Der Weg bei Inge geht sicherlich schneller. Bis Elster Online einsatzfähig ist dauert es gewiss ein paar Wochen, da die Zugangsdaten und der Code für den Belegabruf noch postalisch zugestellt werden. Kompliziert und schwierig ist das alles nicht und extra auch für Laien konzipiert.
Ich habe nie etwas anderes als Elster Online verwendet, daher habe ich keinen Vergleich zu anderen Programmen. Es gibt auch hier Hilfen zu jedem einzelnen Punkt und auch Plausibilitätsprüfungen. Ich für mich finde es insgesamt gut gelöst und einfach zu bedienen. Hängt aber vielleicht auch davon ab, wie kompliziert der eigene Steuerfall ist. Die Daten lassen sich von den Vorjahren importieren, dann bügelt man die aktuellen Belege drüber, da hat man mit 5 Mausklicks schon 90% der Lohnsteuererklärung erledigt. Dann aktualisiert man noch die Daten für Arbeitsweg, Home-Office-Tage, Arbeitstage, etc. Zum Schluss noch die Ausgaben für die Versicherungen etc. aktualisieren, fertig.
Am längsten dauert es eigentlich die Daten, die das Finanzamt noch nicht hat, zusammenzutragen. Hat man alles vorbereitet, dauert die eigentliche Steuererklärung für meine Frau und mich ~15 Minuten und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Kontrolle/Aktualisierung der Daten. Selbst eine Prognose über die zu erwartende Rückerstattung ist am Ende mit eingebaut.
Wenn das Finanzamt sowieso schon alle Daten über mich hat, und daher auch weiß was ich im Zweifelsfalle nachzahlen muss, warum um alles in der Welt soll ich denen das noch mal explizit in einer Steuererklärung zuschicken, was sie eh schon wissen? Das ergibt dann ja wohl absolut gar keinen Sinn. Die können mich mal gerne haben, jetzt erst recht.
Woher soll das Finanzamt wissen an wieviel Tagen du auf Arbeit warst, wie du dort hin gekommen bist? Was du sonst noch für Einnahmen oder Ausgaben hattest? Und und und?
Manchmal habe ich nicht den Eindruck mit einem erwachsenen Mann zu sprechen. Sorry, aber das ist Verhalten wie im Kindergarten.