Die generelle Problematik der Deutschen ist, dass sie sich lieber selbt bemitleiden statt ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mal ehrlich, so schlimm ist das in keinem anderen Land. Alles ist schlecht, alles geht den Bach hinunter und keiner tut etwas dagegen - schon traurig.
Dabei ist das Land reich an jungen Leuten mit Ideen, teilweise sogar mit einem überragenden Bildungsstand - nur Jobs gibt es keine. Oder halt: es gibt nur an Ort und Stelle keinen Job, 600 km weiter jedoch schon.
Natürlich könnte man jetzt jahrelang lamentieren warum das so ist, natürlich könnte man sich darüber ärgern - man könnte aber auch einfach seine Beine in die Hand nehmen und dort anfangen.
Meine gesamte Familie hat das so gemacht, meine beiden Brüder arbeiten in Bayern (samt Kind und Kegel), meine Schwester in Niedersachsen - ich konnte zum Glück in Berlin bleiben. Alle waren vorher arbeitslos und haben hier in der Region absolut nichts gefunden, irgendwann hat es ihnen gereicht und nun verdienen sie gut Geld.
Warum man dafür "abwandern" muß? Keine Ahnung ... Wünschenswert wäre es natürlich Arbeit in seiner Region zu finden nur entspricht das lange nicht der Realität. Traurig aber wahr.
In Sachsen hat sich bspw. Industrie angesiedelt weil dort sowohl das KnowHow als auch günstige Konditionen vorhanden waren. Vor allem aber weil sich die Landesregierung unkompliziert angestellt und Genehmigungsverfahren schnell bearbeitet wurden.
Was ich damit sagen will: ein Großteil der Probleme im Osten sind schlicht und ergreifend hausgemacht. Sei es von den Landesregierungen oder von den Menschen die dort leben.
Beispielsweise ist mir in Sachsen eher dieser "Wir packen es an"-Geist begegnet als in irgendeinem Teil Brandenburgs.