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Original geschrieben von perfectdark
Wirklich immer? Kann mir ja kaum vorstellen, dass soviele Leute Medizin studieren wollen. Da gibt's doch angenehmere Fächer, wie eben BWL oder auch Germanistik. Diese Fächer benutzen ja viele nur zum Uni-Ausprobieren oder Wartezeit-Überbrücken, dass kann ich mir bei Medizin oder ähnlich
Anspruchsvollem kaum vorstellen, selbst wenn es keinen NC gäbe.
Vorsicht! Wer studiert sammelt keine Wartezeit! Wartezeit ist die Zeit zwischen Abitur und Aufnahme eines Studiums. Ein Studium selbst wird keinesfalls und niemals als Wartezeit angerechnet, insofern muß man da vorsichtig sein wenn man etwas studiert was man eigentlich nicht will, denn diese Zeit wird nicht zu den Wartesemestern dazugerechnet sondern ganz im Gegenteil einem eventuellen Bildungsguthaben, Bafög-Möglichkeiten etc. negativ belastet.
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Gelten denn für Nebenfächer andere NCs, als für Hauptfächer?
Ja, denn die Kontingente und die Nachfrage ist ja auch anders. Der NC ist ganz einfach eine Note, die das Verhältnis zwischen Studienplatz und Studienbewerbern (unterteilt nach Bundesländern, damit die Abiturienten mit evtl. besseren Noten aus den "Billig-Abi"-Ländern nicht mit den Abiturienten aus BaWü oder Bayern konkurrieren) wiedergibt. Die ZVS ist eine Institution der Länder die die Vergabe von Studienplätzen in den Fächern regelt, die bundesweit mehr Nachfrage als Angebot haben.
Durch zwei kleine Schwestern und ein eigenes ZVS-Prozedere bin ich mittlerweile ZVS- und Zulassungsprofi, aber das System ist genauer betrachtet ne ganze Ecke komplizierter als auf den ersten Blick 
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Original geschrieben von DUSA-2772
Wenn Du Dich in ein Studienfach einklagtst (bei Medizin sehr beliebt), wird genau das überprüft: hat die Uni richtig gerechnet, oder können wir denen nicht doch noch genau den einen Kläger reindrücken?
Es ist sogar andersherum: die Uni muß beweisen, daß die als Maximum angegebene Studierendenzahl auch wirklich das Maximum der vorhandenen Kapazitäten ist - diese Beweisführung ist schwierig bis unmöglich, denn einer passt ja immer noch rein. Das Gericht spricht dann bei diesen Kapazitätsklagen den (idR Sammel-) Klägern noch eine bestimmte Anzahl an Studienplätzen zu, die dann unter den Klägern verlost werden.
Ich selbst studiere auch zwangsweise in einem Bachelor-Studiengang und bin nicht sehr überzeugt. Zu verschult (durch das Credit Points System), zu statisch und nicht so richtig logisch. Die TU Darmstadt hat zwar alle Studiengänge akkreditieren lassen, aber warum der Wechsel von Diplom/Magister zu Bachelor/Master jetzt so richtig toll sein soll weiß ich auch nicht. Ich werde aus persönlichen Gründen die Uni im Wintersemester wieder wechseln und habe trotz des vermeintlich einfachen Systems einiges an Hickhack mit der Anerkennung meiner Studienleistungen usw.
Ausserdem ist der Bachelor ein berufsqualifizierender Abschluß. Das hört sich ja erstmal toll an, in Wahrheit kann damit in den meisten Bereichen keiner was anfangen und vor allem ist das Master-Studium dann an manchen Unis als Zqweitstudium deklariert und dann gebührenpflichtig. Ausserdem muß man gewisse Notenschnitte bringen um überhaupt den Master machen zu können usw. - vom Prinzip her ist das auch okay, wenn denn der Bachelor schon einen Namen hätte...