Auch wenn ich grundsätzlich Pfand und Recycling gut finde, stört mich am Dosenpfand einiges:
Ich habe mich vor ein paar Wochen mit zwei Freunden darüber unterhalten, die beide einen Kiosk besitzen. Die würde ein Dosenpfand an den Rand eines Ruins treiben, schließlich wird dadurch erstens ein immens vergrößerter Lagerraum benötigt, zweitens vermehren sich Hygieneprobleme (schließlich kleben in den Dosen Reste von Bier, Zucker etc) und drittens war bzw ist ein Rückführungssystem im Gespräch, bei dem die Einzelhändler die Dosen selbst pressen sollen. So würde nach Gewicht abgerechnet - und da kann man als kleiner Händler mit Garantie davon ausgehen, daß man nicht das Geld zurückbekommt, das man ausgegeben hat. Zudem sind diese Pressen auch nicht gerade billig.
Fazit ist, daß es gerade die kleinen Existenzen einen Riesenhaufen Geld kosten würde, und das kann nicht im Sinne der Erfinder sein.
Was mich richtig stört, sind Läden wie Aldi, Norma usw, die sämtliche Pfandverpackungen nicht führen und demzufolge erstens die Belastungen auf Kleinere abwälzen und zweitens den Grundgedanken ad absurdum führen - schließlich macht nicht der kleine Getränkehändler um die Ecker den Riesenabsatz, sondern Lebensmitteldiscounter, die eben keine Pfandflaschen führen. Zwänge man diese Ketten, einen gewissen Pflichtprozentsatz an Pfandflaschen zu verkaufen und somit auch zurückzunehmen, wäre erheblich mehr gewonnen als mit dem Dosenpfand.
Luposen