ZitatOriginal geschrieben von AdministratorDr
Wie wollen die das Refinanzieren?
Der Kinderbonus soll durch die Abschaffung der Eigenheimzulage finanziert werden.
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Super, da hab ich als günstiger BKK Krankenkassenkunde mal wieder Nachteile. Der einheitliche Prozentsatz wird wahrscheinlich jenseits von gut und böse sein. Außerdem macht es ja dann keinen Unterschied mehr zu welcher Krankenkasse man wechselt.
Es wird keinen einheitlichen Prozentsatz geben sondern einen einheitlichen Beitrag. Diese soll bei Einführung für keinen höher sein als der aktuelle Beitrag und sich zusammensetzen aus einer Prämie des Versicherten und einer Prämie des Arbeitgebers, die dauerhaft festgeschrieben ist, außerdem soll für Wenigverdiener ein sozialer Ausgleich greifen.
ZitatDie wiederrum alle trifft. Im Gegenzug sehe ich kaum Entlastung. Letztlich ist es doch auch nur eine Umverteilung der Steuereinnahmen - die Belastung für jeden Bürger bleibt eindeutig die Gleiche.
Steuererhöhungen, auch wenn sie indirekt sind, machen natürlich niemanden glücklich, aber zum einen muß man sich auch die Umstände ansehen und zum anderen sind 2% - und da verrate ich kein Geheimnis - 2,- von 100,- oder 20,- von 1000,- und wenn damit nicht nur Haushaltslöcher gestopft werden, sondern eine solide Gegenfinanzierung notwendiger Projekte stattfindet, dann habe ich kein Problem und ich bin als Student durchaus Repräsentant derjenigen, die durch eine Umsatzsteuererhöhung stärker betroffen wären als ein Großverdiener - außerdem bleibt der niedrigere Steuersatz für Lebensmittel, Bücher etc. ja bestehen.
Es sind sich doch die meisten Volkswirte und Politologen einig, daß eines der großen Probleme Deutschlands im internationalen Vergleich die höheren Lohnnebenkosten sind. Man muß die also abkoppeln und über Steuern finanzieren, um die Arbeitgeber zu entlasten und damit günstigere Einstellungsvoraussetzungen zu schaffen - nun müssen diese höheren Ausgaben auf Seiten der öffentlichen Hand aber natürlich ausgeglichen werden und wenn dabei für die meisten Bürger - natürlich mit individuellen Unterschieden - die Belastung gleichbliebe, dann wäre die Operation ja gelungen. ![]()
Im Ernst: das wäre ja eher eine mittel- und langfristige Sache: kurzfristig wird jeder die erhöhte Umsatzsteuer spüren (oder auch nicht), aber wenn dadurch langfristig mehr Menschen in Arbeit gebracht werden können, dann kommt das wiederum auch allen durch einen größeren Spielraum bei den Sätzen zur Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung und den anderen sozialen Sicherungssystemen zugute. Obs so klappt, wird keiner mit Sicherheit sagen können. ![]()
Wie gesagt: in sich ist das Program schon einigermaßen stimmig (und das auch als kleiner Hinweis, sich doch die 40 Seiten einfach mal kurz anzuschauen, bevor man die Grundthesen in Abrede stellt) und es gibt im Gegensatz zu den vielen Unkenrufen schon z.T. beträchtliche Unterschiede zum Programm der SPD, so daß man durchaus Wahlalternativen hat und sich nicht in die Protestwahl flüchten muß. Allerdings ist das Wahlmanifest der SPD an vielen Stellen sehr viel unkonkreter - das soll keine Wertung sein, aber argumentativ stösst die SPD nach einer siebenjährigen Regierungszeit, in der sie einiges erreicht haben, aber vieles eben auch nicht, an ihre Grenzen und diesen Angreifer-Bonus wird sich die Union wohl nicht nehmen lassen.