würde.


    Aber muss es zur Bewältigung dieser Gebühren dann auch ein sehr zinsgünstiges, staatlich gefördertes Darlehen geben, so dass die Studiengebühren erst nach Abschluss des Studiums und Eintritt ins Berufsleben (die Höhe der Rückzahlung gestaffelt nach Gehalt) zurückgezahlt werden müssen. Da Berufseinsteiger mit abgeschlossenem Studium i.d.R. doch mehr verdienen als welche ohne und auch längerfristig der Weg in Führungspositionen offen steht, hielte ich das für eine faire Lösung.


    Problem ist natürlich, dass erstmal eine Finanzierungslücke entsteht, bis die ersten Absolventen dann auch tatsächlich ihre Studiengebühren nachträglich bezahlen.


    Entschuldigung, auf welchem fernen Planeten lebst du?


    Wo ist die SPD denn bitte schön in der Bildungspolitik kompetenter? Wenn die SPD in den letzten Jahrzehnten in irgendeinem Sektor Inkompetenz in Reinform bewiesen hat, dann in diesem. Einer Partei, die es nicht mal in der von ihr (ehemals) traditionell regierten Ländern auf die Reihe gebracht hat, ein Zentralabitur einzuführen, als dies in vielen unionsregierten Ländern schon längst Usus war, traust du die Einführung eines bundesweit einheitlichen Bildungssystems zu?? Und Gleichmacherei, ob finanziell, sozial oder bildungspolitisch in Form von Gesamtschulen hat noch nie funktioniert. Menschen haben unterschiedliche Fähigkeiten und Begabungen und die müssen in unterschiedlichen Schulformen gefördert werden (dass das z.T. in Realschulen und umfassend in Hauptschulen nicht mehr funktioniert, muss geändert werden).


    Innere Sicherheit:
    Wenn man nicht ganz blind ist, würde man auch merken, dass sich die SPD und die Union innenpolitisch nur in Nuancen unterscheiden. Die einzige Partei, die noch für Aufrechterhaltung von Datenschutz und Bürgerrechten eintritt, ist (leider) die FDP. Von daher wäre es sinnlos gewesen, auf diese Fragen einzugehen. Beckstein wird die Politik von Schily nahtlos fortsetzen.


    Und Aufbau Ost?
    Sollte man auch gemerkt haben, dass es schlussendlich nichts bringt, Millardenbeiträge in den Osten zu transferieren. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die privatwirtschaftliche Investitionen fördern. Nur Hilfe zur Selbsthilfe bringt etwas nachhaltiges. Das ist mit der Förderung von strukurschwachen Regionen, die es im übrigen schon lange nicht mehr nur im Osten, sondern z.B. auch im Raum Gelsenkirchen gibt, nichts anders als mit Hilfe für Entwicklungsländer. Staatliche Hilfe hilft kurzfristig, ist langfristig aber die Bremse für privatwirtschaftliche Investitionen und Engagement. Wenn ständig subventioniert wird, geht ein wichtiger Anreiz für Leistung verloren, das wiederum schreckt langfristig mögliche private Investoren ab. Und man ist in einem Teufelskreis staatlicher Subventionierung, aus dem man kaum noch heraus kommt.

    Cocho:


    Für so eine Einstellung musst du ein paar Jahrzehnte zurück gehen. Die gibt´s heute nicht mehr. Diese Einstellung war die aus der Zeit des Wirtschaftswunders. Heute haben wir gesellschaftsübergreifend die Spaßgesellschaft. Jeder tut nur noch etwas, wenn es notwendig ist oder es um etwas wichtiges geht, meistens für sich selbst oder wenn es eben Spaß macht. Bei solchen Entwicklungen kann man den Fussball nicht ausnehmen. Wenn die Spieler für ihre Vereine spielen oder mit der Nationalmannschaft in einem Turnier spielen, dann geht es um Ruhm, Ehre und vor allem Geld. So ein Spiel wie gestern ist nichts als eine den meisten unwillkommene Pflicht. Da braucht man sich nicht dran aufhängen oder eine Krise herbeireden. Wenn es um etwas geht, wird diese Mannschaft ganz anders spielen.


    Und der Konkurrenzkampf? Naja, wir haben nicht gerade dutzende von hochklassigen Spielern, die für die Nationalmannschaft wirklich in Frage kämen. Schon allein die Tatsache, dass solche formschwachen Nullen wie ein Hitzlsperger oder ein Hinkel (und das sag ich als VfB-Anhänger) in der Nationalmannschaft spielen, zeigt, dass Klinsmann eh keine Alternativen hat.

    Man muss auch nicht übertreiben mit der Kritik und die Niederlage gestern überbewerten.


    Anders als beim Confed-Cup sind die Spieler einfach noch nicht in ihrem Rythmus. Körperlich sind sie vielleicht langsam auf der Höhe, aber geistig noch lange nicht. Zudem war das Spiel gestern weder eins in einer Wettbewerbssituation wie beim Confed-Cup noch eines gegen einen Erzrivalen wie gegen Holland. Dass da, anders als bei den Slowaken, für die Deutschland wahrscheinlich immer noch ein unerreichbarer, großer Gegner darstellt, die Motivationskurve nicht bei allen Spielern neue Höhen erreicht haben dürfte, kann man sich denken. So sind Menschen eben.


    England und Holland haben in ihren WM-Qualifikationsspielen gestern auch alles andere als überzeugend gegen C-Gegner wie Wales und Armenien gewonnen.

    Noch ein Beispiel:
    Pro Evolution Soccer 4 ist mit Sicherheit das zighundertste Fussballspiel in der Geschichte der Videospiele, aber trotzdem zocke ich es schon seit Monaten fast jeden Tag, weil es eben das bislang realistische Fussballspiel ist. D.h. auch durch bessere Physik, Grafik etc. kann ein Spielkonzept deutlich besser werden. Man braucht nicht immer das Rad neu erfinden.

    Naja der Argumentation zufolge müsstest auch vor Jahrzehnten aufgehört haben, dir Filme zu anzusehen, denn von der Grundidee gab´s da auch schon so ziemlich alles, nur die Möglichkeiten der Visualisierung werden immer bombastischer, wie bei Videospielen auch.


    Mit jeder neuen Hardware-Generation werden aber auch Spiele folgen, die durch die neuen technischen Möglichkeiten Ideen von Designern möglich machen, die auf bisher technisch überhaupt nicht machbar waren. Dass die Gaming-Industrie zum Launch einer neuen Konsole hauptsächlich auf visuell aufgemotzte Versionen bekannter Marken setzt, ist nicht weiter verwunderlich. Denn damit fühlt sich die Masse der Konsumenten vorzüglich bedient und greift zu. Wenn die Masse der Gamer Innovationen wollte, dann würde sie sie auch bekommen. Aber so lange auch die 251. Neuauflage eines EA-Sports-Titels hervorragend verkauft, gibt es für die Industrie nicht den Hauch einer Motivation etwas grundsätzliches zu verändern.

    Ich glaub, der newage_02 ist auch nur ne Zwischenlösung. Wir müssen wohl bis zum leistungsfähigeren newage_03 warten. Hoffentlich wird dann die Firmware besser ins Deutsche übersetzt.