Beiträge von D-Love

    Hab den Artikel auch gelesen. Sofern man nicht einen entsprechenden Background hat, dürfte es schwer zu beurteilen sein, inwiefern die Behauptung in diesem Artikel stimmt. Und wenn es entsprechende Fakten gibt, dann hat der Journalismus nicht nur das Recht, sondern geradezu die Pflicht, darüber zu berichten, auch wenn es landläufige Gutmenschen-Ideologie hinterfragt.


    Wenn nur das lesen willst, was deinem Weltbild entspricht, dann gibt es dafür mit Sicherheit auch entsprechende Medien.


    Und was soll der Herr Schulz noch verbrochen haben?

    1.) Goldgrube für Consulting-Firmen ;)


    2.) Etwas, das man unbedingt von Anfang an richtig und konsequent auf- und umsetzen sollte, sonst kommt man aus dem Verschlimmbessern nicht mehr heraus. So weit bis man vor einem Scherbenhaufen steht und noch mal von vorne anfangen darf. Dann tritt wieder Punkt 1 ein :D Geht uns gerade auch so. SAP damals inkonsequent eingeführt ohne unsere Prozesse entsprechend anzupassen, zu Tode customized, Behelfslösungen um SAP herum gestrickt und mit komplizierten Schnittstellen mit SAP verbunden und nächstes Jahr wird der ganze Schrott gekillt und ein neues SAP aufgesetzt. Wenigstens will man diesmal die Prozesse ans System anpassen und nicht umgekehrt.

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Wie steht das aber in Relation zur Lohnentwicklung des Fußvolks? Ich hatte ja nochmal bewußt dazugeschrieben dass es nicht darum geht zu diskutieren ob die Höhe der Bezahlung von Abgeordneten OK ist oder nicht, dazu gibt es sowieso konträre Meinungen und generell wird es auch immer wieder kritisiert werden wenn die Abgeordnetenbezüge steigen. Stammtisch-"Berufs"nörgler gibt es immer.


    Der gemeine Arbeitnehmer kämpft aber mit Reallohnverlusten, hat oft also nicht mal die Möglichkeit den Standard zu halten. Lebensmittel wurden teurer, dazu die Umsatzsteuererhöhung, Bahntickets werden auch andauernd teurer... Vor diesem Hintergrund, und vor dem Hintergrund der Diskussion um den Mindestlohn, und angesichts vieler, seit langem ungeklärter Fragen in der Innenpolitik paßt es einfach nicht gut in die Zeit wenn eine Diätenerhöhung nun aber ruckzuck problemlos auf den Weg gebracht wird. Das kommt psychologisch nicht gut an weil es nicht in die Zeit paßt.


    Aus populärer Sicht ist eine Erhöhung der Abgeordnetendiäten nie psychologisch günstig. Wann denn, wenn nicht jetzt, wo wir eine halbwegs gute Konjunktur, keine Nettoneuverschuldung haben, sollte eine Erhöhung der Diäten stattfinden? Natürlich ist die Prozedur, dass Abgeordnete selbst über die Höhe ihrer Diäten und Erhöhungen entscheiden nicht unbedingt glücklich, aber vielleicht würde eine unabhängige Kommission ja zu ganz anderen Ergebnissen kommen und 15 oder 20% Erhöhung vorschlagen.


    Vom Reallohnverlust sind im übrigen auch Politiker betroffen, es sei denn es gibt in Berlin für Politiker inflationsfreie Wohnungen, Lebensmittel etc. Noch einmal: Wir reden hier von 9% nach 4 Nullrunden in zwei Schritten. Da haben die meisten Arbeitnehmer in den letzten 5 Jahren summiert genauso viel oder sogar mehr bekommen. Natürlich kann man jetzt auch wieder argumentieren, jemandem mit 8000 Euro im Monat tut der Preisanstieg weniger weh. Richtig. Aber wer und in welchem Beruf auch immer zu einem Gehalt von 8000 Euro gekommen ist, hat dies in der Regel von plakativen Gegenbeispielen einmal abgesehen, doch durch Leistung erreicht und hat genauso wie Arbeitnehmer einen Anspruch auf eine Erhöhung wegen Inflation.


    Von einer Diskussion zum Mindestlohn sehe ich jetzt mal ab, sonst wird der Thread nie mehr aufs richtige Gleis finden ;)


    Zitat

    Sagst du... Aus Sicht vieler Menschen ist es aber eben nicht mehr so. Die erleben es eben so dass sie nicht mehr die Möglichkeit haben ihren sozialen Status eigenverantwortlich zu verändern. Wer in Berlin Neukölln oder anderen Brennpunkten groß wird, wer auf der Hauptschule war, hat heute das Gefühl keine Chance im Leben zu haben. Dass es theoretisch doch Chancen gibt mag sein, aber die Hürde liegt so hoch dass es nicht mehr machbar ist wenn man nicht außergewöhnlich viel Engagement bringt - und die Mehrheit der Menschen ist nun mal das Mittelmaß, man kann eben nicht die Erwartung haben dass jeder überdurchschnittlich viel Leistung bringen kann.


    Was aus Sicht dieser Menschen so ist, interessiert mich eigentlich wenig.


    Leider ist es so, dass es bei einer gewissen gesellschaftlichen Schicht keinerlei Antrieb vorhanden ist, das Leben in die eigene Hand zu nehmen und die persönliche Situation zu verbessern. Pure Lebensunfähigkeit. Bildungsferne, Junk TV-konsumierende Zombies, die es noch schaffen, die wichtigsten Botschaften der Seite 1 einer BILD-Zeitung zur Hälfte zu verstehen, aber höchstwahrscheinlich nicht mal einen Absatz eines Artikels in der FAZ kognitiv erfassen könnten. Ich bin wirklich dafür alles zu tun, damit jedes Kind in Deutschland, ob Immigrantenkind oder von deutschen Eltern, die gleiche Chance hat, Bildung zu bekommen. Denn für die Verhältnisse, in die man geboren wird, kann man nichts. Aber wer spätestens in der Pubertät und als Erwachsener nicht doch langsam mal aufwacht und merkt, er muss was tun, er muss sich anstrengen und etwas leisten und dass das Leben was anderes sein kann, als um 12 aufzustehen, das erste Bier und die erste Zigarette des Tages zu konsumieren, für den kann ich einfach kein Verständnis aufbringen. Mir tun diese Menschen ja in dieser Lebensunfähigkeit leid, aber ich bin nicht bereit für diese Menschen mit arbeiten zu gehen. Jeder Cent an sozialen Wohltaten mehr, den man in diese Menschen investiert, könnte ich genauso gut in die Kanalisation schmeissen. Für die Kinder von solchen Menschen jede erdenkliche staatliche Förderung und Anleitung, damit diese eine Chance haben, aus diesen Verhältnissen herauszukommen, aber wer bis 25 nicht kapiert hat, wie man für sich selbst Verantwortung trägt, ist zu 95% verloren.


    Ich habe jetzt bewusst das Extrembeispiel gebracht. Natürlich gibt es zwischen Unter- und Mittelschicht, der ich mich als normaler Angestellter selbst zuordnen würde, noch viele Zwischenebenen aber mit ähnlichen Tendenzen auf schwächerem Niveau. Und ich meine auch nicht, Menschen, die unverschuldet in Arbeitslosigkeit geraten sind und aufgrund ihres Alters keinen neuen Job mehr finden. Nur denen hilft auch eine ALGI-Verlängerung absolut nicht, sondern wiegt sie eher noch in falscher Sicherheit. Die Schicht, die ich beschrieben habe, macht aber auf jeden Fall einen mindestens genauso großen Anteil an den Hartz IV-Empfängern aus.


    Ich habe dieses Jahr auf jeden Fall meine Leistung gebracht und im November dafür auch mehr als ein Monatsgehalt zusätzlich bekommen und ich könnte ehrlich gesagt KOTZEN, wenn ich sehe, dass ich die Hälfte an den Staat abtreten muss. Ich würde die Hälfte lieber spenden oder einem Altenpfleger, einer Krankenschwester oder einer Frisörin, die für 3 Euro die Stunde arbeitet,in die Hand drücken anstatt zuzusehen, wie eine in alte Schemata zurückgefallene SPD vorgezogene Wahlgeschenke und Sozialalmosen verteilt.


    Wenn es schon soweit ist, dass man als Erwerbstätiger mit Durchschnittseinkommen oder minimal darüber und Abneigung gegen die Grünen sowie gegen zu viel Konservatismus und Staatsterrorismus ausgerechnet die FDP als einzige Partei ausmachen kann, die die Interessen der Erwerbstätigen, die ihr Leben gerne selbstbestimmt und eigenverantwortlich in einer sozialen Marktwirtschaft leben möchten, vertritt, dann sieht man sehr gut, wie weit abgedriftet eine eigentliche Arbeiter- und Angestelltenpartei wie die SPD von der Wirklichkeit der tatsächlichen Leistungserbringer ist.

    Bei allem Populismus und auch dem kritikwürdigen Verfahren, dass die Abgeordneten selbst über ihre Diäten entscheiden können zu trotz, sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben und sehen, dass die Erhöhung die erste nach 4 Nullrunden war und in zwei Schritten erfolgt und so betrachtet, einer relativ normalen Lohnentwicklung entspricht. Von Maßlosigkeit kann überhaupt keine Rede sein. Und es ist geradezu eine Ironie, die seinesgleichen sucht, in einer Lohnentwicklung von unter 2% pro Jahr für Bundestagsabgeordnete eine Entschuldigung zu sehen, die Linkspartei zu wählen, deren neuer Name leider nichts daran ändert, dass es immer noch eine Nachfolgepartei der SED ist, deren Topfunktionäre in Saus und Braus lebten, während es der Bevölkerung an vielem mangelte. Außerdem bin ich sicher, dass ein Oskar Lafontaine früher auch zustimmend jede Diätenerhöhung mitgenommen hat. Nur heute als Populist am linken und rechten Rand passt das natürlich nicht mehr zum Image.


    Eigentlich wäre mir sogar lieber, man würde die Diäten noch deutlicher erhöhen, würde aber bezahlte Nebentätigkeiten für Unternehmen (die Selbstständigkeit soll natürlich niemand aufgeben müssen) stark einschränken und die Altersversorgung hauptsächlich auf ein Übergangsgeld zurück kürzen.


    Zudem ist der Vergleich von Hartz IV-Empfängern und den höchsten deutschen Parlamentariern schlicht nicht angemessen. Auch wenn als Hartz IV-Empfänger gerne der 58jährige, der 43 Jahre lang hart gearbeitet hat und heute keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt hat, heran gezogen wird, sieht die Realität doch auch ein bisschen anders aus. Viele Hartz IV-Empfänger sind auch zu einem großen Teil eigenverantwortlich in ihrer Lage. Natürlich gibt es Menschen, die hatten bessere Voraussetzungen und es gibt Menschen, die hatten schlechtere Voraussetzungen, aber auch wenn es ein wichtiges Ziel ist, die Schwelle, um eine gute schulische und berufliche Ausbildung zu erhalten gesenkt werden muss, so ist dennoch außer Frage, dass man auch vor der Bildungsdiskussion immer die Möglichkeit hatte, durch Eigenverantwortung, Ehrgeiz und Fleiß seine persönliche Situation zu verbessern und trotz widriger Umstände einen guten Schulabschluss, eine qualifizierte Ausbildung, ein Studium etc. zu schaffen.

    Ich zähle überhaupt kein Kleingeld. Ich brauche nur nicht wegen 5 Sachen einen Einkaufswagen :D. Alles, was ich an Service verlange, ist hinter der Kasse ein bisschen Platz, um das was ich gekauft habe, in einer Tüte zu verstauen :D

    Zitat

    Original geschrieben von Masta_U
    nee, du sollst das zeug einfach zuerst zurück in deinen einkaufswagen räumen und dann kannst du dir soviel zeit lassen wie du willst, es in deine tüten zu packen.


    da gibts wirklich schlimmeres!


    Und wenn ich keine Lust habe für ein paar Sachen einen Einkaufswagen zu verwenden? Das hat was mit Respekt vor dem Kunden zu tun, wenn ich mir meine Waren nach dem Bezahlen nicht schon fast auf den Boden geschmissen werden, damit ich mich endlich verziehe, sondern ich genug Fläche und Zeit habe, mein Rückgeld und meine Einkäufe zu verstauen.


    Für sowas und keine Alkoholiker, die vor dem Pfandautomaten drängeln, damit sie schnellstmöglich ihr nächstes Bier konsumieren können, gebe ich gerne ein paar Cent pro Artikel mehr beim neukauf aus.

    Zitat

    Original geschrieben von Boogieman
    @ Chicken: Auch das Grundgesetz läßt sich IMHO mit entsprechender Mehrheit ändern. Aber wir reden hier nicht nur über ungelegte Eier, sondern über Eier, die nie gelegt werden können, weil unsere Politiker ein lobbyistischer Haufen ist und es wahrscheinlich nicht mal zu solchen Vorschlägen kommen wird.


    Du überschätzt den Einfluß von Einzelstaaten gewaltig. Das Kapital, sprich die Großbanken, sind viel einflußreicher und mächtiger als jeder Einzelstaat. Wenn man sieht, wie effizient der Staat mit Geld umgeht, nämlich so, dass von 1 € maximal noch 50 Cent übrig bleiben, ist das vielleicht auch besser so...

    Zitat

    Um noch eine kleine OT-Idee zu bringen: Gehälter sowohl der Angestellten, als auch der Chefs am Unternehmensumsatz / -gewinn orientieren. Oder einen Schlüssel ausarbeiten, der das Gehaltsgefüge zwischen Chef und Mitarbeiter in Abhängigkeit der Anzahl der Mitarbeiter reglementiert. Das klingt zwar sehr nach einem eher sozialistischen Plan, aber ich denke nur so kann man der Lage Herr werden.


    Investivlohn ist nichts wirklich neues und ist ja schon heute möglich, wenn Unternehmen Aktien an ihre MA ausgeben. Und der andere Vorschlag würde nicht nur die Tarifautonomie, sondern auch die Vertragsfreiheit abschaffen und das hat dann mit Demokratie nichts mehr zu tun.

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    Original geschrieben von diego206
    Wieso zitierst du von raix nicht die Erklärung mit wie die 30% zu sehen sind? Willst du es nicht verstehen?


    Auch die 10-15%, auf die die GDL abzielen mag, sind angesichts des Tarifabschlusses mit anderen Gewerkschaften unrealistisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bahn im selbst allerallerletzten Angebot mehr als 6-8% plus Verbesserung der Arbeitsbedingungen etc. anbieten wird.


    Die Bahn hat doch nur folgende Möglichkeiten:


    - Der GDL ein Angebot unterbreiten, das wenn überhaupt nur minmal höher ist als der Tarifabschluss der anderen Bahngewerkschaften, so dass der betriebliche Frieden noch einigermaßen gewahrt ist. Das in Verbindung mit Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, was sich nicht plakativ in Geld umrechnen lässt


    - Alle Lokführer in eine Servicegesellschaft ausgliedern. In diesem Szenario kann man vielleicht 8% mehr Lohn zahlen bzw. eine ganz andere Entgeltstruktur mit besseren Aufstiegschancen ab x Jahren Erfahrung/zusätzlicher Qualifizierung anbieten. Aber dann fallen möglicherweise natürlich auch einige Leistungen, die die DB AG den Mitarbeitern gewährt weg, es wird möglicherweise noch mehr Flexibilität verlangt werden und man wird die Leistungen der Lokführer in einem eigenen Profit Center auch besser ablesen und bewerten können mit allen Konsequenzen. Ob die GDL diese Rentabilitätsprüfung wirklich will, wage ich zu bezweifeln.


    - Hart bleiben, so viel Beamte wie möglich zu Lokführern ausbilden, neue mit befristeten Arbeitsverträgen und Schnellausbildung einstellen und warten, bis der GDL das Geld ausgeht.

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    Original geschrieben von Pfalzbuy
    Stimmt!!! :top:


    Allein der Unterschied der Endgeschwindigkeiten der beiden verschiedenen Systeme ist gravierend, wenn ma nur mal an den Bremsweg denkt!


    Dafür gibt es bei U-/Stadt- und Straßenbahnen dichtere Zugabstände sowie im Falle von Stadt- und Straßenbahnen auch noch teilweise den Straßenverkehr, mit dem der Fahrer zu kämpfen hat.

    Netto-Läden habe ich auch ähnlich schmuddelig wie Lidl-Märkte im Gedächtnis.


    Ich kaufe eigentlich fast nur bei edeka oder REWE an, ab und zu mal im Kaufland. Ich habe festgestellt, dass ich die paar Cents gerne ausgebe für die angenehmere Einkaufsatmosphäre und die freundlichere Bedienung. Und auch die Kundschaft ist eine andere. Beim LIDL steht ja fast alles nur in Kisten rum, besonders sauber ist es nicht, schlecht beleuchtet und an der Kasse gibt es keine Fläche zum Einpacken, sondern man ist gezwungen, das Zeug in Rekordzeit einzupacken.