Beiträge von D-Love

    Gut, zum UH habe ich sowieso meine Meinung. Respekt vor dem, was er beruflich in seiner Funktion bei Bayern erreicht hat, aber das was man persönlich/menschlich von ihm in der Öffentlichkeit sieht und hört, beantwortet die Frage, warum er in fast jedem Stadion der BL mit den gleichen Sprechchören empfangen wird. Ein Unsympath, wie er im Bilderbuche steht, selbstgerecht, arrogant, ganz groß im Austeilen und ganz erbärmlich im Einstecken. Kann große Reden darüber schwingen, wie seine Spieler geschützt werden müssen, aber kein Wort über die Tätlichkeiten eines van Bommel, eines Lucio, eines Ribery. Vom Fernglas sprechen, aber nach einer 1:3-Klatsche zu eingeschnappt sich den Fragen zu stellen.


    Manche würden sagen, Hoeneß ist einfach nur ein A......, ich bevorzuge den Namen Hoeneß als Schimpfwort an sich.


    Was die Stimmung betrifft, muss man dazu sagen, dass die in München schon immer schlecht war und die Bayern sich sogar selbst zu den schlechtesten der Liga zählen, wenn man einer neulich in Sportbild veröffentlichten Studie glaubt. Das liegt daran, ich muss jetzt mal einen User von Welt Online zitieren bei einem Gros der Bayern-Fans tatsächlich das fehlt, was einen zu einem wirklichen Fan macht, nämlich "Emotion, Leidenschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und teilweise auch Lebensinhalt". Ich würde noch Identifikation mit der Stadt/Region dazu zählen. Es ist eine Tatsache, dass sich der Bayern-Anhang sehr deutlich von dem anderer Vereine unterscheidet und eben doch der Anteil des Publikums, das ausschliesslich von Erfolg und Image angelockt worden ist, proportional deutlich größer ist. Und die einzigen, die wirklich so etwas wie eine tatsächliche Fanszene in München darstellen, nämlich die Schickeria, steht mit dem Verein ja mehr oder weniger auf Kriegsfuss, sicher auch durch Fehlverhalten einzelner Mitglieder, aber vor allem auch weil kritische Fans, die die Politik des Vereins hinterfragen, bei Bayern nicht sehr willkommen sind.

    Manche Kritik an "Wetten dass...?" wirkt gelinde gesagt etwas weltfremd.


    Was man an sich von der Qualität der Sendung hält sei dahin gestellt, es steht jedoch außer Frage, dass die Show im Vergleich zur Entwicklung des TV insgesamt extrem innovationsresistent gewesen ist über die vielen Jahre und daher das subjektiv gefühlte "Früher war die Sendung besser...wie alles" nicht zutreffend ist.


    "Wetten dass...?" war seit jeher eine Mischung aus Promizoo und Kindergeburtstag. Und schlechte Wetten, gute Promis und gute Wetten, schlechte Promis gab es auch schon seit jeher.


    Das, was sich wirklich über die Jahre verändert hat, ist die Welt außerhalb von "Wetten dass...?". Früher gab es in "WD" Dinge zu sehen, die es sonst nirgendwo im deutschen TV zu sehen gab. Heute gibt es zum einen Unmengen an TV-Sendern mit abgedrehten Formaten und zum anderen natürlich das Internet, indem sich jeder Verrückte und jeder, der verrücktes betreibt, der Welt präsentiert. Da kann selbst die beste Redaktion es im Rahmen einer Samstagabendshow im ÖR nicht immer schaffen, dies noch zu überbieten.


    Und beim Schauspieler, Sänger etc. gehört es schlichtweg einfach zum Beruf, den Film oder die Platte zu promoten. Glaubst du, die haben in ihrer Freizeit nichts besseres zu tun als beim Gottschalk auf der Couch zu sitzen? So eine D-Prominente wie die Bause freut sich vielleicht tatsächlich und auch für den ein oder anderen deutsche Schauspieler, dessen Name und dessen Film man nach 5 Minuten sowieso schon wieder vergessen hat, mag das eine Ehre sein, aber ansonsten ist einfach business as usual. Der Promi macht seinen Job und der Zuschauer kriegt die seichte Fernsehunterhaltung, die er am Samstag abend im ZDF erwartet. Wer tiefgründig sein Privatleben vor der deutschen Fernsehnnation auskotzen möchte geht zu Beckmann und Kerner.


    Und Rihannas Auftritt fand ich grundsolide und hat auch seinen Zweck erfüllt, damit wenigstens auch ein paar aus der Zielgruppe 14-29 zuschauen. Die Dame hat 8 Millionen Alben und 25 Millionen Singles verkauft. Warum soll die vor Aufregung ein feuchtes Höschen kriegen, wenn sie bei "WD" auftritt.


    Und was die USA-Reise, die verschenkt wurde, betrifft. Selbst wenn das ZDF das tatsächlich selbst zahlen würde, wovon ich eigentlich nicht ausgehe, ist das bei den Konditionen, die der Sender mit Sicherheit bekommt im Gesamtbudget einer solchen Sendung ein Mückenschiss.

    Zitat

    Original geschrieben von Jochen
    Habe heute beobachtet, wie ein Stuttgarter auf der Autobahn einen Karlsruher überholt hat. Ein ganz großer Tag für Stuttgart.


    Auf der A8 zwischen S und KA zu überholen ohne den Standstreifen zu verwenden kann manchmal schon eine echte Heldentat sein :D

    Es ist in der Natur des Geldes, dass Bayern auf eine Saison gesehen meistens vor uns stehen wird. Ich finde da so einen direkten Vergleich viel interessanter und prestigeträchtiger als auf die Tabelle nach 34 Spieltagen zu schauen. Bayern hat sich durch die Erfolge und zugebenermaßen gutes Management, auch wenn der Hoeneß eine Wurst ist, einfach eine finanzielle Position erarbeitet, an der kein anderer deutscher Verein in absehbarer Zeit herankommen wird.


    Und zum KSC: Mit sowas beschäftige ich mich gar nicht. In ein paar Wochen schon ist die reelle Reihenfolge in der Tabelle wieder hergestellt. Und für die unverdiente Niederlage im Derby gabs zum einen heute Revanche Teil 1, denn die zweite Mannschaft hat heute schon die erste Wiedergutmachung betrieben (und das auch noch im Stadion der Kickers :-( ) und Teil 2 folgt im neuen Jahr, wenn sich der KSC wie jedes Mal in Stuttgart (hoffentlich nur auf dem Spielfeld und verbal) eine Klatsche abholt. Der KSC soll froh sein, dass er jetzt mal wieder ein, zwei Jahre Bundesliga spielen darf. Wenn da nicht schnell was passiert in Sachen Stadionumbau, sind die sowieso auf Dauer nicht konkurrenzfähig, denn selbst eingefleischte KSC-Anhänger müssen eingestehen, dass das Wildparkstadion eine einzige Bruchbude ist.

    Wenn er so weitermacht rotiert sich der Ottomar ganz schnell auf den Stuhl des Schweizer Nationaltrainers.


    Indiskutable Aufstellung in einem Spiel gegen den immerhin noch amtierenden Deutschen Meister und damit schon von vorne herein ein völlig falsches Zeichen gesetzt, indisuktable Einstellung der Mannschaft (eigentlich sollte nach so einer Demütigung wie im letzten Jahr maximaler Einsatz selbstverständlich sein) und erneut zeigen die Bayern in der Niederlage wieder einmal ihr wahres Gesicht. Unsportlich (zweimal weitergespielt, obwohl ein Stuttgarter auf dem Boden lag), unsympathisch und brutal (nach Bimmelbommel im letzten Jahr diesmal Lucio).


    Aber mir soll´s recht sein. VfB die Nr.1 im Süden, der KSC hat ordentlich auf die Mütze bekommen. Einziger Negativpunkt, dass der HSV nicht gewonnen hat.