Zitat
Original geschrieben von wombat1504
Und wenn man später nicht vor hat, bei einem Rüstungsbetreib anzuheuern, kann ich diesen Schritt nur wärmstens empfehlen!
Jein. Wer zur Polizei oder zum Bundesgrenzschutz möchte, wird dann seine Verweigerung formal widerrufen müssen und ggf. in Argumentationsschwierigkeiten kommen. Aber ansonsten kann ich dir beipflichten, ich habe die Zivildienstzeit auch als sehr sinnvoll empfunden und die Frage ob Bund oder Zivildienst hat sich für mich zu keinem Zeitpunkt gestellt.
Es ist natürlich vollkommen richtig, daß es de jure keine Wahlmöglichkeit gibt, aber daß es de fakto doch so ist, finde ich völlig in Ordnung und den veränderten Bedingungen auch angemessen. Ich denke auch nicht, daß der Grund für die Beibehaltung der Wehrpflicht der ist, daß die Grundwehrdienstleistenden aktuell gebraucht werden, denn für das moderne Anforderungsprofil eines Eingreifheeres mit spezialisierten Truppenteilen sind sie schon aufgrund der Kürze des Wehrdienstes nicht geeignet, von daher fällt auch die Argumentation der staatsbürgerlichen Pflicht weg - vielleicht erfüllt man diese heute sogar viel eher im Zivildienst, da dort rein faktisch die Kräfte gebraucht werden.
Insgesamt finde ich die Diskussion Drückeberger vs. Dumfbacken in Flecktarn allerdings reichlich antiquiert. 
Ach, übrigens, auch als (Ex-) Zivi bin ich sicher, daß der Satz "Si vis pacem, para bellum" einen hohen Wahrheitsgehalt hat und gerade die hohe Rüstungsquote - auch wenn es sich merkwürdig anhört - im Kalten Krieg ein stabilisierender Faktor in der Machtbalance war. Der Mensch ist kriegerisch und eine gewisse Rüstungsquote eingebunden in Bündnissysteme wirkt kontrollierend und stabilisierend und pazifistische Visionen einer Welt ohne Krieg und Militär werden sich wohl nie erfüllen können.