Beiträge von javaman

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    Original geschrieben von dapuse
    Wer einmal ein iphone besitzt boykottiert NOKIA automatisch.


    So ist das jedenfall bei mir.


    :top:


    Genau so. Nur iPhones aus chinesischen Sklavenfabriken kaufen, wo Menschen wie in KZ ausgebeutet werden und oben drauf nur der Spruch "Arbeit macht frei" fehlt.

    Achja, heute berichtet die WAZ, dass wohl einige kleinere High-Tec Unternehmen aus dem Ruhrgebiet bereits angefangen haben einen Teil der Nokia - Mitarbeitern Angebote zu unterbreiten, da sie dringenden Personalbedarf haben.



    Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Blödsinn, wenn das stimmen würde, gäbe es keinerlei Produktion mehr hierzulande. Es gibt allerdings immer noch viele Unternehmen, die z.T. ganz erhebliche Summen in D investieren. Es gibt sogar viele Unternehmen, die wieder zurückkommen, nur das wird nicht so an die große Glocke gehängt.


    Unternehmen kamen zurück weil der deutsche Standort wieder durch die Reformen der letzten Jahre wettbewerbsfähig wurde und genau dies ist die einzige Konsequenz, welche man aus dem Weggang von Nokia ziehen muss: weitere Reformen und Veränderungen zur Stärkung des Standortes Deutschland und kein Stillstand.

    Zitat

    Original geschrieben von Pitter
    Vor kurzem hat Nokia erklärt, dass man die Rendite von 17 auf 20 % erhöhen möchte. Sind 17% für dich unrentabel?


    :top:


    Diese Zahl gilt für den gesammten Konzern und nicht für den Standort Bochum. Laut Gerüchten lag das Bochumer Werk gerade mal bei 2,7 % .



    Sagt mal alle, boykottiert ihr eigentlich auch alle das deutsche Unternehmen Balda, was seit den 80er schon in China produziert und euch überhaupt günstige Telefon ermöglicht?


    Balda baut weiter in Deutschland ab:
    http://www.heise.de/mobil/newsticker/meldung/100815

    Zitat

    Original geschrieben von ecolo
    Nur mal als Info, gestern gab es bei T-Mobile im Geschäftskundenbereich 35000 Stornos von Nokia Handys und das nur an einem einzigen Tag :top:


    :top:


    Vorbildlich! Zeigen wir es doch, dass kein Konzern den Fehler machen sollte bloß auch nur einen Cent in Deutschland zu investieren. Besser gleich wie Apple, RiM, SE, Samsung, LG oder HTC in Süd-Ostasien produzieren und mit hohen Margen in Deutschland verkaufen.


    :)

    Zitat

    Original geschrieben von chlettn
    Also wirklich :rolleyes: bei den ganzen Stammtisch-Weisheiten die man hier so liest wäre ja jeder zweite seiner Meinung nach der beste Wirtschaftsminister und/oder Top-Manager...


    "Ökonomischer" Linkspopulismus schlägt dieser Tage nun mal bei den Leuten ein, wie man ja auch den betriebswirtschaftlichen Ratschlägen des Populisten Rütgers sieht, der einen erfolgreichen Weltkonzern so dir nichts, mir nicht nun anscheinend eine Unterrichtsstunde in Ökonomie geben will.


    Alleine diese Geschichte mit den angeblichen Subventionsheuschrecken ist das dämlichste, was ich seit Jahren gehört habe. Vor allem aber schade, dass nun auch die CDU auf diesen links-romantischen Trip der SPD mitmacht.


    80 Millionen € hat also Nokia an Subventionen bekommen über 10 Jahre? Mich würde es wirklich interessieren wie viel Geld wieder in die öffentlichen Haushalte geflossen ist durch Steuren, soziale Abgaben, infrastrukturelle Investitionen durch Nokia und so weiter. Ich würde wetten, dass Nokia bei der Größe des Standortes und den ganzen abhängigen Unternehmen in der Region, mit Sicherheit pro Jahr einen höheren Beitrag als 80 Mill. € wieder zurück eingezahlt hat. Hierzu wird sich aber natürlich kein Politiker äußern.


    Auch lustig ist es wie Politiker, als auch die Massenmedien, konsequent ignorieren, dass Nokia nur einen Teil der Produktion nach Rumänien verlagert. Die High-End Modelle sollen ja laut Nokia exklusiv nach Finnland gehen, einem Hochlohnland, wo aber seit der Krise Anfange der 90er Jahre, ein eine absolut vorbildliche Politik in ökonomischer Richtung betrieben wird.


    Aber solange dieser linke Wahn weiter anhält werden wir wieder Stillstand haben und ich sehe schon mal die ganzen Threads kommen wenn Opel doch noch in Bochum das Werk dichtmacht, weil sich an den grundlegenden Problemen in Deutschland nichts geändert hat: Bürokratie in allen unternehmerischen Bereichen, eines der komplexesten Steuersysteme in der EU, geringe Ausgaben für Hochschulbildung, schlechtes Schulsystem, verfallende Infrastruktur gerade im Ruhrgebiet, zu hohe Lohnenbenkosten, zu unflexible und teure Arbeitsmodelle in Branchen mit starken Gewerkschaften, zu wenig Förderung von Unternehmensgründungen in Hochtechnologiegebieten und so weiter.


    Gerade wo sich mit Schröder als Kanzler hier eine Besserung abzeichnete schwenkt man nun voller Angst wieder auf die Politik der Zeit Kohl und Schmidt gepaart mit linken Romantismus. :mad:

    Also, in dem Monat wo ich nur mein iPhone genutzt habe, kam ich monatlich auf etwas an die 250 MB. Morgens und abend immer schön im Zug bisschen im Web geschmöckert, private e-Mail abgeholt. War aber nur in der Arbeitswoche genutzt.



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    Original geschrieben von Benz-Driver
    Wow! Sind bei Euch in D die Datentarife echt so teuer?! :eek:


    Bei uns in A kosten 500mb (als Option zum Sprachtarif) 15,- und das kam mir schon sehr viel vor!


    Vodafone halt und vor allem noch 100 kb Abrechnungsblöcke :D:D


    Kommt man mit dem o2 Netz klar, bekommt man 5 GB schon ab 21,50 € inklusive Großstadt - HSDPA (wachsender Ausbau). Eine UMTS Flat bei e-Plus kostet 25 € . Dafür hast du in D nur bei Vodafone (dort wo kein UMTS) und t-mobile (fast flächendecken) EDGE, was für das iPhone schon essentiell ist.

    Daneben, ich weiß gar nicht wieso hier immer nur Rumänien kommt:


    - die 8xxx werden doch eh in Südkorea gefertigt mittlerweile


    - etliche Baureihen werden nun nur noch in Ungarn hergestellt


    - Billige Baureihen gehen nach Rumänien


    - Die technisch hochwertigen Baureihen werden nun wieder nur noch in Finnland entwickelt und produziert


    Oder habe ich nun irgendwas falsch verstanden in der PK?

    Wenn man heute mal den Wald an Wirtschaftszeitungen durchblättert stellt sich relativ klar was das Problem mit Bochum war.


    Bochum war schon im Endeffekt unrentabel für Nokia(dies impliziert nicht unbedingt nur den reinen Produktivität- und Entlohnungsfaktor als Messlatte) im Jahr 2001. Dann wurden neue Subventionen zugeschossen und wohl bisschen was geändert in der tariflichen Ausgestaltung und das Werk konnte noch gerettet werden.


    Dann werden ja in Bochum primär die Handys aus einzelnen Komponenten gefertigt, welche aus der ganzen Welt kommen und sehr selten aus der Bochumer Region. Da die Zulieferer dieser Komponenten sich harte Schlachten liefern arbeiten sie mit sehr geringen Margen und es zählt jeder gesparte Cent. Deutschland ist also absolut unattraktiv als Standort für diese Zulieferer, da nicht nur zu teuer sondern auch in vielen Belangen zu unflexibel, wie z. B. Kündigungsschutz.


    Allerdings entstehen durch diese räumlichen Distanzen zwischen den Entwicklern, Fertigung und Zulieferern natürlich diverse Probleme für Nokia. Entsprechend will Nokia möglichst regionale Verflechtung von Zulieferern, Entwicklern und der Fertigung. In Bochum war dies nicht zu erreichen, da die bestehenden Zulieferer nicht nach Deutschland kamen. Da also die Zulieferer nicht nach Deutschland kommen, muss Nokia zu den Zulieferern. So kommt übrigens die Aussage mit den geringen Lohnanteilen bei dem Bau eines Handys, da ja die Lohnkosten bei der Fertigung eines Handys eher bei der Herstellung der Komponenten zu suchen sind.


    Dazu kamen wohl die Faktoren, dass Nokia möglichst große Standorte haben will und halt die gesammten ökonomischen Rahmenbedingungen haben nicht gestimtm.


    Die NRW Regierung und auch die deutsche Bundesregierung sollte also sich eher darum bemühen diese sinnlosen Subventionen abzubauen, welche eine typische „Krankheit“ der deutschen Politik sind und versuchen den Standort NRW weiter attraktiver zu machen. Mehr Geld in die Hochschulbildung, Ausbau der Infrastruktur, günstigere Konditionen für Unternehmsneugründung, weitere Reformen des sozialen Systems und so weiter. Die Rahmenbedingungen legt nicht die Unternehmung fest, sondern die Politik. Gute Rahmenbedingungen sind letztendlich, die „sozialste“ Politik welche eine Regierung machen kann, nämlich eine nachhaltige Stärkung des lokalen Standortes. Verteilen kann erst etwas wenn es auch erwirtschaftet wurde.
    Eher infantil ist dieses "Drohen" der deutschen Politiker um von eigenen Problemen abzulenken. Wenn ich jemanden was schenke und es nicht vertraglich regele kann ich doch nicht denjenigen drohen.


    Und über das Thema Subventionen sollte man sich in deutschen Politik eh sehr stark zurückhalten. NRW badet gerade die Früchte der Jahrzehnte der sinnlosen Kohle - Subventionen aus. Subventionen für Unternehmensniederlassungen sind der absolute falsche Weg und sind nur ein Bestechungsmittel um von schlechten Faktoren abzulenken, wenn die Politik ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben.


    Übrigens was interessantes zum Standort in Rumänien:


    http://derstandard.at/?url=/?id=3184952

    Zitat

    Original geschrieben von sge500
    ich sage nur , das wir in deutschland einfach unser wissen, patente usw. exportieren.


    "Wir" in Deutschland?


    Ich, wenn ich Finne wäre, würde mich auch aufregen wenn das Vorzeigeunternehmen meines Landes einfach Wissen, Patente und so weiter nach Deutschland "exportiert". Das geht doch nicht. :)

    Wobei ich noch was zu fehlenden UMTS anmerken wollte. Gerade bei o2 (e-Plus nutze ich nicht) fällt mir auf, dass ich an vielen Stellen mittlerweile besseren UMTS als GSM Empfang habe und das stellenweise mitten in der Dortmunder Innenstadt.
    Oben im Norden Deutschlands hatte ich sogar Plätze wo ich nur UMTS Empfang hatte. Ist also nicht unbedingt immer so problemlos mit dem fehlenden UMTS bzgl. der Sprachdienste.