Beiträge von handytim

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    Original geschrieben von 535
    - hätten Eplus sowie VIAG Interkom 199x auch 900er Frequenzen haben können?


    Nein.


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    - die 1800er wie 900er haben sich technisch gewandelt, richtig? Wußte man 199x auch schon wie dies 2009 sein würde?


    Frequenz bleibt Frequenz, was soll sich da "technisch gewandelt" haben?


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    - wenn man 199x schon alles wußte, warum wurden die Frequenzen teilweise gekreuzt? (Also 900er auch für E, 1800er auch für D.)


    Es wurden keine "Frequenzen gekreuzt". E-Plus und o2 bekamen EGSM-Frequenzen unterhalb der GSM900-Frequenzen, weil diese freigegeben wurden. Für jede EGSM-Frequenz mussten sie Frequenzen ihres GSM1800-Pakets abgeben.


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    - ist es nicht auch mal sinnvoll, über die Jahre gesehen, Dinge zu ändern wenn sie im Interesse vieler sind?


    Nicht unbedingt. Beispiel o2:
    1996/1997 wurde die Lizenz für das "E2"-Netz ausgeschrieben, Viag Interkom erhielt den Zuschlag. Hier hat sich Viag Interkom verpflichtet mit den GSM 1800-Frequenzen bis 2001 75 % der Bevölkerung abzudecken. Dass irgendwann EGSM-Frequenzen frei werden, wusste keiner. Dennoch haben nur E-Plus und o2 diese Frequenzen bekommen, nicht aber T-Mobile und Vodafone.


    Nun werden also weitere Nutzungsrechte für Frequenzen um 800 MHz angeboten. Diese Frequenzen sind allerdings knapp und reichen (mit gescheit nutzbaren Paketen) nur für drei Anbieter.


    Nun sagen E-Plus und o2: T-Mobile und Vodafone haben viel mehr niedrige Frequenzen als wir (zumal man irgendwann auch UMTS900 anbieten kann), wenn diese auch die 800 MHz-Frequenzen kaufen, wäre das ungerecht. Die Bundesnetzagentur hat diesen Punkt im Vergabeverfahren schon durch Bieteinschränkungen für T-Mobile und Vodafone bedacht.


    Das eigentlich witzige an der ganzen Sache ist, dass gerade E-Plus gegen das Vergabeverfahren klagt. Mit den Frequenzen soll ein schnelles Datennetz entstehen, welches auch abgelegene Orte gut versorgen soll.


    Wenn man nun mal die bestehenden Mobilfunknetze hernimmt, kommt E-Plus in punkto Datenübertragung (HSPA-/EDGE-Verfügbarkeit) und Abdeckung auf den letzten Platz. Der Anbieter selbst spricht von einer "Smart Follower"-Strategie, erstmal sollen die anderen teuer ihr Netz aufrüsten, E-Plus zieht dann später - billiger - nach. Passt alles nicht zum geforderten schnell aufgebauten, flächendeckenden Highspeed-Netz.