Beiträge von SebastianBonn

    Das Problem dürfte nicht so sehr sein, welche Seiten aufgerufen werden, sondern dass die Seiten über einen bestimmten Proxy, manchmal auch WAP-Gateway genannt, von o2 aufgerufen werden.


    Die Wapflat unterscheidet nämlich gar nicht zwischen Seiten, die in der Flat liegen, und anderen Seiten. Sie kann nur unterscheiden zwischen Verbindungen, die über den Proxy laufen, und anderen Verbindungen. Der Proxy ist ein Rechner von o2, der Seiten vom Internet ans Handy weiterleitet und dabei die Aufgabe übernimmt, zu prüfen, ob die Seite eine WAP-Seite ist bzw. ob man gerade am Handy surft.


    Ruft man eine Seite am Proxy vorbei auf, kann o2 nicht erkennen, ob man am Handy surft oder nicht. Dann wird es in jedem Fall berechnet :(.


    Leider scheint es, als hätte dein neues Handy den Proxy nicht eingestellt gehabt und die Seiten direkt aufgerufen. Ich würde bei o2 anrufen und die Situation schildern. Sag dazu, dass du schon lange die Flat nutzt und nun ein neues Handy bekommen hast und die gleichen Seiten plötzlich nicht mehr funktionieren.
    o2 ist laut Erfahrungen in diesem Forum oft recht kulant wenn es um hohe Rechnungen aus der Nutzung von Datendiensten geht, da es bei den Datendienste bei o2 einige Möglichkeiten gibt, wie man durch falsche Konfiguration versehentlich für die faktisch gleiche Leistung einen unangemessen höheren Betrag zahlen muss.

    Vorsicht, dieser Post ist lang und wahrscheinlich völlig unbedeutend und für die Diskussion überflüssig ;).


    Die Rollenverteilungs- und die Gewohnheitsfrage sind in der Diskussion mit Sicherheit von Bedeutung. Ich stelle mal ein paar Thesen auf :D.


    Es ist ja ein oft beobachtetes Phänomen, dass unbekannte oder ungewohnte Dinge zunächst spontane Ablehnung hervorrufen - wat de Bur ned kennt...


    Das liegt daran, dass wir Situationen, die wir nie persönlich erlebt haben, auch nicht
    selbst nachvollziehen können.
    Menschen können im Voraus nicht verstehen, was die Vor- und Nachteile einer überlieferten Denk- und Lebensweise sind. Selbst kritisches Hinterfragen oder sogar selbst gemachte Erfahrungen schaffen es nur langsam, unsere vorgefertigten Handlungsmuster zu verändern. Vorurteile haben ja auch einen "Sinn" - sie ermöglichen die Orientierung in einer Welt, die zu komplex ist, um auf Anhieb verstanden zu werden. Ohne ein gewisses Niveau an Abstrahierung kann die Welt nicht verstanden werden.
    Wir müssen daher daher Urteile aus unserer Umwelt oder den Erfahrungen vergangener Generationen übernehmen, ohne alle davon persönlich nachvollziehen und überprüfen zu können. Je eindeutiger wir ein Muster wahrzunehmen glauben, desto öfter wird das spätere Werturteil bestätigt und desto überzeugender ist es.
    Kommt es nun zu starken Abweichungen von dem selbstentwickelten Weltbild, bekommt der Mensch ein Gefühl der Orientierungslosigkeit, weil er die möglichen Gefahren der ungewohnten Situation nicht abschätzen kann oder auf aufgeworfene Fragen keine Antworten weiß, keine sichere Grundlage mehr für seine Entscheidungen hat, oder ähnliches.


    Ein Beispiel aus dem Alltag, nachdem es schon im Sprichwort auftaucht: das Essen.
    Essen, das aus irgendeinem Grund im jeweiligen Kulturkreis als ungewöhnlich gilt, wird von den meisten Menschen unbewusst abgelehnt. Das dient dem Selbstschutz - wer auf eigene Faust Experimente startet, riskiert ggf. seine Gesundheit. Deshalb verlassen wir uns lieber auf unsere Erfahrung, mit der wir bisher ganz gut gefahren sind. Die meisten Leute empfinden Ekel dabei, Insekten oder ähnliches zu essen (ich selbst bin da keine Ausnahme ;)). Aber einen biologischen Grund gibt es dafür nicht... das ist ein rein kulturelles Phänomen.


    Ein Beispiel, das dem Thema näher kommt: die Rollenverteilung in der klassischen Familie. Die Frau gilt klassischerweise bei uns als das sozialere und emotional einfühlsamere Wesen, der Mann hingegen als rational-logisch. Daraus ergäbe sich eine Art "ideale" Aufgabenteilung, der Mann sorgt für die physische Lebensgrundlage der Familie, die Frau für die seelische Gesundheit.
    Wenngleich es möglicherweise von der biologischen Seite Tendenzen in diese Richtung geben mag (das kann ich nicht beurteilen, ich bin kein Biologe ;)), glaube ich nicht, dass man diesen Unterschied zwischen Männern und Frauen verallgemeinern könnte. Schon durch die individuellen Charakterunterschiede aller Menschen müsste es zu Überlappungen kommen. Es könnte sich durchaus Paare finden, in denen die Frau besonders rational-überlegt ist und in denen der Mann dann gefühlsgesteuerter und einfühlsamer ist als die Frau. Hier "müsste" die Rollenverteilung dann eigentlich umgekehrt sein. Jedoch kann man den Gesamtcharakter eines Menschen genausowenig ausschließlich einer genetischen Veranlagung zuschreiben wie man ihn allein auf die Erziehung in (Geschlechter-)Rollen schieben kann, so dass die ganze Sache auch noch in gewisser Weise rekursiv ist. Unabhängig davon kann man aber festhalten, dass eine reine biologische Tendenz - "die Mehrheit der Männer ist eher rational und die der Frauen eher emotional" - zusammen mit der Vorurteilsbildung und der Erziehung in dazu passenden Rollenmodellen eine Art Multiplikatoreffekt hat, was letztlich dazu führt, dass sich Mehrheiten im Laufe des Prozesses immer stärker herausbilden.


    Dazu stelle ich jetzt noch die These in den Raum: je weniger liberal eine Gesellschaft ist, desto stärker zwängt sie ihre Mitglieder in die vorgefertigten Rollen.
    Nachdem unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten liberaler geworden ist, lässt die oben postulierte Multiplikatorwirkung nach und produziert mehr "Sonderfälle" als früher. Als es für Frauen noch schwierig war, Karriere zu machen, waren Familien so gut wie unmöglich, in denen entsprechend veranlagte Väter die Kinder erziehen und Mütter im Beruf den Lebensunterhalt sichern. Durch die stärkere Gleichberechtigung ist dies inzwischen aber möglich. Es sorgt natürlich für viel Verunsicherung, ob es den Kindern gut tun, hauptsächlich vom Vater erzogen zu werden.
    Diese Verunsicherung kommt ganz einfach daher, dass es unserem bisherigen Erfahrung widerspricht und wir nicht abschätzen können, was diese Veränderung bewirkt, weil wir dazu keine Erfahrungen vorweisen können. Verfolgt man das Problem zurück, müsste man aber zu dem Schluss kommen, dass die umgekehrte Rollenverteilung für die Kinder sogar besser ist, da der gefühlsmäßig stärker veranlagte Partner "effizienzmäßig" gesehen ja auch besser für die Kindererziehung geeignet ist und genau diese Effizienzmaximierung überhaupt zur Ausbildung der Geschlechterrollen geführt hat.


    Ich schätze, dass es mit der Homosexualität und der "Homo-Ehe" um das selbe Problem handelt, bloß dass es noch stärker ausgeprägt ist und noch einen noch fundamentaleren Bruch mit unseren bisherigen Erfahrungen darstellt.
    Letztenendes ist die Verunsicherung zum Umgang mit Homosexualität und Homo-Ehe aber unbegründet, wenn man auch wieder von der Hypothese ausgehen würde, dass sich die Tabuisierung dieser Lebensweisen im Prinzip bloß durch die oben skizzierte Multiplikatorwirkung aus der Tatsache entwickelt hat, dass die Heterosexuellen biologisch oder sonstwie bedingt schon seit langem eine Mehrheit gegenüber den Homosexuellen darstellen. Letzten Endes wäre es aber wünschenswert, wenn die Gesellschaft der Homosexualität die gleiche Akzeptanz entgegenbringen würde wie der Hetreosexualität.


    Fazit: das Problem scheinen mir wohl die Menschen selbst zu sein. Gesellschaftliche Entwicklungen sind träge. Den Weg zu einer größeren Akzeptanz der Homoehe kann man langsam durch mehr Toleranz voranbringen, aber man kann die Toleranz nicht von heute auf morgen erzwingen. Schockartig ruft Veränderung Ablehnung hervor, aber kleinschrittig lässt sich eine Veränderung der Denkweise in den Köpfen der Menschen erreichen.


    Das ist jetzt alles etwas abgehoben aber es ist mir einfach sozusagen aus der Feder geflossen. Vielleicht kann ja jemand damit etwas anfangen und / oder es etwas ordnen :D ;).

    Nur bei nach Zeit abgerechneten oder auf die Homezone abgerechneten Paketen, die für die Laptopnutzung vermarktet werden.


    Ich gebe allerdings zu, dass man bei diesen beiden Packs erwarten würde, dass sie auch für die Nutzung am Handy standardmäßig gelten.
    Natürlich wäre es schöner, wenn alles einfacher zu konfigurieren ginge :).

    Dass es bei o2 so kompliziert ist liegt nur daran dass es so viele Abrechnungslücken im System gibt, die man ausnutzen kann :D.


    Wenn man nur das macht, was man auch offiziell mit dem jeweiligen Pack anfangen kann, kann doch gar nichts schiefgehen.
    Erst wenn man z.B. das Surf & E-Mail-Pack für ICQ oder das Com-Center-Pack fürs Surfen benutzen will wird es kompliziert... klar, weil das offiziell von o2 gar nicht vorgesehen ist :D. Darum liefern die natürlich auch keine eindeutige Anleitung dafür, wie man die Unzulänglichkeiten des Abrechnungssystems ausnutzt. :rolleyes:


    Eigentlich ist es doch so:
    - APN surfo2 ist für die Nutzung am Laptop. Darum ist der in der Laptop-Software Connection-Manager fest voreingestellt. Offizielle Information: Laptop-Surfen kostet 3 oder 9 Cent pro Minute oder man bucht ein Datenpaket. Und so ist es auch.


    - Surf & E-Mail Pack und Communication Center Pack sind für die Nutzung direkt am Handy gedacht. Dafür gibt es den APN internet, über den auch MMS laufen und der im Branding oder und über den Konfigurator ins Handy eingetragen wird.


    Für letzteres gilt:
    - das Surf & E-Mail-Pack beinhaltet alle WAP-Seiten über den eingebauten WAP-Browser. Dieser wird von den automatischen Konfiguratoren auf Benutzung des Proxys eingestellt. Einzige "Falle" ist, dass man versehentlich bei manueller Konfiguration die Einstellung des Proxys vergisst.
    - das Commcenterpack beinhaltet 30 MB ausschließlich zum Mails abrufen über den eingebauten E-Mail-Client des Handys. Dafür funktioniert es auch hervorragend, man muss keine Proxys oder ähnliche Dinge beachten.


    Für diese Dinge ist o2 nicht komplizierter als T-Mobile, wo man z.B. tausend verschiedene Datenkonten einrichten muss - eins für Internet, eins für WAP, eins für E-Mail, eins für MMS. Bei o2 können alle diese Dienste über die gleiche Verbindung laufen - auch gleichzeitig! Ein Vorteil...


    Kritisch wirds, wenn die Benutzer schlauer sein wollen als o2 und anfangen die "Lücken" auszunutzen. Das muss kein Missbrauch sein, aber man sollte sich natürlich vorher umfassend schlau machen, wie alles funktioniert!


    Wer das Comcenter-Pack zum Surfen bucht und nicht genau weiß, was er da eigentlich tut und wie man das ausnutzen muss, darf sich daher im Prinzip nicht wundern, wenn ihm alles außer dem Mails abrufen berechnet wird. Wer den Laptop-APN surfo2 auf dem Handy nutzen will, braucht sich nicht zu beschweren, dass darüber die WAP-Flatrate nicht nutzbar ist. Niemand käme auf die Idee, sich bei T-Mobile zu beschweren, dass über den APN internet.t-mobile keine MMS-Nutzung möglich ist oder dass die E-Mail-Flat nicht greift.


    Der Unterschied zu den anderen Netzbetreibern liegt also nicht daran, dass o2 komplizierter ist als andere, sondern dass o2 flexibler einsetzbar sein kann, aber man mit mehr Freiheiten natürlich mehr Fehler machen kann.

    Vielleicht hat das Handy sich "versehentlich" per GPRS ins Internet eingewählt oder so, nur um dann festzustellen, dass man darüber keine MMS empfangen kann...
    Das würde von den Kosten passen: 0,19 EUR für 10 KB + 0,09 EUR Tagesnutzungspreis :)