Beiträge von andi2511

    Klar ist das Absicht und das nennt sich Satire, Ironie, Humor, Komik, Blödelei usw. und ist absolut okay! Lies mal eine Titanic und du würdest umfallen vor Wut, wenn Du dich über diese Art von Humor (die übrigens durchaus zur Bewältigung der Geschichte einen Teil beitragen kann) ärgerst ;)


    Ich bin in einem Dreiländereck aufgewachsen und mich haben Franzosen oft genug mit "Heil Hitler" begrüßt - aus Witz, nicht um mich fertigzumachen. Gelacht habe ich zwar nicht so sehr, aber es zeigt, wie man heute mit diesem Thema umgehen kann/könnte, ohne gleichzeitig damit zwangsläufig die Geschichte zu vergessen!

    Zitat

    Original geschrieben von Eckoman
    IMHO Ja.


    Diese Frage möchte ich nicht beantworten müssen! Definitiv nicht!


    Und: Klar sind 20% nicht wenig, aber zum einen kann man das nicht mathematisch betrachten (80% wären immerhin das vierfache, also mathematisch eindeutige Sache...)zum anderen: selbst bei 5 zu 95% wird die Aufgabe philosophisch und ethisch nicht weniger schwer zu lösen ;)

    Ich weiß nicht warum, aber irgendwas sträubt sich immer in mir, wenn ich in diesem Zusammenhang Worte wie "Todesstrafe", "Wegsperren für immer" usw. höre.


    Die Thematik ist juristisch und psychiatrisch ungeheuer komplex, gerade was die Sicherheitsverwahrung etc. angeht.


    Da die Folgen für Kinder und Opfer im Allgemeinen nicht erläutert werden müssen und die Bestrafung einer solchen Tat selbstverständlich völlig außer Frage zu stehen hat, mal ein paar Gedanken in eine andere Richtung:


    1) Die Todesstrafe gibt es in Deutschland mit gutem Grund nicht und wird auch in der BRD niemals wieder eingeführt werden können, denn dieser Teil des GG (Artikel 1) ist unveränderbar (wie auch Art. 20)! Gegen die Todesstrafe sprechen neben moralischen und ethischen Bedenken auch handfeste Dinge, wie man sie in den USA jederzeit beobachten kann und nicht zuletzt steht hinter der amerikanischen Rechtsphilosphie ein anderer Gedanke als hinter unserer, und damit hängt auch der immer wieder kritisierte Punkt 2 zusammen:


    2) Die Opfer werden viel weniger beachtet als die Täter. Das hängt damit zusammen, daß unser Rechtssystem eben primär keine Wiedergutmachungsphilosphie und auch keinen Rachegedanken kennt. Der Staat ahndet das Vergehen/Verbrechen, der Rest ist ja auch nicht seine Aufgabe...


    3) Dass die Forderung "Wegsperren für immer" extrem schwierig zu beurteilen ist, ist ja allen klar (denke ich doch mal!), denn wie ist es juristisch und moralisch einzuschätzen, wenn eine Rückfallgefahr von 20% besteht (also zu 80% nicht) - rechtfertigt daß einen so tiefgründigen Eingriff in die Freiheit und Selbstbestimmung eines anderen Menschen wirklich? Diese Fragen gehören mit zu den schwersten in der Rechtsphilosophie, in der Forensik und Psychiatrie! Und meines Erachtens entziehen sie sich aufgrund der ethischen und philosophischen Tragweite jeglicher Stammtischdiskussion!


    Wenn man Betroffener oder Angehöriger ist, dürfte man wohl ziemlich auf alle Rechtsphilosophie pfeifen, das ist mir auch klar, aber Gottseidank ist man nicht in diesem Moment Richter, denn das nennt sich Lynchjustiz und auch diese gibt es mit gutem Grund nicht mehr!


    Meine Meinung... ;)

    Noch als Ergänzung zu Intruder: Der Mann bedient eben latente Vorurteile und bewegt sich eben nicht nur mit diesem Artikel sondern auch mit Aufsätzen für die "Junge Freiheit" etc. in rechtem Fahrwasser. Ausserdem sind die Begriffe "Tätervolk" und "Opfervolk" von der Idee des "Völkischen" an sich geprägt und damit nicht okay...


    Nachzulesen z.B. im [URL=http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,272227,00.html]Spiegel[/URL]

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich deine Frage richtig verstehe, aber irgendwann einmal muss ja die Anzahl der User am höchsten gewesen sein .. ;) :confused: Du weißt ja nicht, was die zweithöchste Zahl war etc., deswegen könnte man ja jetzt auch nicht aus der Zahl der User zu diesem Zeitpunkt auf ein besonderes Ereignis schließen. Wäre zu einem Zeitpunkt die Anzahl sagen wir mal um das Zehnfache erhöht, dann wäre deine Frage berechtigt ;)

    also aus dieser total emotionalisierten "Diskussion" verabschiede ich mich nicht, bevor ich noch gesagt haben will, daß dieses bösartige und mutwillige Hineinterpretieren und zwischen den Zeilen lesen wirklich rhetorisch und menschlich unterste Schublade ist. Und daß sich User, von denen ich bisher ein gutes Bild hatte, erlauben, über Menschen und/oder Lebensentwürfe in dieser Polemik und Ignoranz/Arroganz zu urteilen und dabei Erwähntes und Persönliches derart zu verdrehen, enttäuscht mich.:(


    Zur Ehrenrettung meiner Mutter und meiner selbst deswegen nochmal zum mitschreiben: Meine Mutter arbeitet nicht, DAMIT wir studieren gehen können, sondern daß was sie rausbekommt, entspricht dem, was wir Kinder eben verbrauchen (und das wiederum entspricht dem Bafög-Satz). Sie arbeitet weil ihr es Spaß macht und weil es eben Grundverständnis meiner Eltern ist, uns unsere Bildung im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten zu ermöglichen. Ich werde im Gegensatz zu anderen und aus der Biographie meiner Eltern bedingt kein Haus oder größeres Vermögen erben, sondern meine Eltern ermöglichen mir eben das Studium. Ein sehr feiner Zug wie ich finde und wirklich ekelhaft von jedem der versucht, das jetzt in den Dreck zu ziehen!:flop:

    Ja, aber meinst du nicht, daß die von dir angesprochenen versteckten Studiengebühren mehr Leute verschrecken, als das durch transparente Modelle mit fairer Finanzierung wäre? Genau das was du mit den versteckten Kosten sagtest, war auch der Tenor eines Artikels über die abnehmende Zahl der Studenten aus sozal und finanziell schwächeren Familien? Aber der Auto kam eben zu dme Schluß, daß das durch "richtige" Studiengebühren erändert werden könnte


    Mekong: Ohne Worte...:(

    Boah, langsam ist es mir echt peinlich so oft zu antworten, aber die Ignoranz, mit der Postings oder deren Aussage überlesen werden ist echt nicht mehr witzig!


    Intruder: Ich argumentiere zum ersten mal überhaupt in dem Thread mit konkreten Beispielen, wobei das gewählte absolut überspitzt ist!
    Und in deinem zweiten Teil des letzten Postings ist doch zum Beispiel viel wahres dran: die Regelstudienzeit. Sie könnte ja erhöht werden, aber dafür demonstriert keiner! Ich bin da ja völlig undogmatisch und finde eine sachliche Diskussion klasse.


    speakers: Die Unverschämtheit, die manche darin sehen, daß die Landesregierung die Gebühren zum Stopfen von Haushaltslöchern einsetzt, die kann ich einfach nicht erkennen, denn aus dem selben Haushalt kommt doch das Geld für die Universitäten ;)


    Und warum ist denn die Qualität an den sog. Eliteuniversitäten in USA etc. so hoch? Richtig!


    Ich finde es auch sehr interessant, so eine Diskussion zu führen, nur diese Unsachlichkeiten a la "du hast keine Ahnung" "Du bist Blöd", "Ihr seid Idioten", "UserX und Konsorten" die killen natürlich jede ernsthafte Diskussion und machen sie emotional, also vielleicht könnte man das für den Rest des Threads unterlassen ;) :rolleyes: