Beiträge von andi2511

    Zitat

    Original geschrieben von Mundi
    würg kotz sie ist im gerade live im tv und wie ich es verstanden habe wird sie wirklich kanzlerkandidatin, LOOL sie bekommt gerade keine 2 worte zusammen :flop: :flop: :flop:


    So machen politische Diskussionen bei TT endlich wieder Spaß. Pointierte und fundiert vorgebrachte Meinungen, spritzige Rhetorik gepaart mit viel Sachverstand. :rolleyes:


    Grundsätzlich wäre mein Vorschlag: wenn man seinem Posting schon einen qualifizierten Anstrich geben will, dann sollte man sich doch gerade in solchen Threads auf einige Grundsätze besinnen und zu denen gehört es z.B., Meinungen einigermaßen stringent zu begründen und nicht einfach sinnleere und polemische Phrasen in den Thread zu rotzen. Das wäre dann nämlich ansatzweise eine Diskussion, die den Namen auch verdient.

    Zitat

    Original geschrieben von DUSA-2772
    Welche 22 + 3 Hampelmänner laufen denn da diesmal für einen Arsch voll Kohle rum? :rolleyes: ;)


    Sagen wir es mal so: der Rekordmeister und Rekordpokalsieger und neue amtierende deutsche Meister gegen den Meister der Herzen 2001 und Looser der Rückrunde 2005. Alles klar?


    Zitat

    War auch nicht zu erwarten von den heutigen Studienen, dass die sich noch mit sowas wie Limo abgeben... Ganz im Gegenteil, die saufen wie die Löcher (sic!)


    Ach, "damals" bei euch bzw. euren Komoli Kimmolentinen Mitstudentinnen war das natürlich ganz anders!? Ein gepflegter Kamilletee bei selbstgebackenem Kuchen und packenden Diskussionen um Strickmuster? :D

    Viele Beiträge hier verdeutlichen aus meiner Sicht ein Dilemma: Politik und politische Sachfragen sind zu kompliziert und komplex für "normale" Bürger und müssen dann auf verständliche Formeln heruntergebrochen werden. Das ist einerseits nötig, da das Volk ja auch an politischen Sachfragen beteiligt werden muß, beinhaltet aber auch die Gefahr, hochkomplexe Sachverhalte zu simplifizieren.


    Hartz IV - nur als Schlagwort, nicht um eine Diskussion darüber anzustossen - ist natürlich kein Aktionismus (wäre ja bei der öffentlichen Wirkung auch selten dämlich) sondern ein Endprodukt, über das man zwar politisch streiten kann, daß aber dennoch einer renommierten und kompetenten Kommission entsprungen ist. Daß solche Gesetzespakete dann eben auf drei Thesen reduziert werden, erlaubt es jedem zu denken, er könne sich ein tatsächliches und inhaltlich stichhaltiges Urteil über die politische Tragfähigkeit erlauben - aber das bezweifel ich mal nicht nur für mich, sondern auch für den großen Rest der Bevölkerung und wenn ich sehe, wie undifferenziert hier mancher Quatsch übernommen wird, dann bestätigt mich das.


    Wenn man liest, wie selbstsicher hier manches finale Urteil gefällt wird, dann muß man schon den Eindruck haben, man wäre von Steuer- und Finanzexperten, Juristen, Politologen, Kommunikations- und Sozialwissenschaftlern und Ökonomen in Personalunion umgeben und nur die dummen Politiker haben nicht kapiert, wie es geht - wo es doch eigentlich alles ganz einfach ist.

    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Und genau darüber kann man sich in diesem konkreten Fall streiten, weil ich wirklich ernsthaft bezweifle, dass der Kanzler seine Mehrheit über die übliche Fraktionsdisziplin hinaus hinter sich hat, was man auch daran sieht, dass es ja wirklich ernsthafte Tendenzen in seiner Partei gibt, wieder ein wenig nach links zu gehen.


    Sehe ich ähnlich und das Urteil lässt da ja wie gesagt auch sowohl dem Bundeskanzler als auch dem Bundespräsidenten einigen Ermessensspielraum. Ich wollte nur die kursierende Formulierung der "verfassungsrechtlichen Problematik" etwas präzisieren und denke, daß sich das eben vor allem auf das zitierte Urteil bezieht. ;)

    Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Ich wüsste nicht, wie diese verfassungsrechtlichen Fragen aussehen sollen. Kanzler stellt Vetrauensfrage, Parlament verneint, fertig sind die Neuwahlen.



    Zitat

    7. Eine Auslegung dahin, daß Art. 68 GG einem Bundeskanzler, dessen ausreichende Mehrheit im Bundestag außer Zweifel steht, gestattete, sich zum geeignet erscheinenden Zeitpunkt die Vertrauensfrage negativ beantworten zu lassen mit dem Ziel, die Auflösung des Bundestages zu betreiben, würde dem Sinn des Art. 68 GG nicht gerecht. Desgleichen rechtfertigen besondere Schwierigkeiten der in der laufenden Wahlperiode sich stellenden Aufgaben die Auflösung nicht


    Aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zu ebendieser Frage bezüglich der Vertrauensfrage von Kohl und einer anschließenden Organklage durch Abgeordnete des Bundestages.


    http://www.oefre.unibe.ch/law/dfr/bv062001.html


    Nur damit mal zitiert ist, worauf sich dieses verbreitete "verfassungsrechtliche Problem" denn überhaupt bezieht.


    Also nur Artikel 68 heranzuziehen reicht - zumindest so einfach wie es auf den ersten Blick hinsichtlich des Wortlautes aussieht - nicht. Nichtsdestotrotz stimme ich dir zu, daß dieser angedachte Schritt sicherlich auch mit Verfassungsjuristen abgesprochen ist und auch Anwendung finden kann und wird und zu diesem Ziel wohl mehrere Wege führen können, da das Gericht das ganze ja doch auch mit einem Ermessensspielraum ausgestattet hat.

    Das hat ja mit Manipulation nichts zu tun, sondern es geht um die Zuverlässigkeit der "Prognosen", die ja tatsächlich keine Prognosen sind und auch nicht sein sollen.


    Es geht dabei ja vielmehr um die Tendenz, daß es zunehmend weniger Stammwähler und mehr unentschlossene Wähler gibt und die sich eben bis zum Wahltag nicht entscheiden - für die könnten solche Veröffentlichungen tatsächlich eine Entscheidungsgrundlage sein. Die Frage bleibt aber eben für mich, ob das wirklich schädlich oder undemokratisch ist.


    Die Zuverlässigkeit ist in der Wahlforschung natürlich ein großes Thema und dabei muß jedem klar sein, daß eine 1:1-Voraussage niemals möglich sein wird. Besonders das Wahlverhalten potentieller Extremwähler ist dabei eine harte Nuss für die Demoskopen. So musste ich bei Infratest/Dimap z.B. bei der Sonntagsfrage immer die erstgenannte Antwort einloggen. So versuchte man, diese Extremwähler einigermaßen zu erfassen ("NPD .... Nene, CDU..." --> NPD eingeloggt). ;)

    Zitat

    Original geschrieben von rainbow
    Die Zahlen können, da zu kurz vor der Wahl, nicht mehr kontrolliert werden und täuschen so eventuell einen Sachverhalt vor, der gar nicht da und beeinflussen Menschen vielleicht anders zu wählen, als sie vielleicht wählen wollten.


    Das ganze nennt sich dann Manipulation.


    Gut, aber das ist ja nun eine andere Voraussetzung, wenn du von Manipulationen ausgehst. Das kann und wird sich ein seriöses Umfrageinstitut - obgleich die auch politische Präferenzen haben - nicht leisten. Ein Institut, das mit einer Prognose kurz vor den Wahlen krass daneben liegt, könnte den Laden zumachen, insofern besteht überhaupt kein Interesse und Motivation, da manipulativ zu agieren.


    Die Zahlen können im übrigen - wenn man so argumentiert - auch eine Woche vor der Wahl nicht kontrolliert werden, weil die Institute ihre Rohdaten ja nicht veröffentlichen und sich eine Bestätigung bzw. Einpendelung auf eine grobe Tendenz ja nur durch den Wettbewerb mit den anderen Instituten ergibt und die wäre ja nicht gefährdet durch eine späte Veröffentlichung.


    Also Manipulation als Einwand würde ich jetzt aus meiner Sicht nicht gelten lassen. Dann schon eher, daß durch Umfragen eben unschlüssige Wähler in die eine oder andere Richtung umschlagen könnten. Dabei bliebe aber die Frage, inwiefern das der Demokratie schädlich wäre.

    Zitat

    Original geschrieben von K.O.S.
    :rolleyes: gut zu wissen...


    Ja. Denn um es noch etwas präziser auszudrücken: der Mehrzahl der Deutschen dürfte es gewaltig am Allerwertesten vorbeigehen, auf welchem Platz Gracia gelandet ist. :p


    Ich bin schon gespannt, ob die ARD das versprochene Interview mit ihr tatsächlich liefern kann. :D

    Ich kann ehrlich gesagt nicht genau erkennen oder einsehen, wo in einer Veröffentlichung eine Beeinflussung liegen könnte - abgesehen davon, daß taktische Wechselwähler gezielter vorgehen können.


    In Frankreich ist das Veröffentlichungsverbot ja gesetzlich verankert - ich verstehe zwar die Einwände, aber ich sehe das nicht so dramatisch.


    Was bei uns ja auch nicht stattfindet und nicht erlaubt ist und so auch Sinn macht, ist die Veröffentlichung der Hochrechnungen innerhalb einer Sperrfrist - aber das ist ja etwas anderes und auch die Art der Datenerhebung ist dabei eine andere.