Hi.
Für die Mengen nehme ich den Rechner vom Räucher-Wiki, mit dem komme ich eigentlich mengenmäßig ganz gut hin. Die Menge Brät hängt vom Kaliber des Darms ab, aber auch davon wie lang man die Wüste abdreht.
Eine Thüringer Röster hat ~150g, das Fleisch ist fast 1:1 das Brät. Kann man also mengenmäßig einfach hoch rechnen.
Zu beachten aus meiner Sicht:
Die Profis mit Kutter setzen Eis zu, damit das Brät nicht schon während der Verarbeitung gerinnt und zu warm wird. Daher schneide ich vorab passend große Stücke wie bei Gulasch und froste diese an, bevor ich die durch den Wolf drehe. Auch die Rührschüssel landet bei mir mit im Frost. Niedrige Temperaturen sind wichtig, wie auch Hygiene bei der Verarbeitung, dann kann man die Würste auch problemlos einfrieren.
Wiege die Gewürze mit einer Feinwaage ab, eine normale Küchenwaage ist für das bisschen Macis etc. zu ungenau. Gerade wenn man nur kleine Mengen zubereitet. Bei 10kg fällt das weniger ins Gewicht.
Es bietet sich auch an die Gewürze gleich mit durch den Wolf zu drehen, dann braucht man hinter nicht groß verkneten und hält die Temperaturen niedrig.
Vor dem Abfüllen in die Därme kannst du aus dem Brät einen Klops formen in der Pfanne anbraten und probieren. Jetzt hätte man die Chance noch nachzuwürzen.
Frische Thüringer Röster werden gar nicht verschlossen und auch nicht verdreht. Zumindest kenne ich keinen Fleischer der das so macht. An den Enden lässt man einfach 1~2 cm Darm über ohne Füllung. Dann platzen die Würste beim grillen auch nicht ganz so schnell. Gebrühte werden nur abgedreht, da gibt's keinen Verschluss oder dergleichen.