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Original geschrieben von beyond
das gilt ihmo auch für Meinungsforschungsinstitute (die sind nix anderes als Versicherungsbroker, Lottofritzen oder Telefonfirmen..
Nein, gilt für die nicht. Es wird nicht deine sondern irgendeine Nummer gewählt und es handelt sich auch nicht um Werbung. Und selbstverständlich sind Institute wie infratest-dimap oder Forsa etwas anderes als Lottofritzen und Co. 
Das sind doch keine Hinterhofklitschen die für Horst Wacker aus Vieseldorf mal nach den sexuellen Vorlieben der rheinlandpfälzischen Landjugend fragen, sondern die Auftraggeber sind ARD, ZDF, Spiegel, Focus und Co. und das ganze wird wissenschaftlich betreut und ausgewertet. Man muß wirklich zwischen Meinungsforschungsinstituten und den Marketing-Callcentern, Lottofritzen usw. unterscheiden, die haben nichts miteinander zu tun.
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...was mich interessiert ist, wie sie meine Nummer bekommen haben und die sofortige Löschung meiner Daten.
ich kann da für infratest-dimap folgendes sagen: je nach Umfrage gibt es regionale oder überregionale Telefonnummern-Pools, die aus den Telefonbüchern entnommen werden. Bei der computergenerierten Anwahl (der Interviewer hat Nullkommanull Einfluß darauf, wo er anruft) werden die letzten drei Ziffern per Zufallsgenerator ermittelt, so daß auch Nummern erfasst werden, die nicht im Tel.Buch verzeichnet sind. Geschäftsnummern, Faxnummern und Verweigerer fliegen aus dem Pool für die jeweilige Umfrage raus.
Deine Daten werden nur anonymisiert gespeichert, also nicht in Verbindung mit deiner Telefonnummer - diese wird nur gespeichert, wenn du dich explizit bereit erklärst, erneut teilzunehmen. Daß du bei einer neuen Umfrage mit einem neuen Pool erneut (wiederum zufällig!) angewählt werden könntest, ist dabei außen vor.
Am anderen Ende sitzen Studenten und Hausfrauen, die sich für das kleine Geld manchmal auch besseres vorstellen könnten, als sich von Wichtigtuern dumm anmachen zu lassen und sich im Gegenzug sehr über entgegenkommende Gesprächspartner freuen und da es den gleichen Aufwand macht, freundlich abzusagen wie etwas dumm in die Muschel zu blaffen, verstehe ich diese Unfreundlichkeiten schlichtweg nicht - dann doch lieber charmant nach der Seinfeld-Methode. 
Ist auch überhaupt nicht persönlich gemeint, ich finde so ein Verhalten generell lächerlich wenn z.B. auch der wichtige Bertold, der im echten Leben stellvertretender Kreisstellenleiter der Stadtsparkasse Herne ist, im ICE bei einer fünfminütigen Verspätung krakeelt als ob ihm gerade ein Millionengeschäft durch die Lappen ginge und umgehend den Zugchef sprechen möchte um dann einen Gratis-Kaffee rauszuschlagen usw. usf.. Super Realsatire jedesmal. :top:
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Und noch etwas: daß die Interviewer eisern ihre Fragen vom Bildschirm ablesen und das ganze meist nicht so ganz locker rüberkommt, hängt damit zusammen, daß die Fragen wirklich Wort für Wort abgelesen werden müssen und keine Abweichungen geduldet werden, damit das ganze keinen suggestiven oder sonstwie beeinflussenden Charakter bekommen kann. Das kann manchmal ganz schön hölzern klingen, aber die vorgegebenen Fragen lassen - je nach Frageform - auch nur bestimmte Antworttypen zu und ein lockeres Gespräch kann sich da halt nicht entwickeln.
Und noch ein kleiner Tipp für diejenigen, die doch einmal mitmachen: auf die Frage "kennen sie noch weitere [Versicherungen, Banken, Verbände etc.]..." niemals mit "Ja" antworten, denn dann öffnet sich ein neuer Abfragestrang und das ganze dauert doppelt so lange. Auch der Interviewer wird euch das danken. 