Ganz so einfach kann man sich dass ganze auch nicht machen. Man muss schon etwas differenzierter an die Sache herangehen.
In der Bilanz stehen 297 Millionen Euro Verlust entstanden durch Restrukturierungsmaßnahmen (Konzernumbau, Arbeitsplatzabbau, ...), dazu kommt nocheinmal der Betrag von 275 Millionen Euro Verlust durch die Ausgliederung von Symbian an Accenture. Zu dem Verlust müssen noch 111 Millionen Euro Verlust von Nokia Siemens Networks und 58 Millionen Euro Verlust durch Navteq hinzugezählt werden.
In Summe sind dass dann in diesem Quartal ein Verlust von 741 Millionen Euro, die erst mal nichts durch den Verkauf von Mobiltelefonen entstanden sind. Von diesen 741 Millionne Euro sind wiederum 572 Millionen Euro auf dieses Quartal bezogene Verluste die in Q3 deutlich geringer ausfallen werden.
Die Gerätesparte hat wohl inklusive aller Patenteinnahmen zu einem Gewinn von 391 Millionen Euro geführt, wobei diese Zahlen nicht nach den IFRS-Regeln erstellt wurden. Leider habe ich keine genaueren Zahlen dazu gefunden. Jedoch ist dass trotz gesunkener Verkaufszahlen und Verkaufspreise etwas positives.
Darüber hinaus geht sowohl Nokia als auch viele Analysten davon aus, dass bis zum Jahr 2013 das Ziel von 1000 Millionen Euro einzusparen übererfüllt wird. Deshalb ist auch der Kursanstieg nachvollziehbar, da die Finanzdaten trotz der schwierigen Marktsituation einen Lichtblick aufzeigen.
Gruß