Beiträge von andi2511

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    Original geschrieben von marlborolights
    Erklärst du mir bitte den Zusammenhang zwischen Terroristen und Kreuzfahrern? :confused:


    Ich habe keinen Zusammenhang hergestellt, sondern nur deiner - in Anbetracht der europäischen Geschichte höchst abenteuerlichen - Behauptung, christliche Gesellschaften wären zu solchen und ähnlichen Grausamkeiten per se nicht fähig, andere im Namen der Christenheit begangene Verbrechen vor Augen rufen wollen. Hat aber nicht geklappt.



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    Meine Erfahrungen nach dem 11.9 war teilweise, es wurde den Amerikanern gegönnt! Ein Freund von mir aus Marroko sagte:" Es wurde auch Zeit, dass man ihnen zeigt, dass sie nicht unverwundbar sind. Sie haben es verdient"


    Das ist genau ein Punkt, an dem man weiterdenken könnte - du tust es nicht, was mich nicht weiter verwundert. Man könnte sich zum Beispiel völlig hypothetisch und unverbindlich unter der völlig irrigen Annahme, daß diese Aussage repräsentativ für die islamische Welt ist, die Frage stellen, warum Menschen zu solchen Ansichten kommen. Dieser Gedankengang rechtfertigt keine Verbrechen und löst keine Probleme, aber es wäre eine differenzierte Betrachtungsweise, der du dich wieder einmal völlig verschliesst - ob du damit trollen willst oder tatsächlich solche Weltbilder vertrittst, weißt nur du.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    zu 1: Der Text des § 11 sagt aus das man auf Antrag befreit werden kann nicht muss. Hier wird das Kreiswehrersatzamt das schon genauer beleuchten.


    Klar, er fragt ja auch, ob die "Homo-Ehe" eine Einziehung verhindern kann - allerdings bei der derzeitigen Einziehungspraxis hätte ich kaum Zweifel, daß solche Anträge bewilligt werden. ;)


    Was Frage 2 betrifft ist der Link von katinkamaus wirklich sehr ergiebig und verständlich - aber bei konkreten Vorhaben würde ich mich dennoch nochmal individuell beraten lassen.

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    Original geschrieben von marlborolights
    Yepp, absolut! Ich bin mir sicher, egal wie arm, wie leidend ein europäisches, ein christliches Land auch wäre, es würde niemals solche Terroristen hervorbringen!


    Genau, die unreformierte Christenheit der Kreuzzüge und des Mittelalters war ja das Schaubild der Mitmenschlichkeit und Toleranz.


    Eigentlich geil, so ein undifferenziertes Weltbild. Prost.

    In Syrien ist die Bevölkerung auch nicht gegen das Regime, aber inwieweit entkräftet deine Feststellung jetzt die Tatsache, daß der gesamte Nahe Osten - nach unseren Maßstäben - politisch und wirtschaftlich instabil ist (natürlich mit regionalen Unterschieden) und damit ein anderer Nährboden für Fanatismus als in Industriestaaten gegeben ist?


    Die Region um Palästina, also Syrien, Jordanien, Libanon ist der Nahe Osten, ich verstehe daher die Differenzierung jetzt nicht ganz. ;)


    Natürlich sind Gebiete wie der Libanon oder Palästina explosiver als Syrien und Jordanien, aber - um zum Ausgangspunkt zurückzukommen - die Ursache für fundamentalistische Bestrebungen in diesen Regionen oder von Tätern aus diesen Regionen sind strukturell die gleichen, wenn auch in jeweils anderer Intensität vielleicht. In Palästina und im Irak richten sich die Agressionen ja gegen als konkret empfundene Besatzer, die Attentate in Madrid, New York oder London entstanden aus einer viel größeren Abstraktheit heraus - aber ursprünglich ging es ja um die Frage, was der Grund dafür ist und Fanatismus ist wie Terrorismus ein Symptom, keine Ursache.


    Mittel- und langfristig wird man also die Problematik des fanatischen Terrorismus nur wirkungsvoll in den Griff bekommen, wenn man beide Schauplätze (also den gelebten Terrorismus und Fanatismus, die Symptomatik also einerseits und die Ursachen, also kulturelle, wirtschaftliche, perspektivische und politische Ungleichheiten andererseits) im Auge behält, da bin ich mir sicher.

    1) Ja (§11 Abs. 2 Satz 3b WPflG)
    2) Vermutlich (siehe §48 Abs. 1 S. 3 AuslG) - allerdings gibt es ja Unterschiede zwischen Aufenthaltserlaubnis, Duldung, Abschiebehindernissen etc.


    Allerdings hat die Lebespartnerschaft ja auch erbrechtliche und unterhaltsrechtliche Konsequenzen, das sollte man auch wissen. Ich würde bei konkreten Fragen eine Beratungsstelle in Anspruch nehmen.

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    Original geschrieben von nutellatoast
    Die Selbstmordattentäter und die Hintermänner der Al-Kaida sind alles andere als arm, werden weder unterdrückt, noch misshandelt. Die Basis ihres grausamen Handels ist der Fanatismus. Insofern mögen die Ergebnisse gleich sein, der Hintergrund und die Ursache sind aber grundsätzlich verschieden.


    Nein, grundsätzlich verschieden sicher nicht - die Attentäter vom 11.9. waren nicht die Kinder von wohlhabenden und westlich geprägten Exil-Ägyptern, Saudi-Arabiern ohne Bezug zur politischen und wirtschaftlichen Situation ihrer Heimat etc., sondern sie sind sehr wohl unter den geschilderten Eindrücken sozialisiert worden - erstaunlich dabei ist eben, daß die Identifikation so groß ist und damit auch der Fanatismus, daß die persönlich vorhandene Perspektive zugunsten einer "größeren Sache" geopfert wird. An diesem Punkt spielt dann die Kultur und auch die Religion hinein, aber die Ursachen sind die gleichen und auch religiöser Fanatismus entsteht nicht aus sich selbst oder einer Laune der Natur heraus. ;)


    Irak, Iran, Syrien, Saudi-Arabien etc. sind der Nahe Osten mit der beschriebenen Problematik, das kann man nicht auf Palästina reduzieren und keiner kann bezweifeln, daß wirtschaftlich und politisch stabilen Regionen der Nährboden für Fundamentalismus deutlich entzogen werden würde - daß es immer ein gewisses Maß an Terrorismus und Fundamentalismus geben wird, sehen wir an ETA, IRA, RAF und Co.


    Daß man Terroristen nicht Händchen halten kann und durch gutes Zureden eine Besserung erreicht, ist ja klar, insofern muß man den aktuellen Terrorismus mit anderen Mittel bekämpfen als man den zukünftigen Terrorismus verhindert.

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    Original geschrieben von xoduz
    Kulturell und religiös insofern, als die Probleme durch die Unterschiede in Kultur und Religion auf beiden Seiten verursacht wurden.
    Oder was meintest Du?


    Daß die islamische Kultur und Religion durch eine fehlende Reformation und eine Zersplitterung und eine andere Gewichtung im Alltag als unsere Religion Probleme zu bewältigen hat, die wir längst hinter uns haben, ist offensichtlich.


    Dennoch: kein Mensch ist/wird Terrorist, weil er islamischen Glaubens ist oder in der arabischen Kultur sozialisiert wird - es sind andere Indikatoren wie Armut, Unterdrückung und fehlende Perspektive, die aus solchen Menschen dann eben Terroristen machen können. Eine islamische Welt in Gleichberechtigung und mit wirtschaftlicher Perspektive und Selbstachtung würde nicht Terroristen in diesem Ausmaß produzieren. Und wir wären wohl kaum so unglaublich tolerante Christen oder christlich geprägte Menschen, für die wir uns halten, wenn wir unserer Selbstachtung benommen wären, eine boomende Jugend ohne Perspektive heranwachsen sehen würden und wirtschaftlich die letzte Geige in einer globalisierten Welt spielen würden, oder? ;)


    Auch die "intellektuellen Terroristen" kommen ja aus einem so geprägten Umfeld - erstaunlich dabei ist die Identifikation, auch wenn die beschriebenen Symptome gar nicht auf sie persönlich zutreffen. Atta hätte ja sicher mit seinem Hochschulabschluß eine andere Perspektive gehabt.


    Hätte es keinen Marshallplan gegeben und hätten sich die Alliierten entschieden, uns mal galant ins Mittelalter zurückzubomben und zu besetzen, dann wäre Deutschland heute vielleicht genauso fundamental und würde sich mit ähnlichen Maßnahmen konfrontiert sehen - ist natürlich hochspekulativ, aber die Umstände sind immer zu berücksichtigen und nicht nur das bißchen BILD-Blabla was wir über den Koran wissen. Aber zwischen Playstation und halbem Hähnchen und einer gutgehenden Ebay-Verkaufsagentur und einem hochbezahlten Controller-Job lässt es sich natürlich leicht über rückschrittliche und fundamentale Kulturen dozieren.

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    Original geschrieben von marlborolights
    Abschreckung als Mittel zur Prävention.


    Das klappt erstaunlich gut bei Leuten, die sich selbst als dem Tod geweiht sehen und unter Einsatz und Aufgabe ihres Lebens terroristische Anschläge verüben. ;)


    Und auch die Befriedung des Irak hat die Welt sicherer gemacht, wie wir wissen. :rolleyes:


    Irgendwann sind diese Mittel aber erschöpft und man sollte sich auch über Ursachen Gedanken machen: kein Mensch wird als Terrorist geboren. Also ist es doch mittel- und langfristig sehr viel effektiver, sich nicht auf Rachegedanken zu beschränken und nur permanent die Symptomatik mehr schlecht als recht zu bekämpfen, sondern sich endlich auch ernsthaft mit den Ursachen auseinanderzusetzen.


    Oder hältst du den glühenden Hass auf die USA und den Westen für kulturell und religiös bedingt? Ich nicht.

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    Original geschrieben von Fahim
    Wenn das so wäre, würden die T. die diese Aktion tagsüber am Wochenende starten... wie beim WTC wurden alle Anschläge an frühen Morgenstunden gemacht.


    Warst du schonmal in London, oder genauer gefragt an einem Werktag zur Rushour in der U-Bahn? ;)


    Von frühen Morgenstunden kann ja auch keine Rede sein, es war zum Zeitpunkt überfülltester U-Bahnen und Busse, so wie jeden Werktag um diese Uhrzeit in den meisten Innenbezirken europäischer Großstädte - zudem gibt es in der Londoner City ja eine Maut für Autos (acht Pfund am Tag!), so daß nochmal mehr Leute in den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind.


    Unter diesen Umständen ist es fast schon erstaunlich, daß sich die Todeszahlen "nur" im mittleren zweistelligen Bereich bewegen und jedes einzelne Opfer war selbstverständlich einkalkuliert, ansonsten hätte man es - wenn es nur um die Symbolik ginge - auch wie andere Terrororganisationen mit vorheriger und konkreter Ankündigung machen können und hätte sich nicht mit einer Sprengladung in einen vollbesetzen Bus gesetzt.