Beiträge von Mozart40

    Ich fahre auch nur gelegentlich Bahn, in Deutschland hauptsächlich ab und zu S-Bahn um mal ins Büro zu fahren. Ansonsten eher wenn es sich ergibt, um im Urlaub von A nach B zu kommen.

    Ein gravierendes Schockerlebnis habe ich nicht zu berichten. Aber man hat in Laufe der Zeit so seine Eindrücke gesammelt. Sicherlich nicht repräsentativ, muss es aber auch gar nicht sein.

    Diese Woche sind wir etwa 50 Kilometer mit ItaliaRail nach Turin und wieder zurück. Jeweils ein Umstieg. Keiner der vier Züge ist pünktlich abgefahren und/oder angekommen. Einer war komplett ausgefallen, da dehnte sich der Anschluss von geplanten 8 auf 40 Minuten. Alle Züge innen und außen im "shabby chic". Auf der Strecke ist man stellenweise aus dem Sitz gesprungen, so uneben war die Piste. In Turin Lingotto mussten wir hin und zurück umsteigen. Leider verrät die italienische Bahn im voraus nicht, übrigens ähnlich zu Frankreich, auf welchen Gleis der Zug abfahren wird. Eine Information die auch während der Fahrt online nicht zu finden ist. Man stiefelt also bei Ankunft auf bspw. Gleis 6 die Treppe runter, die Unterführung vor. Schaut auf der Anzeigetafel wo der Zug abfahren wird und läuft wieder zum bspw. Gleis 7. An sich kein Problem, nur blöd wenn die Zeit zum Umstieg von 10 auf 1 Minute schrumpft weil er nicht pünktlich angekommen ist. Immerhin war auch der Anschlusszug 5 Minuten zu spät. 😅

    Ich zahle die 49 € einfach durchgehend. Ob ich mal im einen oder anderen Monat „draufzahle“ ist mir hierbei nicht so wichtig. Das ist mir die Bequemlichkeit, nicht ständig drüber nachzudenken zu müssen, ob es sich im kommenden Monat lohnt, einfach wert.

    Ich hatte mein Job-Ticket gekündigt, da es sich für mich nicht gerechnet hat. Das 49€-Ticket, okay ich bekomme noch einen AG-Zuschuss, ist für mich ein guter Deal. Ich kann es jederzeit und überall nutzen, ohne erst müßig die Tarifpläne irgendwelcher ÖPNV-Betreiber verstehen zu müssen.

    *Räuspert sich* Dazu kann ich weiterhelfen. Der Bleßberg ist ein Berg in Thüringen und liegt in den beiden Landkreisen Hildburghausen und Sonneberg (ungefähr zwischen Schalkau und Eisfeld). Er ist ca. 870 Meter hoch und beherrbergt u.a. einen Sender (DFMG) der sowohl UKW/Mobilfunk/BOS/RiFu als auch DAB+ zur Verfügung stellt.

    Ein Glück das ich Thüringer bin 😅 Ich kenne funktechnisch nur den Ochsenkopf, weil bei uns eine gleichnamige Antenne zum Empfang des West-Programms installiert war.

    Der Haushaltsstrom (Ökostrom nach strengsten Kriterien) den ich beziehe liegt bei um die 40 Cent. Wenn man keine Fragen nach der Herkunft des Stroms stellt bekommt man auch Angebote um die 30 Cent. Dagegen sind 63 Cent der reinste Wucher.

    Niemand betreibt eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und verkauft den Strom zum EK. Zum einen kostet die Infrastruktur und das ein Unternehmen eine Gewinnerzielungsabsicht hat, kann man diesem kaum vorwerfen. Du freust dich bestimmt auch, wenn dein AG dir am Monatsende ein paar Euro überweist.

    Ja, ist was dran. Habe in der Personalabteilung nachgefragt:

    "Wir sind ein iso-zertifizierter Betrieb und müssen daher alle Angaben im Lebenslauf überprüfen. Daher brauchen wir auch das Schulzeugnis".

    Oh, das kann natürlich sein. Ich habe spontan dazu die DIN 33430 und die ISO 17065 gefunden, welche die HR-Prozesse im Fokus hat. Ich vermute aber mal, das es in der Privatwirtschaft nur wenige zertifizierte Unternehmen geben wird und wenn sind das Personaldienstleister, wo das praktisch zum Geschäftsmodell gehört. Und dennoch interessiert sich, selbst mit Zertifizierung, niemand für das Zeugnis eines Realschulabschluss aus den 80ern. Auch wenn das Ding vorliegt.

    Mein letzer Stellenwechsel war mit 35, da hab ich noch das Abschlusszeugnis der Realschule mitgeschickt, interessiert hat es aber offensichtlich nicht, ich hab die Stelle trotzdem ... bekommen.

    Meiner war im Alter von 46 Jahren, selbstredend ohne Schulzeugnis. Da hat auch gewiss keinen interessiert, warum ich in Musik nur eine 3 hatte. ^^

    Ich finde zumindest die Abschlusszeugnisse schon lebenslang wichtig, ...

    Mag sein das du das so siehst, die Firmen, Personaler und (potentiellen) Vorgesetzten aus meinen letzten 20 Jahren sahen das jedenfalls anders.

    2) Jemand an einer Hauptschule über die freiwillige zehnte Klasse seine Mittlere Reife gemacht hat, aber in Englisch eine 5 hat. Da fragt man sich dann ob derjenige in einem Job er auch man Telefonate oder Videokonferenzen in Englisch machen muss dem wirklich gewachsen ist. Klar kann er auch nachträglich Kurse belegt haben, aber das sollte man dann schon klären.

    Welche Relevanz hat eine 5 oder 2 in Englisch von vor 20 Jahren für die Frage ob jemand Englisch kann? Genau, fast null. Das Heute interessiert. In meinem Job ist Englisch wichtig, daher wurde das im Vorstellungsgespräch direkt eingebaut und die Konversation switchte auf Englisch. Eine 5 vor Ewigkeiten sagt nichts über die Englischkenntnisse von heute aus und mit einer 2 im Abi parierst du nicht zwingend heute Business-Konferenzen, wenn du in in den letzten Jahrzehnten die Sprache nicht gebraucht und deine Kenntnisse nicht erweitert hast.

    Sagen wir lieber es kann im Vorstellungsgespräch auf den Tisch kommen. Bei gehobenen Positionen wird es ziemlich sicher auf den Tisch kommen. Aber den den normalen Mitarbeitern werden die Konditionen und Teilzeitoptionen oft auch vorgegeben, und der Bewerber kann akzeptieren oder ablehnen, aber nicht wirklich verhandeln.

    Wieso "kann"? Wann hattest du dein letztes Vorstellungsgespräch oder hattest du überhaupt schon mal eins? Dir ist also egal, für wie viel wie lange du arbeiten musst? Selbst wenn die Firma nur feste Konditionen (bspw. (Haus)Tarifvertrag) vorgibt, musst du doch für dich entscheiden können ob es passt oder nicht. Dann kann man als Bewerber auch sagen, nein passt nicht. Selbst als einfacher Angestellter ist man doch kein Bittsteller. Wenn muss es dir beide Seiten passen.