Beiträge von D-Love

    Nach der positiven Entscheidung für S21 will jetzt auch die Rhein-Neckar Region der geplanten NBS Mannheim-Frankfurt neuen Wind verleihen. Allerdings ohne den berühmt-berüchtigten "Milchkannen (Zitat Mehdorn)-Bypass", den die Bahn trotz Verbot durch Politik und Gerichte weiterhin verfolgt, also die Umfahrung von Mannheim Hbf, um die Fahrzeit von Stuttgart nach Frankfurt von 70 auf 53 min verkürzen zu können. Mit einem Halt am Mannheimer Hbf wäre die Zeitersparnis zwar auch noch da, aber nicht mehr so groß.


    Wie auch immer, sollte diese NBS auch unbedingt weiterverfolgt werden. Wenn dieses Puzzlestück noch dazu kommt, dann haben wir in zehn Jahren im Süden/Südwesten ein durchgehende Hochgeschwindigkeitsnetz München-Stuttgart-Mannheim-Frankfurt Flughafen-Köln in ca 3:30h. Das ist auf der Relation München-Köln immerhin eine Zeitersparnis von 45 min (heute: München-Stuttgart 2:00h, Stuttgart-Köln 2:15h, künftig: München-Stuttgart 1:30h, Stuttgart-Köln 2:00h). An dem Beispiel sieht man aber auch, dass alte Kopfbahnhöfe wie der Frankfurter, den die schnellen ICEs von Stuttgart nach Köln schon heute umfahren (während nur die langsamen, die über Heidelberg-Mainz-Wiesbaden verkehren noch am Frankfurter Hbf halten), in Zukunft immer mehr abgehängt werden vom HGV. Deswegen gab es ja auch in vielen anderen Städten "21"-Projekte.

    Zitat

    Original geschrieben von blackattack
    Als "so" großer VFB Fan sollte man wenigstens die Namen seiner Spieler korrekt schreiben können :D:D:D BaLLakov? :D


    Also so, Красимир Генчев Балъков ;)

    Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Das Ganze sind mal wieder rausgeworfene Steuergelder und massive Beeinträchtigungen der Anwohner.
    Ein neuer Bahnhof wie in Kassel oder der Fernbahnhof am Frankfurter Flughafen hätten es auch getan.


    Aber da wollen sich ein paar Politiker wieder mal ein Denkmal des Größenwahn setzen. Ein Ausbau der Zugstrecke ist ja ok. Nur die halbe Stuttgarter Innenstadt zu untertunneln und bergeweise Erde zu verschieben ist Schwachsinn für ein paar Tausend fernreisende Zugfahrer.


    Die Autobahnen um Stuttgart hätten das Geld wesentlich nötiger.


    Dass beide von dir angesprochenen Bahnhöfe im Zuge von Projekten (NBS Rhein-Main-Köln 6,0 Mrd. €, NBS Hannover-Würzburg 6,5 Mrd. €) entstanden sind, die weitaus teurer als Stuttgart21+NBS Wendlingen-Ulm gewesen sind, lässt du mal eben unter den Tisch fallen oder?


    Zumal der Vergleich völlig daneben ist. Der Frankfurter Flughafenbahnhof hat 20 000 Fahrgäste am Tag, der Stuttgarter Bahnhof 220 000 und Wilhelmshöhe ist ein politischer Halt einer mittelgroßen, unbedeutenden Großstadt, die wahrscheinlich ansonsten gar nicht oder nur begrenzt von einem ICE überhaupt angefahren werden würde.


    Und dass nur der Fernverkehr von S21 profitiert, ist auch Quark.


    Der Durchgangsbahnhof wird einen massiven Ausbau von direkten Querverbindungen in der Region ermöglichen, wie z.B. ES-S-LB. Die neue S-Bahn-Station "Mittnachstraße" wird die S-Bahn-Station "Hbf" massiv entlasten. Der Ausbau der S-Bahn-Station am Flughafen zum Regionalbahnhof und der Neubau des Fernbahnhofes Flughafen/Messe wird den Pendlern in der Region Reutlingen/Tübingen, die auf den Fildern arbeiten, erhebliche Vorteile bringen. Stuttgart 21 wird Autos von der Straße holen. Und das muss das Ziel sein und nicht unbegrenzt Lebensraum mit Autobahnen zupflastern. Wer das noch für ein Zukunftskonzept hält, der verzapft wirklich Blödsinn. Natürlich muss Stuttgart auch ein leistungsfähiges Straßenverkehrsnetz haben und wenn notwendig, muss auch aus- und neugebaut werden, aber auch wenn man Straßen mit 10 Spuren bauen würde, gäbe es die gleichen Staus, weil man leider nicht die Intelligenz der meisten Verkehrsteilnehmer verdoppeln kann.

    Die Bahnsteige werden 100m nach draußen verlegt und provisorische Überdachungen gebaut. Am Fahrplan ändert sich nichts. Die Züge waren ja im momentanen Bahnhof ohnehin auch ohne Baustelle so quälend langsam ein, dass es langsamer ja gar nicht mehr geht. Ich denke, 100m zusätzlicher Fußweg zum Zug ist durchaus zuzumuten, zumal die Bahn ihren Gepäckservice ausbauen wird.


    Eins ist mal ganz sicher: Bei einer Kopfbahnhof-Flickschusterei wären die betrieblichen Einschränkungen deutlich spürbarer als bei einem Neubau.


    Zur Baustellenlogistik:
    Zwar müssen Stadtbahntrassen und Straßen für den Bau teilweise verschwenkt werden, aber es sollen keine Fahrspuren wegfallen. Ein Verkehrschaos ist daher nicht zu befürchten. Zudem wickelt die Bahn den Großteil der Baustellenverkehre auf ihrem eigenen Gelände ab.


    Ab 2010 beginnt der Bau des Hauptbahnhofs, des Tunnelrings und der NBS. Aber die vorbereitenden Bauarbeiten sollen bereits nächstes Jahr beginnen. Als unmittelbarer Anwohner freue ich mich natürlich auch, dass es auf A1, dem Filetstück, das bereits geräumt ist, jetzt endlich weitergeht, u.a. mit dem Bau der Bibliothek21. Und auch für das Hochhaus an der Wolframstraße könnte sich jetzt schnell ein Investor finden laut Experten.

    Zitat

    Original geschrieben von nokia*night*
    die bahn sollte lieber die kosten zur korrekten bezahlung ihrer angestellten verwenden


    was nutzt einen ein solcher bhf wenn höchstens nur noch ausländ. züge durchfahren ;)


    nokia*night*


    Oh je, das wird jetzt aber OT.
    Aber mal ganz ehrlich. Die Forderungen der GDL sind unverschämt. Reden nur von den niedrigen Grundgehältern, verschweigen aber die sämtlichen Zuschläge, die einen durchschnittlichen Lokführer auf knapp 2000 Euro NETTO bringen und das halte ich durchaus für nicht völlig unterbezahlt, denn der Job erfordert zwar eine gute Auffassungsgabe, hohe Konzentration und ein großes Verantwortungsbewusstsein, aber man muss jetzt auch nicht übermäßig qualifiziert dafür sein, studiert haben etc.
    5% meinetwegen, aber 31% sind völlig indiskutabel.


    Und die persönlichen Einschränkungen, wie Wochenendarbeit usw. Damit muss man in einem Dienstleistungsberuf eben leben. Das weiß man vorher.

    Welch Desinformiertheit.


    1.) Wusste nicht, dass die Stadt München 1,8 Mio. Einwohner hat. Hat sie nämlich nicht, und die STADT Stuttgart hat über 590.000 Einwohner und nicht 500.000. Was aber sowieso nicht so entscheidend ist, dem im Gegensatz zu München, ist nicht das halbe Umland eingemeindet worden, so dass die Stadt Stuttgart zwar "nur" 590.000 Ew hat, was aber immer noch zur sechsgrößten Stadt Deutschlands ausreicht, im zusammenhängenden Stadtgebiet aber deutlich über 1 Mio. Ew leben (Kornwestheim, Ludwigsburg, Leonberg, Esslingen, Leinfelden-Echterdingen, Filderstadt, Fellbach, Sindelfingen etc. pp.). Und die Region Stuttgart ist sowieso größer als die Region München.


    2.) Das Ruhrgebiet wird schon genug subventioniert, sei es durch Kohlepfennig oder schlichtweg durch Sozialleistungen. Dass die Züge dort fahrende Mülleimer sind und das Schienennetz marode ist, ist das Resultat jahrzehntelanger nordrhein-westfälischer Misswirtschaft und im Falle der Züge auch einer gewissen sozialen Verrohung. Der Bund ist für den Fernverkehr in NRW zuständig. Und der ist IMO in Ordnung, zumal auch vor nicht allzu langer Zeit Millarden für die Strecke Köln-Frankfurt geflossen sind. Der Kölner Hbf als wichtigster Bahnhof ist edel und modern. Für den Zustand des Nahverkehrs in NRW ist einzig und alleine das Land zuständig und nicht die Steuerzahler in Baden-Württemberg, Bayern oder Hessen.