Eine Impfung gegen Hepatitis B würde ich unbedingt empfehlen, wenn Du in einer Pflege- oder medizinischen Einrichtung arbeitest. Warum aber Hepatitis in einem Behindertenheim öfter auftreten soll als anderswo weiß ich auch nicht. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, das es anders zugeht als z.B. in einem Jugendheim oder einer Schule. Kenne aber auch das näheres soziale Umfeld der Heimbewohner nicht, und kann dazu nichts sagen. Du solltest aber vielleicht mal Deinen Chef um eine Begründung bitten, weil so einfach dahingesagt finde ich so eine Aussage zunächst einmal schon diskriminierend. Wenn er so was von sich gibt, dann sollte er auch plausible Gründe dafür haben.
Für die HBV-Immunisierung sind 3 einzelne Impfungen notwendig, die ersten beiden im Abstand von ca. 6 Wochen, die dritte dann nach einem halben Jahr. Wenn ein Schutz möglichst schnell zur Verfügung stehen soll, kann auch dreimal in kurzen Abständen hintereinander geimpft werden und zusätzlich dann eine vierte Impfung nach einem Jahr vorgenommen werden.
Die Kosten pro Impfstoff-Ampulle liegen bei ca. 50 bis 60 EUR zzgl. der Leistung, die der Arzt erbringt. Wenn der Arbeitgeber die Impfung vorschreibt muss er die Kosten IMHO auch übernehmen. Keine Ahnung ob als Arbeitnehmer in einer öffentlichen Einrichtung evtl. eine kostenlose Impfung bei den Gesundheitsämter möglich ist. Andernfalls kannst Du mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen. Wenn eine berufliche Veranlassung besteht, dann übernehmen zumindest die meisten privaten Krankenversicherungen die Kosten.
Eine Hepatitis A Impfung ist eher dann empfehlenswert, wenn Du eine Reise in südliche Länder planst, schaden kann sie jedoch nicht. Generell ist eine Hepatitis A Infektion aber nicht ganz so kritisch einzustufen wie die anderen, aber natürlich auch nicht wünschenswert.
Während Hep. B auch durch den Speichel (nur bedingt) und durch den Geschlechtsverkehr übertragen werden kann ist die Gefahr eine Infektion mit Hepatitis C durch den Speichel nicht gegeben und das Infektionsrisiko beim Geschlechtsverkehr als geringer als bei Hepatits B einzustufen aber dennoch gar nicht mal so selten. Hepatitis C wird meistens durch kontaminiertes Blut übertragen. Bei entsprechenden Tätigkeiten ist also auf einen ausreichenden Schutz zu achten.