Laut Info-Fax auf der Vodafone-Seite werden z.B. Verbindungen nach Deutschland im 30/30-Takt abgerechnet, wenn man im Netz von T-Mobile Austria eingebucht ist. Kurzgespräche würden dadurch deutlich billiger.
Was mich sehr geärgert hat, war die Arroganz des Hotline-Mitarbeiters, der auf meine Bitte, in den Standard-Roaming-Tarif wechseln zu wollen, ziemlich pampig geantwortet hat "Sie können nicht wechseln." und "Als Kunde haben Sie sich zu informieren.". Gut, vielleicht ist Vodafone juristisch im Recht. Aber welcher Kunde informiert sich bei Vertragsabschluss darüber, ob im gewählten Tarif ein Sondertarif fürs Roaming gilt? Als Kunde gehe ich davon aus, dass der Tarif des im jeweiligen Land gewählten Netzbetreibers plus soundsoviel Prozent Aufschlag gilt, wie es in den Vodafone-Info-Faxen auch beschrieben wird. Der Hinweis "Bei Vertragskunden ist standardmäßig Vodafone World eingestellt" auf der Vodafone-Seite existiert meines Wissens nach erst seit kurzem. Aber gut, dies weiß ich jetzt nicht hundertprozentig sicher.
Mich ärgert einfach diese Augenwischerei, die Vodafone mit den Kunden bei Vertragsabschluss betreibt. Da werden Kunden nicht auf die Vodafone-World-Roamingtarife hingewiesen, da wird nicht darauf aufmerksam gemacht, dass der monatliche Mindestumsatz nur auf netzinterne Verbindungen und Verbindungen ins Festnetz angerechnet wird usw. Hinterher ärgert sich der Kunde. Und was ist nach Ablauf der Vertragslaufzeit? Der Vertrag wird trotzdem (notgedrungen) verlängert, da die meisten Gesprächspartner ebenfalls Kunde bei VF sind und ein Wechsel zu E-plus die Gesprächsgebühren in die Höhe schrauben würde, den horrenden IC-Gebühren sei Dank. Trotz vier GSM-Netzbetreibern und zahlreichen Providern gibt's in Deutschland keinen Wettbewerb, sondern ein Mobilfunk-Kartell. Wenn das Mobiltelefon nicht schon längst Bestandteil des täglichen Lebens wäre, würde ich es sofort in die Ecke pfeffern...
Mein Vorschlag: (E-)GSM-900-Lizenzen für E-plus und O2, die kleinen Netzbetreibern auch eine flächendeckende sowie eine gute Indoor-Versorgung gewährleisten können. Das würde dem Wettbewerb in Deutschland gut tun. Soweit wird es nur leider nie kommen. Aber jetzt schweife ich zu sehr ab...
Gruß
Florian